• Radolfzell Denkmal Krieg und GewaltherrschaftDie Richter in rotseidenen Kutten zieren heute fast alle Tageszeitungen, ist ja auch mindestens so photogen wie die Dumpfglatzen in Lederkluft und Stinkestiefeln, deren Recht zur Parteienbildung nach vierjähriger Prüfung endlich - seufz! - bestätigt wurde. Beim ersten Mal klappte es nicht so ganz, weil sich die NPD-Funktionärs-Ebene als weitgehend vom Verfassungsschutz lanciert und finanziert herausstellte. Schön lächerlich hat sich der Staat damals gemacht. Im Grunde waren das doch alles seine Leute! Was mögen die heute beruflich machen?

    So leid mir das tut für alle, deren Familien bedroht und deren Unterkünfte mit Segen dieser "Partei" abgefackelt wurden: Vaterländerei oder Universitätseingang?Dass die Täter, die solches verüben, unnachsichtig verfolgt und bestraft werden, ist vordringlich und richtig. Natürlich sollen militante Kameradschaften, Wehrsportgruppen etc. rücksichtslos unterdrückt werden. Der Zschäpe gönne ich auch ein paar Jahrzehnte gesiebte Luft.

    Wer in gewissen Kommunen im Oberbergischen noch immer Hitlers Geburtstag feiert, den Hitlergruß zeigt und / oder den Holocaust leugnet, soll gern ins Loch geworfen werden und hinter Gittern zur Besinnung kommen. Aber, und jetzt kommt ein vielleicht überraschendes ABER - ich war und bin gegen ein Parteiverbot der NPD und finde das Urteil auch dahingehend richtig, dass zumindest für diesmal die Verfassungsfeindlichkeit der NPD höchstrichterlich überprüft und ein für allemal festgestellt ist. Warum? Ein paar Gründe:

    0. Ich hätte diese Partei lieber nicht. Könnte die nicht mal kurzerhand geräuschlos platzen? Oder die Mitglieder fänden es plötzlich klasse, sagen wir, an Führers Geburtstag um 5.45, auf einen Gongschlag hin, in den Emsmooren, wo sie am tiefsten sind, kollektiv Selbstmord zu begehen? Wäre für spätere Archäologen ein hochinteressanter Fund! also, überlegt's euch, dann brauchte es das folgende nicht.

    Mahnmal der Schande1. Ich hab nun mal was gegen Verbote, die nicht unbedingt (wie Fahrverbote bei 0.9 Promille und so) sein MÜSSEN. Allerdings bin ich andererseits sehr für die Einhaltung und Durchsetzung von Ge-Boten. Wenn unsere Ordnungshüter dafür sorgen würden, dass das letztere mal richtig klappt, bräuchten wir das erstere gar nicht so zu strapazieren. Ansonsten denke ich, soll Denkfreiheit sein, von Denkverbot reden eh nur die, die erfolgreich seit Jahren ihrer Großhirnrinde das Denken verbieten. "Ich denke sowieso mit dem Knie." (Joseph Beuys)

    2. Völkisch-nationale Rassisten gab es "schon immer", also lange, lange vor 1933, und im ZugeTransparente Beschriftung in Radolfzell der Gründung der Bundesrepublik blühten sie erst richtig auf. Etliche von ihnen waren auch im Bundestag vertreten. Deutscher Block, Trampelnde SoldatenDeutsche Partei, DRP, von den SS-Kameradschatsabenden, Vertriebenenverbänden usw. zu schweigen. Es würde geradezu an ein Wunder grenzen und wäre absolut undeutsch, wenn dieser so liebevoll gehegte braune Ungeist nach 1945 einfach verduftet wäre. Und ein Parteienverbot bringt ihn auch nicht in die Flasche zurück. Bliebe er drin, würde er nicht die Luft so sehr verpesten. Aber ist es nicht besser, die Schadstoffemission ist optisch und olfaktorisch erkennbar? dann können wir nämlich was dagegen tun, und die Verursacher zur Rechenschaft ziehen, ohne dies irgendwelchen Richtern oder an die Polente zu delegieren. Also zeigt mal schön Flagge, ihr Nazis, wenn auch nicht Reichskriegsflagge, die haben die Alliierten verboten. Aber ich weiß noch, wie ein gewisser Martin Mussgnug brauner Spitzenkandidat war und die gesamte Deutzer Brücke mit NSDAP NPD-Wimpeln beflaggt war. Weiße Symbole, roter Hintergrund, da kamen alllerlei Erinnerungen hoch. Aber statt über die Reling zu kotzen, haben ich und Freunde die Wimpelchen eins nach dem anderen - ritschratsch abgerissen. Mit dem Erfolg, dass die Reichskölner heute ihre sog. pro(st)-Köln-Plakate sieben bis zehn Meter hoch hängen müssen, damit das nicht wieder vorkommt. Und da oben kann sie keiner lesen, hähä.

    3. Ein Parteienverbot führt unsere Demokratie ad absurdum. Wo sollen die Meinungen der Ewiggestrigen hin? die kommen unbemerkt in etablierten Parteien unter, wo ich sie auch nicht gern sehe. Wäre die NPD am vergangenen Dienstag verboten worden, hätte die AfD auf Anhieb ein paar tausend Wähler mehr. (Desgleichen Herr Seehofers CSU, wenn die AfD in Bayern nicht antreten dürfte.)

    4. Dass sich in den 1950er-Jahren Altnazis in Medien wie ZEIT und SPIEGEL tummelten, bei BND und Verfassungsschutz, im Auswärtigen Amt und auf jeder denkbaren Verwaltungsebene, ist kein Geheimnis. Kindisch wäre die Vorstellung, wir verbieten dieses Völkchen und dann ist es "weg" - bevor sie sich in ihre Splittergrüppchen verkriechen, sehe ich lieber zu, was sie programmatisch vorzubringen haben.Braunschweig im Jahre 33

    5. Denn eine Partei zu bilden heißt, auch anzutreten und sich zu offenbaren. Die Wahl selber findet im Büdchen statt, aber der Kandidat muss vom freien Rederecht auch Gebrauch machen. Der kriegt keine Stimmen, wenn er zuhause bleibt. Da Karlsruhe mit schöner Eindeutigkeit formuliert hat, dass die NPD verfassungsfeindlich ist, weiß man, was man von den Kandidaten zu halten hat. Raus mit ihnen aus Polizei, Beamtenjobs, Schulen und Co.

    6. Bestes Beispiel: Björn Höcke, die laberselige fleischgewordene Deutsche Volkheit. Ich kenn den Mann nicht persönlich, aber die Bilder, die von ihm veröffentlicht sind, und dieses Youtubevideo vom Ballhaus Watzke (what a name!), wo er so vor jedem Wort vier Zögerpunkte macht.... Liebe.... Mitstreiten.... Patrioten.... nah und fern...." und so weiter und so wirr, wie sich der Pöbel schon gröhlend bepisst, weil er behauptet "überglücklich" zu sein, oder den Namen "Merkel" fallen lässt - da bricht alles in Sprechchöre aus und klascht frenetisch, incl. Vorstandspodium, damit Hans J. Volk auch merkt, wann er mit den Geblöke aufhören soll. Beim Ballhaus-Schwur des Stubenhöcker riecht man den gesammelten Mundgeruch und Fußschweiß dieser Deutschländerwürstchen. Gut, altersgreise Wirrköpfe mit allen Anzeichen verhetzten Spaltungsirreseins beim Herumbrüllen sind nicht jedermanns Geschmack, aber das bleibt auf Sendung, ich will das jetzt sehen. Das darf nicht so einfach ausgeschaltet, verboten und hinterm Waffenschrank des SS-Großonkels versteckt werden.

     Platz der NS-Opfer in München7. Außerdem zwingt es die Parteien, mal über den Selbstbedienungsladen nachzudenken, den sie sich in der Kohlära geschaffen haben. Inzwischen wird selbst für nicht abgegebene Wählerstimmen ein Betrag ausgezahlt und regenschauerartig über den Parteien verteilt. Ohne diese Kohle würde die NPD ja auch längst eingegangen sein, trotz großzügiger steuermindernder Spenden aus der Miller-Mülch-Spesenkasse. Die Parteien halten sich für unverzichtbar. Dabei heißt es doch, die Parteien sollen nur "mitwirken" am Prozeß der politischen Willensbildung. Der findet nach meiner Meinung besser anderswo statt. Und wie steht es mit der innerparteilichen Demokratie? Da sollten die etablierten Parteien sich mal an die eigenen Versäumnisse erinnern. Wenn der Populismus überall Tr(i)ump(he) feiert, hat das wohl auch damit zu tun, dass die Mehrheiten sich für unantastbar halten und nicht mehr auf die Minderheiten hören, statt deren Argumente einzubeziehen in das politische Handeln, ihre Opposition für die eigene Meinungsbildung zu nutzen. Die Große Koalition hat ja schon dafür gesorgt, dass das Rederecht ihrer Gegner auf Minuten verkürzt wurde. Sorgt für mehr Demokratie in allen Lebensbereichen, und lasst alle mitreden, statt euch durch Verbotsmaßnahmen abzuschotten.

    8. Wo bitte hat es dieser Abschaum geschafft, in nennenswerter Zahl die Landtage zu erobern? Nun muss g'nug sein! - (m)eine UrteilsbegründungWenn überhaupt drin, haben sich ihre Fraktionen umgehend im Pöstchenkampf selber zerlegt. Ein Spitzenkandidat im Osten konnte mal gar nicht erst antreten, weil er sich im Titanic-Telefoninterview hat reinlegen lassen und ausplauderte, wo sein Hund, den er getötet hat, begraben ist. Bisher kandidieren keine ernstzunehmenden Intelligenzler für deren Sache: Verschwörungstheoretiker, arbeitslose Journalisten, randständige Juristen sind das Namhafteste, was sie an Land ziehen. Und was die von sich geben, füllt nicht nur Unwörterbücher, sondern ist auch schlichteren Gemütern als Hirnriss leicht erkennbar. Angesichts der Mickerprozente der Protestparteien hat sich die Wählerschaft bisher gescheit verhalten.

    9. Kurz, ich vertrete, was in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte, Meinungsfreiheit für alle, selbst für die Ewiggestrigen. Die geben sich doch paranoisch gern als Märtyrer einer eingebildeten Lügenpresse aus, die ihre Vernunftgründe nicht zur Kenntnis nehmen will. Dabei ist die PEGIDA ein reines Presseerzeugnis, ohne breite Resonanz in den Schlagzeilen wären auch diese Montagsdemos folgenlos geblieben wie die Stuttgart-21-Mahnwachen. Lasst also die Rechten ihre Rechte heben ausüben, wie alle anderen auch, solange sie friedlich bleiben und nur verbal herumprovozieren - falls sie sich nicht an die zivile Ordnung halten, Handschellen dran und abführen, die ekligen Miesnickel.


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  • Ein Riesen-LKW ist in Nizza in die Menschenmenge gerast, die das Feuerwerk zum 14. Juli ansehen wollte. 80 Leute sind tot, mindestens. Die Polizei hat den Irren hinterm Steuer erschossen. Auf der Ladefläche sollen lauter Waffen gewesen sein.

    So viel Leben ausgelöscht, so viel Hoffnungen, Schmerzen, Sehnsüchte und Gedanken sind mit ihnen erstorben. Und wir bleiben zurück in der kleiner, und gemeiner gewordenen Welt. Das Abstumpfen gegenüber den Taten ist das Schlimmste. Man will gar nicht mehr dabei sein und dieser Welt gleich ganz Adieu sagen, bevor man weitere Adieus zu sagen hätte. Sie ist sowieso anders, als ich es mir einbilden ließ von wohlmeinenden Schönrednern, und die Menschen darin sicher auch keine Engel, aber Terror beginnt bei den Graswurzeln.

    Verdammte Terroristen, in der Höllle sollen sie schmoren und die Anführer in einer extra fiesen Hölle, und verdammte Religion, die sich solche Höllen ausdenken und überhaupt nur aus Gewaltphantasien und Menschenkontrollmechanismen bestehen.

    Nizza


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  • Vorwärts, fort und immer fort!

    FRANKREICH sprach das stolze Wort:

    Vorwärts!

    Diese Zeilen summend, spazierte ich heute durch das Wohnviertel, fand aber nicht, dass die Vaterländerei abgenommen hatte; auch hing keine der zahlreichen Flaggen auf Halbmast, was ich ja für geraten hielte, wenn meine Mannschaft so eindeutig verloren hat wie gestern die Nationalelf gegen Frankreich.Abpfiff Der Torschütze, ein gewisser Griezmann, kommt aus Mâcon, einer meiner Lieblingsstädte, wo ich immer gern Station gemacht habe auf dem Weg in den Süden, um am grünen Ufer der Saône kleinen Morgenschlaf auf der Bank nachzuholen - wenn nicht grade Wasserkski gefahren wurde - , und das mitgebrachte oder vom Hypermarché (tanken kann man da auch billg, ist auch immer dann grade fällig) requirierte Picknick zu genießen... Okay, jetzt muß Captain Germany die Flatter machen und sich geschlagen geben, er kann ja statt dessen die EU retten oder sich eine Bratwurst mit Sauerkraut grillen. "Zwei kleine Fehler in der Abwehr", jaAbpfiffmmerte der Reporter noch heute früh, und die Boulevardquatschpresse titelte MIST! und "Eine Hand voll Pech!", wobei mir der Mist jetzt  mal als Gärtner lieber wäre, das Bitumenzeug kriegt man ewig nicht von den Händen geschrubbt. Ich kuck ja nicht so viel Fußball wie manche Expertinnen hier, aber was ich diesmal von den Spielen gesehen habe, war langweilig und lächerlich. Erst dieses bescheuerte Defensivspielen, warten wir mal die Elfmeterrunde nach Dienstschluss ab, und dann zweimal Hand gespielt und selber das Elfmetergewitter auf sich gezogen, da kann man nur selber schuld sagen. Jedenfalls freu ich mich, dass mir die Rheinufer diesmal durch kein Puplic Viewing verstunken wurden (die stolze Abwehrkette aus Dixiklos,und -urinalen, die bei der WM dafür am Rheinufer aufgefahren wurde, habe ich hier schonmal gepostet). Jetzt brauch ich auch keine schwarzrotgoldene Nudeln ("Pokal-Pasta") mehr zu kaufen oder Fußball-Klopapier mit dem schönen Namen "Ausputzer" (wäre "Abpfiff" nicht besser gewesen - die Pappteller heißen Anpfiff -, oder erinnert das zu sehr an Dünnpfiff?).

     


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  • Zu meinen letzten Einlassungen ist noch nachzutragen, dass wir jetzt doch eine Beschwerde angebracht haben, munitioniert mit der ja bereits anwaltlich vorgetragenen Drohung, die Miete ab soundsovielten zu mindern, und immerhin 2 Namensnennungen gift auf wiese passt aufvon Verursachern - ist nicht meine Art, aber wenn es gar nichts hilft, die Leute anzusprechen, und man bei 30 Grad im Schatten hier den Hund kacken lässt und Fury, wie wär's mit einem kleinen Austritt?apfelgroße Würstchenteile liegen lässt, ist wohl Schluss mit lustig. Natürlich könnten wir es wie die Briten machen und "austreten" - dauert aber immerhin zwei Jahre, bis wir die Einlagen wiederkriegen (hier werden sie wenigstens verzinst und wir müssen nicht draufzahlen wie bei Pfandbriefen & Kommunalobligationen), abgesehen von der Wohnungssuche, Umzug und den dann möglicherweise drohenden anderen Molesten. Spielen wir das Spiel also ein bißchen weiter, die genehmigen sich Ausnahmen und "Verschmutzungsrechte", wir fordern gleiches Recht für alle usw., zahlen weniger ein, werden dafür sanktioniert oder vors HoheDemokratie ist Rauchverbot Gericht gerufen und es wird ein Hin und Her geben und ewig weitergehen wie auf EU-Ebene auch. Ach, und wen sehe ich heute früh an der Tür? Herrn Nachbarn Dutz, wie er den Müll wegbringt. Und, habe ich ihm auch hinterrücks die Tür zugeschlagen wie er mir? nein, hab ich nicht, der Blödsack und Dumpfmeister soll an seiner eigenen Bosheit ersticken.

    Was aber den Brexit betrifft, hab ich eigentlich vor Jahren schon die Briten rauswerfen wollen: ständig Sonderkonditionen, Separatverträge und und dann noch 'rumzicken und Volksabstimmungen gegen EU machen, was soll das? Bitte, da ist die Tür. Was die Highbrowlanders von der Verfassung halten, hat uns der König von Hannover, Ex-Herzog von Cumberland, 1837 bei den Göttinger Professoren zur Genüge gezeigt. Fürsten zum Land hinaus, naus, naus, naus, naus! KKWs in Nordseenähe bauen sie ohne Ende, ihre Heringsstaubsauger setzen sich über FangqExtrawurst für die Britenuotenbeschränkungen hinwegDemokratie eine Farce, und das Verbot von Zirkus-Schaustellerei mit Wildtieren soll gefälligst auch für das touristengeplagte Ungeheuer von Loch Ness gelten. Bitte,wenn ihr das nicht wollt, bleibt in eurer vermufften Provinz und lasst euch statt von EU-Kommissaren von diesem Inspektor Barnaby drangsalieren. - Aber dann auch gefälligst hierorts Strafzölle, Verbot englischen Shag-Pfeifentabaks, Importstopp aus dem Inselstaat, militärisch gestützte EU-Beobachter auf die Schlepper- und Schmuggelinseln im Kanal (Guernsey, Jersey und Trevira), Einreisestopp für britische Weihnachtsmarkt-Hooligans im Rheinland, Zwangsumtausch und Visagebühr für die frankophilen Käselutscher, die in Calais die Croissantbäckereien und Weinsupermärkte leerkaufen, Boykott von Orangenmarmelade arf, Shortbread, Relish, Cheddar, Stilton, Shredded Wheat (gibt es sowieso nirgends mehr), Twinings-Tee und Pfefferminzsauce. Kultur ist kein Problem, die musikalischen und literarischen Iren bleiben uns ja erhalten, und wenn die Melonenfresser, äh, -träger glauben, sie seien ihr Migrationsproblem mit einem Schlag los, haben sie sich getäuscht, notfalls öffnen wir die Ventilklappe am Tunnel! Übrigens, was machen jetzt eigentlich die Schotten? die sollten sich auf ihr eigenes Referendum besinnen und mit den Iren zusammen - die Shetland-Inseln werden den Eskimos und damit Dänemark zugeschlagen - eine EU-Aussengrenze gegen das perfide Albion bilden, notfalls Einkesselung mit Stacheldrahtzaun, ha!

    Nachtrag: und Cameron, der sein Volk hat abstimmen lassen und wie Moses die Juden aus Ägypten führen wollte, hat getan, was ein Oppositionssprecher sagte, "thirty seconds after the Brexit decision" ist er zurückgetreten, der Ärmste. Jaja, mit dem Populismus soll man nicht liebäugeln, lieber auch wenn's wehtut bei einer Sache bleiben, wie schon Friedrich der Große sagte: "konsequent oder aber inkonsequent, aber nicht dieses ewige Hin und Her!"


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  • Volkes Stimme - der politische FrühschoppenVolkes Stimme - der politische FrühschoppenGestern vor 200 Jahren wurde Ernst Theodor Amandus Litfaß, Buchhändler, Schauspieler, Verleger und Erfinder der bekannten Säule geboren. Obwohl er den Verlag seines Stiefvaters erbte, war seine Erfindung keineswegs der Pressefreiheit dienlich. Sie sollte vielmehr das Flugblattwesen der 1848er in Berlin monopolisieren und zensieren helfen. Eine Zeitgenossin beschreibt die Zeltenversammlungen zur Zeit der Märzrevolution als einen “ungeheuern Platz” mit überdachter Tribüne, “an der einen Seite von Tabagien, an der anderen Seite von Bäumen begrenzt” und mit Imbißständen ausgestattet: “ohne Saucischen und Eier ist bei uns keine Volksversammlung denkbar!” Neben ambulanten GurkenverkäufernKrakehler_titel der Zeitschrift riefen Zigarrenhändler und Zeitungsjungen ihre Ware aus  "Revolutionscigarren mit Vereinbarungsfeuer!" "Wunderschöne Ministercigarren mit Barrikadenfeuer!" Andere kommen gerannt mit kleinen Flugschriften: Meine Herren, kaufen Sie das Allerneueste, das Allerneueste! – Der Papst hat geheiratet! – Der Kaiser von Rußland dankt ab! – Ganz etwas Wunderschönes, der Krakehler und der Kladderadatsch!” Wohlgemerkt, das war vor der Erfindung der Litfaßsäule, die das Flugzettelwesen abklöste Krakehler war eine Zeitung im Verlag des Herrn Litfaß, der war allerdings damals noch freiheitlich gesinnt, erst später bat er den Polizeipräsidenten Hinckeldey um ein Plakatklebemonopol, was dem ganz recht war, weil das "wilde" politische Plakatieren mit einem Schlag verboten werden konnte. Ist so wie "Wildpinkeln", das wird auch erst kriminell, wenn's keine Alternative gibt!

    Baumsterben, ein Protest dagegenVolkes Stimme - der politische FrühschoppenDie Stadt Köln hat zwar keinen Herrn Litfaß, aber sie hat wohl das Recht, irgendwas irgendwo draufzukleben (auf Flächen, die der Stadt Köln gehören, versteht sich) an eine Agentur (lustigerweise "Kulturmedien" GmbH) verpachtet. Das kriegten neulich Baumschützer zu spüren, die in der Bonnerstraße etliche Dutzend Bäume mit Trauerschleifen, Todesanzeigen, schwarzweißen Kreuzen und ähnlichen Accessoirs beklebt hatten. Prompt erhielten sie ein anwaltliches Schreiben, das ihnen diese Nutzung der "WMahnmal fuer Baeume von 1983-1984erbefläche" untersagt, mit Geldstrafe droht usw. Ob das auch für Herzchen, die Verliebte in die Rinde schnitzen (na schön, die gehen heute mit gravierten Vorhängeschlössern an die Rheinbrücken), oder für die allgegenwärtigen "Suche Wohnung - biete Belohnung"-Annocen gilt, sei dahingestellt. Und wo bleibt da das grundgesetzlich garantierte Recht, seine Meinung in Wort, Bild und Schrift frei zu äußern und zu entfalten? Auf der Strecke bleibt das Recht, und zwar auf der U-Bahn--Strecke, ha ha ha. Da fällt mir ein, dass ich kürzlich in Bonn unweit des "Langen Eugen" ein absurdes Denkmal für das Baumsterben von 1983/84 entdeckt habe, ein in Ehren ergrautes Granitrelief mit mahnender Inschrift Rette den Wald!, wobei das zu rettende Bäumchen vollkommen dem von der Frau auf dem Fünfzigpfennigstück gepflanzten, auf der Rückseite von Kupfergeld und Groschen schon etwas herangewachsenen glich. Und gleich dahinter, man glaubt es kaum, war der flankierende Baum bereits in handliche Scheiben zerlegt, die zu Anwalts-Briefpapier oder Pellets verarbeitet werden.

    Das Litfaß würde aber noch im Grabe rotieren, wüßte es, daß in heutiger Zeit eine Gestalterin (ihre Adresse und Genehmigung ist auf die Plakate draufgedruckt) mit Unterstützung der städtischen Werbevermarkter die Reklamerundung für Kunst nutzt und in erster Linie künstlerisch wertvolle Fotos mit Doppelgesichtern draufklebt. Diesen Hang, sein artistisches Werk mit Gewalt in den öffentlichen Raum zu zwängen und dem Publikum ungefragt aufzudrängen, haben natürlich auch Straßenmusikanten, aber da helfen immerhin Ohrenschützer, während man mit verbundenen Augen nicht so gern über die Straßenkreuzung geht.

    Volkes Stimme - der politische FrühschoppenWir haben aber auch einen anonymen Straßenkünstler hier, der seit Jahren in unserem Viertel politische Kommentare (auf Säulen, Plakatwänden, Schildern, wo immer Platz dafür ist) mit Filzstift auf die Plakate schreibt. Volkes Stimme - der politische FrühschoppenIch habe hier schon einmal eins seiner Werke dokumentiert. Politisch tickt der zwar nicht ganz richtig, neben Gutmenschenparolen bringt er immer wieder ziemlich wirres Zeug zu Papier, aber immer noch besser als die Neonazis mit ihren Klebern und Hololigan-Sprüchen allerorten. Trotzdem bereitet auch ihm offenbar der Vertriebenenzuzug derzeit die meisten Sorgen (früher das Dioxin in den Eiern), wurden doch zwei große dem Land NRW gehörende Brachflächen, wo früher das Küppers-Brauereibier in Strömen floss, zu Siedlerland der Ankömmlinge umgewidmet - die kriegen da so aufeinandergetürmte Containerhäuser und auf den Terrassen, die sich dazwischen befinden, stehen schon jetzt die weltweit so gräßlich erfolgreichen weißen Plastikstühle. Inzwischen ist unser Stammtisch-Sprüchmacher wohl, um nicht in flagranti erwischt zu werden, zu einer anderen Technik übergegangen, er schreibt die Sachen auf weißes Papier vor, teils mit Zeitungscollagen montiert, und klebt das Ganze dann auf die Werbeplakate. Bei der o. g. artistischen Performance sieht das noch besonders doll aus, weil die Grundfarbe der Litfaßbeklebung ein tiefes Schwarz ist. Da kommen die Parolen erst recht zur Geltung. Und hier wird der neueste Output dokumentiert, mit buchstabengenauen Umschriften, denn das Gekrakel ist nicht immer leicht zu entziffern...

    Wie der Bayer sagen würdenWie der Bayer sagen würden! Wir Bürger denken so viele Politiker huaben a Rissß im Hirn man kanne vergleichen mit einer Orgel sind viele Pfeiffffen und immer dieselben Töööne!

     Es sind zu viele schlecht versorgt.Volkes Stimme - der politische Frühschoppen

    Es gehen und fliegen viele Flüchtlinge wieder zurück nach Irak zurück es würden ein Haus und Arbeit versprochen niemandem aber leider ist es sehr schlecht die Politik is sehr sehr schlecht organisiert Voraussetzungen fehlen es gibt auch viele illegale und Kriminäle in den Lagern Ihr Politiker könnt, was eine Polizei sagt die Wahrheit nicht unter Teppich kehren! auch Köln ist dagegen

    Es dauert zu lange! Wir Bürger verlangen alle Illegale Emigranten und Schlepper und Salatfisten und die sich nicht ausweisen können sofort aus unseren Land zu verlassen! Schon an der Grenze schon! im Land ist es zu spät gilt für SPD u CDU/Grün

    [quer:] Unser Land muß auch ein gewisser Schutz haben
    (auf dem Bild oben links)

     Volkes Stimme - der politische FrühschoppenWo kein Krieg ist können wir nicht aufnehmen es sind vorwiegend Illegale und Sozialsystem ausnutzer, die keine Arbeit haben. sowas geht nicht. unsere Grenzen schärfere Kontrollen sein

       

    [quer:] die müssen Arbeit haben!

    die Kohle ist nicht so gefahrlich! Wir Bürger in Deutschland u. Belgien haben von Hiroschima die Nase voll. und Europa müssen wir was tun gegen die Atomreaktoren der Vorstand muß weg kann vielleicht die letzte Stüdlein schlagen diese Atomaufbereitung ist sehr gefährlich das Plutonium ist hochgiftige!

    [quer:] Auch die Brennstäbe und Risse komnen alles zerstören! (auf dem Bild oben links)

    Ihr Politiker der LüVolkes Stimme - der politische Frühschoppenckering [?] u. St. Pauli Kriminäle Taten in Hamburg mehrere Schlägerei und Messerstecher und Banditen, aber auch in Köln viele Illegale Typen Es wird immer mehr. vor der Polizei kein Respekt.

    [quer:] Schärfere Maßnahmen ware angebracht!

     

    Es sind KriminälVolkes Stimme - der politische Frühschoppene von RTL aus Mordafrika Rumänien der 20 Handlug und 1 Überfälle und ist wieder und drei Schlägerein in der Asyl. Heimen die Strukturen gibt es Düsseldorf und Berlin sowas zeigt RTL 5500 Überfälle

    Wir Bürger mussen dagegen Halten

     

    Die Eu tut nichts ist wie eine Orgel mit den Flüchtlingstreck sind viele Terroristen und Isis anhäg und Salafisten und viele Illegalbanden (so schnell wie möglich) müssen raus, sagen wir Bürger. wir machen vieles aber nicht alles!

    Wir müssen auch an unser Land und Menschen denken (auf dem Bild mit Merkel oben rechts)Volkes Stimme - der politische Frühschoppen

    Herr Stoltenberg! Hat ein an die Waffel kommt bestimmt von andren Stern den sollten auf den Mond schießen. Deutschland hieße es nie wieder Krieg wir haben im fremde Länder nichts verloren!

    Volkes Stimme - der politische FrühschoppenEiner, der sich die Sachen genauso interessiert durchlas wie ich, hat aber offenbar keinen Gefallen daran gefunden und kommentierte ziemlich unbeeindruckt daneben:

    Was willste überhaupt?

    Alles Kraut + Rüben!

    und Selten soviele Fehler gesehn!

    Lerne mal Deutsch!

     

     


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