• Regt euch nicht auf, Leute. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Und die Generale sollen mal schön in den Kasernen bleiben und nicht gleich die Rundfunksender übernehmen. Da sind ein paar völlig Durchgeknallte schon aus den Vorverhandlungen von Verhandlungen ausgestiegen, ist doch prima. Dieser nervöse junge Springinsbundestagsbett, FDP-Chef Lindner, erklärt, es wäre besser, wenn er nicht regiert. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung und doch per se lobenswert. Schlecht regieren kann die Merkel bestimmt besser ohne Dummsprüche von der Zahnärzte- und Mövenpickhotelierslobby. In "spätrömischen Verhältnissen" gab es einen Kindskaiser, der bei wechselnden Legionärsmehrheiten auf den Thron geputscht wurde und in Trier regierte; das Oberkommando der Wehrmacht im Kölner Prätorium ließ ihn ab und zu antanzen und die Bierdeckelsteuererhöhung unterschreiben. Das wollen wir doch nicht, oder? und die CSU, die schon damals in Gestalt der Agilolfinger immer querschießen musste, hat sowieso einen Sprechautomaten in die Verhandlungen geschickt (den Agitpropfinger Seehofer, der gern in die Geschichte eingehen will als der Bayernfürst, der einen CDU-Kanzler vom Thron stößt, das hat ja nicht mal der Strauß bei Adenauer, Kohl und Co. geschafft) und einenFrontalschaden bei den Sondierungen Clown, den Mautisten Dobrindt, der seine eigene "Schwachsinnsfrist" zur Endlagerung vermutlich witterte, als die Grünen (Achtung, reine Spekulation) auf seiner Ablösung bestanden haben und die Kanzlerin nur stumm genickt hat. Der Sprechautomat findet es "schade", dass die lustige Bolzrunde vorbei ist, so reden Kinder, die man bei IKEA vom Bällebad abholt. Ein Tag tiefen Nachdenkens würde auch der Kanzlerin mal guttun, was macht die denn eigentlich während solcher "Sondierungen", nächtelang unter der Bank in Whatsapp surfen? Und die Grünen können die weit vorausgeschobenen Allerletztfristen für die Einführung der Solent-green-Ökodiktatur wieder weiter nach vorn ziehen, von 2050 auf 2032 zum Beispiel, also darf ich mit meinem Benziner noch bis zur TÜV-Scheidung fahren, z. B. über die Alpen wie Hannibal mit stinkenden Kot hinterlassenden Elefanten oder die Nachkriegsdeutschen im VW-Käfer an die Adria. Und überhaupt Italien, die haben ein echtes Flüchtlingsproblem, die müssen Leichenberge entsorgen, nicht bloß Containerdörfer auf Brachwiesen dulden, die hatten ihre letzte stabile Regierung unter Mussolini, wenn ich mich recht entsinne! Kurz, wenn wir hier keine Allparteienkoalition mit Volksbefragungen hinkriegen wie die Schweiz, freuen wir uns doch an einem Hauch italienischer Lebensart und lassen la Mamma wie schon in unserer Kindheit, bei den ewigen Zänkereien über dem Gänsebraten am Familienweihnachten, mit wechselnden Mehrheiten weiterwursteln!

     

     


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  • Spielzeug-ScheiterhaufenDie erste Ketzerverbrennung fand in Köln 1146 statt, am 5. August 1161 wurden aus Flandern durchreisende Katharer verbrannt, vier Männer und ein Mädchen, wobei letzteres von der mitleidigen Volksmenge fast gerettet worden wäre, hätte es sich nicht denen, die es aus derLuther als Lebkuchen Hinzurichtendengruppe herausholten, stracks entzogen und wäre "freiwillig" in die Flammen gehüpft. Alljährlich erinnert die Nubbel-Verbrennung nach den Karnevalstagen, begleitet mit frommen Liedern und nur zu oft mit mehr oder minder "echtem" priesterlichem Segen an diesen Kölner Volkssport. 1520 wurden natürlich die Schriften Martin Luthers in Köln verbrannt, und wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald auch Menschen: der Protestant Peter Fliesteden ließ 1529 auf dem Scheiterhaufen sein Leben (vom Henker angeblich "versehentlich" mit der Kette erdrosselt) und die Postmeisterin Katharina Henot wurde 1627 die bekannteste Kölner "Hexe", als man sie in einer kleinen "Strohhütte" auf der Hinrichtungsstätte in Melaten verbrannt (ebenfalls zuvor erdrosselt). Nachdem sogar eine Schule nach ihr benannt ist, hat der Stadtrat von Köln die Hexen in einem merkwürdigen Retro-Schauprozess rehabilitiert. Jetzt wird auch Martin Luther, der ebenfalls zu den paranoischen Hexenwitterern und -jägern zählte, in Köln geehrt. Die neuen Thesen, es sollen laut einem Zettel am kölner Dom "500" sein, werden nicht mehr in Wittenberg angeschlagen, sondern als Lebkuchen in hiesigen Kettenbäckereien (Backofen! Lebkuchen! merkt ihr nix?) unters Volk gebracht. Der Kölner Dom ist ja eigentlich sowieso von einem protestantischen König zu Ende gebaut worden, und ursprünglich mal als ökumenische Kultstätte geplant. Damit wollten die Preußen die hiesige katholische Bevölkerung mit den hierhin entsandten Beamten aus Berlin versöhnen. Dem wurde grinsezwinkernd zugestimmt und hinterher gleich anders gehandelt, die Evangelischen kriegten Groß Sankt Martin als Ausgleich und gaben ihre Nutzungsrechte am Dom ab, sonst wär es uns ergangen wie den Erfurtern, wo bis heute der Dom zwiekonfessionell genutzt wird und es einst an Sonntagen drauf ankam, wer früher aufstand und am Ort war: Der durfte die erste Messe lesen. Aber der Dom wird von vielen interessierten Gruppen genutzt. Kein in Köln verfertigtes oder vertriebenes Produkt, das nicht mit Domsilhouette beworben wird, das "public viewing" der Fußball-WM findet dort statt, die verkorksten Sylvesterfeiern wurden vom Bahnhof vor den Dom verlegt, Bettler, Pflastermaler und Pantomimen tummeln sich gemeinsam mit Trickbetrügern und Taschendieben, ganz wie im Mittelalter, die Antifas demonstrieren dort gegen die AfD, das Domkapitel schaltet bei rechten Demos die nächtliche Illumination aus, ein inzwischen verstorbener in der roten Wollsocke gefärbter Antisemit hing, touristenfototrächtig, antijüdische Karikaturen als eine Art Wandzeitung vor den Dom, kurz, was die Welt bewegt, ärgert und verrückt macht, zeigt sich in und an und vor die Kathedrale. Eigentlich sollten wir die Ketzer der Gegenwart auch auf der Domplatte verbrennen, dann kriegt die Öffentlichkeit was davon mit. Dazu passt ein feiertagsgemäßes nettes Geduldsspiel, das derzeit im rechtsrheinischen Mülheim bei E-bay vertickt wird, ein lustiger zusammensteckbarer Scheiterhaufen. Kinderleicht ist es nicht: Vor dem Anzünden muss herausgeknobelt werden, wie man ihn sinnvoll aufbaut, und anzünden lässt er sich wohl nicht ohne Weiteres, mit Kerzenwachs als Brandbeschleuniger schon besser!

     


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  • D'r Müller aka demiemonde"The future belongs to those who believe in the beauty of their dreams." Diesen erbaulichen Satz von Eleanor Roosevelt hat Margarita Mathiopoulos noch immer auf ihrer Startseite, ebenso wie die Bezeichnung "Doctoressa" vor ihrem Namen. Für diesen akademischen Titel hat sie 31 Jahre beschwerlicher Arbeit auf sich genommen, am Ende hat aber die letzte Prüfungsinstanz, des Bundesverwaltungsgericht, festgestellt, dass Anfang der 1990er Jahre eine frühere Instanz, die Nachprüfungs-Prüfungskommission der Universität Bonn, D'r Müller aka demiemondezu Recht davon abgesehen hatte, "eine nicht geringe Zahl von Verstößen gegen das Zitiergebot und gravierende methodische Mängel" zum Anlass zu nehmen, ihr den Gradus ad parnassum zu entziehen, weil sie nicht mit Täuschungsabsicht, sondern halt "nachlässig" gehandelt habe, als sie 1986 eine Dissertationsschrift in Bonn einreichte, in der es von abgespickten Fremdtexten nur so wimmelte. Genauer nahm man es erst nach der Erfindung des Internetz und der "Vroniplag"-Schadstoffsoftware zur Unterminierung gut abgesicherter Titeleigentümer (2011), weshalb dieselbe Universität den vorab vergebenen "Bestanden"-Titel (Dr. best.) dann doch noch rückgängig machen durfte, so dass die Führung des Doctoressa-Titels zwischen 1986 und 2017 quasi illegal erfolgt sei. Diese 31 Jahre müssen nDruidenbüroun also von vorn nach hinten abgewickelt werden; es war für die Kandidatin eine Zeit der Prüfungen, copyofacopyzwei Generationen "lebenslanges Lernen" gewissermaßen, bei welchem leider der höchste Grad des Parnassos, die Meisterschaft vom Stuhl verfehlt wurde: der Pressesprecherinnentitel der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), von Doktorandinnenförderer Willy Brandt verliehen, dieser Kelch wurde gestürzt bzw. ging 1987 an Frau Mathiopoulos vorüber, und der von ihr ganz begeisterte Vorsitzende stürzte gleich mit (damals prägte Dr. Friedhelm Farz-, äh, Fahrtmann, der in Personalunion vereinte Kautsky und Gramsci des NRW-Landesverbandes, den schönen, als Wahljahr-Werbe-Idee wiederzubelebenden Ausdruck "Tittensozialismus"), weil in dieser uralt-männlichen Volks(schullehrerinnen)partei nur Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat/in/en ohne Abitur reüssieren. Deshalb war der einzige einigermaßen erfolgreich agierende Räuberhauptmann der SPD ein Herr Lassalle (der seine Fleißarbeit über "Herakleitos den Dunklen" und seine Fragmente vorsichtshalber dann doch nicht bei Professor Boeckh an der Berliner Uni einreichte), während Dr. Marx und Dr. Liebknecht ihre Pressesprecherzeit wesentlich im Ausland oder im Knast verbracht haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Damals, 1986, hatte Margarita Mathiopoulos ein Hebammerich namens Prof. Dr. Bracher zu dem Examen verholfen, dessen Zertifikat (links oben: Abbildung ähnlich!) rückblickend allerdings so viel wert ist wie falsch Geld oder ein ungedeckter Scheck. Insgesamt gingen, das steht in Wikipedia, D'r Müller aka demi(e)mondeaus den Lenden des Professors Bracher 132 Doktorkinder hervor, das ist eine Nachkommenschaft biblischen Ausmaßes, für die der Erzeuger seinerseits noch jede Menge Ehrendoktorate einheimste, vom Orden "pour le merite" und dem Großen VerdieMarx in Biberachnstkreuz mit Stern und Schulterband mal ganz abgesehen. Da blieb wohl keine Zeit, bei den Elaboraten von Adepten der Wissenschaft genauer nachzuschlagen, ob sie Thesen andernorts entlehnen. Ich hab selber erlebt, wie ein Aufsatz von mir geplündert wurde, eingangs zwar lobend erwähnt, aus dem sich jemand Zitat für Zitat guttenborgte und zwar nur die, die der betr. These in den Kram passten. Muss die Mathiopoulos ihr Diplom jetzt eigentlich zurückschicken oder reicht ein Nachweis der fachgerechten, umweltschonenden Entsorgung im Papiercontainer? Jemand könnte es aus dem Mülleimer herausfischen und den eigenen Namen hineinkopieren, sich in irgendeiner der aufstrebenden kleinen Rechtsparteien als falscher Doktor anheuern lassen! In Köln gab es übrigens mal einen Hausmeister, der sich aus Ärger über einen benachbarten Mülleimer mit Doktortitel ebenfalls "Dr Müller" auf den Mülleimer schrieb (früher waren die Dinger aus Metall und man musste die Namen der Befüllenden draufschreiben), auf Befragen, wie er dazu käme sich den Titel zuzulegen, ohne je auf einer Akademie gewesen zu sein, erklärte er, man nenne ihn (im kölschen Dialekt) im ganzen Viertel nur immer "D'r Müller", und da schreibe er diesen Namen eben auch auf seinen Mülleimer, basta.


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  • Bonjour la France - die Wahl! fällt nicht schwer, oder? man weiß zwar links nicht was drin ist, aber rechts, was letztlich dabei herauskommt.

    Makrone  .........oder...........Marine


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  • aus dem NRW-Programm der Partei Die Piraten (wörtliche Zitate in Fettdruck wiedergegeben)plakate der "Partei" und der "Piraten"

    Eine von der sich zur Wahl stellenden NRW-Piratenpartei beabsichtigte Gesetzesreform...

    ...soll in der Hinsicht in das bestehende Urheberrecht eingreifen, als dass es sich dem digitalen Wandel nicht mehr verschließt, Missverständnisse und Missstände ausräumt und das in Schieflage geratene Gleichgewicht zwischen Urhebern, Rechteverwertern und der Allgemeinheit zugunsten der Kulturschaffenden und Verbrauchern wiederherstellt.

    Und eure Lektoren und Texter, werden die mit Legosteinen bezahlt? Ein Gleichgewicht "zugunsten der Verbrauchern" wiederherstellen, das klingt ja nach schönen Gedichten von Ernsten Jandln! Aber hören wir weiter! Es sollen auch...

    Für diese Reform sollen die im Urheberrecht verankerten Zugeständnisse an die Allgemeinheit, die Urheberrechtsschranken, deutlich ausgeweitet werden.

    Okay, Zeichensetzung ist auch nicht so eueres. Und stilistisch: Schranken ausweiten, ist das nicht wie Mehrwert vermindern? geht das nicht nach hinten los?

    Ferner soll die Geltungsdauer ... herabgesetzt werden. Die Dauer des Urheberrechts soll höchstens bis 10 Jahre nach dem Tod des Urhebers gelten.

    Ach so, nicht erst siebzig, sondern schon zehn Jahre nach dem Ableben einer Komponistin oder eines Schriftstellers werden deren Erben enteignet. Und wenn ich eine Fabrik gründe oder ein Stück Land rode, wird die oder das auch zehn Jahre nach meinem Tod zum Allgemeingut?

    Während früher der Freund eine Schallplatte auf Kassette überspielte und so die Musik einem Freund zugänglich machte, ist der damals zeitraubende Vorgang heute in Sekundenschnelle über das Internet möglich. Das Prinzip ist das gleiche.

    Schön und gut, aber der Klang von schicken teuren Schallplattenspielern war anders als das Geplärr aus dem Ghettoblastern. Und die Kassette war irgendwann abgenudelt oder der Salat quoll vorn aus dem Plastikgehäuseschlitz raus. Dann war Schluss mit der Gratisnutzung, und die inzwischen gereiften, nicht mehr vom Taschengeld, sondern vom Bafög oder vom ersten Gehalt gesegneten Halbwüchsigen kauften sich dann doch noch, nostalgisch gerührt vom Punk ihrer Jugend, die LP samt Cover und Beiheft. Während das geklaute Digitalgut sich nie abnutzt und perfekt kopiert (und ggf. ohne Qualitätsminderung als Piratenprodukt weiterverkauft) werden kann. Und die Hersteller der Kassettenrecorder zahlten, anders als die Hersteller internetfähiger PCs oder Applemacs, eine Pauschale an die GEMA, wie die Hersteller von Fotokopiergeräten an die VG Wort. Aus der wurden die Urheber der schönen, zeitverkürzenden und lebenserfreuenden Künste vergütet.

    Aber bevor ihr weiter Quatsch erzählt, liebe Mixtape-Börsianer, hier ein Tip: Der Urheberschutz eines Werkes, dessen Nutzungsrecht der Künstler zu Lebzeiten verkauft hat, erlischt nach siebzig Jahren, nicht das unveräußerliche und immerwährende "Urheberrecht". Die Oper Don Giovanni ist immer noch von Mozart, kapiert? und wer seinen eigenen Namen auf die Partitur schreibt (oder das eigene Bild mit dem Namen Picasso signiert), klaut (und lügt obendrein). In den heute gemeinfreien Seefahrerromanen waren Piraten nicht wirklich die Guten!

    Ein digital verfügbares Kulturgut wird durch kopieren oder Teilen niemandem genommen, es stellt vielmehr eine Bereicherung für andere Menschen dar.

    Durch "das Kopieren", ein substantiviertes Verbum wird zum Substantiv und daher auch nach neuer Schlechtschreibregel groß geschrieben, kommt viel Blödsinn unter die Leute. Mit Tinte auf Kalbshaut abschreiben hält länger! Wusstet ihr, dass weniger als ca. 10 % der antiken Literatur überliefert ist und nachgelesen werden kann? Klar, am Ende der Verwertungskette bereichern sich andere Menschen daran - beispielsweise Raubdrucker und andere Content-Geier, die per "Copy on demand and paste it for the money" das kostenlose pdf-Angebot an gemeinfreien Büchern des 19. Jhds. von google und Bayerischer Staatsbibliothek herunterladen, womöglich noch per OCR-Schrifterkennung einlesen und als angebliche Verleger (von miserablig zusammengepappten Ausdrucken in grauenhaft gestalteten Broschurklappen) zugleich als e-books auf den Markt werfen, in der Hoffnung, irgendwer vom Verband analphabetischer Blindschleichen hält das dann für eine seriöse, redaktionell betreute oder gar durch Kommentierung und Einleitung angereicherte Neuerscheinung.

    Wir streben die strikte juristische Trennung zwischen kommerzieller Verwertung und nicht kommerzieller Verwertung an. Dabei soll nicht kommerzielle Verwertung grundsätzlich frei von Urheberrechtsabgaben und den Folgen von Urheberrechtsverstößen erfolgen können.

    Ihr wisst schon, dass z. B. das Hochladen von Bildern aller Art auf Facebook der kommerziellen Anzeigenwerbung dient, oder?

    Von öffentlichen Geldern finanzierte oder mitfinanzierte Forschungsergebnisse, Kulturgüter oder andere dem Urheberrecht unterworfene Inhalte oder Produkte sollen der Öffentlichkeit kostenlos und unter freien Lizenzen zur Verfügung stehen.

    Dumm nur, dass die meisten Drittmittelfinanzierungen beispielsweise bei Ausstellungen so geregelt sind, dass Einnahmen aus dem Projekt (Eintrittsgelder) beim Beantragen einkalkuliert werden müssen. Von der Selbstbeteiligung (ein Drittel) ganz zu schweigen. Diese Eigenleistung geht dann neben der von mir eingeworbenen privaten Spende auch unwiederbringlich an die Allgemeinheit, stimmt's?

    Die Panoramafreiheit ist zu gewährleisten. Um das weiterhin sicherzustellen, wollen wir uns auf allen Ebenen dafür einsetzen.

    Ach, das meinte Brecht mit den "Mühen der Ebenen"? Und was ist mit der Freiheit der Alpen, oder liegen die weiter an der Gebirgskette? - Sprich, jeder dämliche Ansichtskartenfabrikant darf ein Denkmal oder eine Skulptur, die der Künstler in der Regel für nullkommagarkein Honorar in den öffentlichen Raum stellt (wisst ihr, was so ein Bildhauer für Ateliermiete zahlt, was er für Materialkosten hat?), in alle Ewigkeit und grenzenlos vermarkten, dafür sorgt ihr ja. Schon mal was von diesem Künstler "Christo" gehört?

    Ferner setzen wir uns dafür ein, vorhandene Einschränkungen in Innenräumen, bei Texten und 3D Kunstwerken zu überprüfen und, wo sinnvoll, abzuschaffen.

    Bei Texten in Innenräumen kenn ich mich gut aus. Die Nutzung meiner in der Regel nicht honorierten wissenschaftlichen Texte als e-Book soll stets uneingeschränkt und auf Ewigkeit gelten, so steht es in den Verträgen, und selbst das kommerzielle Veräußern dieser Nutzungsrechte an Dritte soll ich für immer einräumen. Vom Werk heißt es dann immer gern "ganz oder in Teilen", sprich: ein Sammelband darf in einzelne Aufsätze verhackstückt und die Rechte zur e-Nutzung Dritten entgeltlich überlassen werden, d. h. auf Dauer stehen Aufsätze in ganz anderen Kontexten, angeboten von Bezahlportalen wie sie in den USA die Wissenschaftslandschaft allmählich dominieren. Immer, wenn einer den Text zum Herunterladen anklickt, klingelt bei Anbietern - die gern auch mal Werbung egalwelcher Art und für was auch immer in die Randleiste stellen - die Registrierkasse, während der Autor leer ausgeht. Kopierabgabe, VG-Wort Vergütung? Fehlanzeige! Wenn sie eine CD-Rom produzieren würden , könnte ich sie bei der VG Wort anmelden, ein e-book nicht. Danke, Piraten, für eure Offenheit, mit der ihr mir klarmacht, dass niemand euch wählen sollte, der zu Wohl oder Wehe von dem Verkauf der Nutzungsrechte an seinen Werken leben muss.

    Den betreffenden Beitrag habe ich damals übrigens nicht geschrieben, weil den ahnungslosen, an einer Universität angestellten oder schon verbeamteten Herausgebern verlagsseitig klargemacht wurde, dass eine Ausnahme von der e-Book-Vermarktung nicht möglich sei. Verhandlungen wurden mit mir als dem Autor des Ganzen gar nicht erst geführt. Das hatten die Sammelband-Herausgeber vorher schon vertraglich vereinbart und sei nun mal so, friss oder stirb, e-publish or perish.

     


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