• Regt euch nicht auf, Leute. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Und die Generale sollen mal schön in den Kasernen bleiben und nicht gleich die Rundfunksender übernehmen. Da sind ein paar völlig Durchgeknallte schon aus den Vorverhandlungen von Verhandlungen ausgestiegen, ist doch prima. Dieser nervöse junge Springinsbundestagsbett, FDP-Chef Lindner, erklärt, es wäre besser, wenn er nicht regiert. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung und doch per se lobenswert. Schlecht regieren kann die Merkel bestimmt besser ohne Dummsprüche von der Zahnärzte- und Mövenpickhotelierslobby. In "spätrömischen Verhältnissen" gab es einen Kindskaiser, der bei wechselnden Legionärsmehrheiten auf den Thron geputscht wurde und in Trier regierte; das Oberkommando der Wehrmacht im Kölner Prätorium ließ ihn ab und zu antanzen und die Bierdeckelsteuererhöhung unterschreiben. Das wollen wir doch nicht, oder? und die CSU, die schon damals in Gestalt der Agilolfinger immer querschießen musste, hat sowieso einen Sprechautomaten in die Verhandlungen geschickt (den Agitpropfinger Seehofer, der gern in die Geschichte eingehen will als der Bayernfürst, der einen CDU-Kanzler vom Thron stößt, das hat ja nicht mal der Strauß bei Adenauer, Kohl und Co. geschafft) und einenFrontalschaden bei den Sondierungen Clown, den Mautisten Dobrindt, der seine eigene "Schwachsinnsfrist" zur Endlagerung vermutlich witterte, als die Grünen (Achtung, reine Spekulation) auf seiner Ablösung bestanden haben und die Kanzlerin nur stumm genickt hat. Der Sprechautomat findet es "schade", dass die lustige Bolzrunde vorbei ist, so reden Kinder, die man bei IKEA vom Bällebad abholt. Ein Tag tiefen Nachdenkens würde auch der Kanzlerin mal guttun, was macht die denn eigentlich während solcher "Sonderungen", nächtelang unter der Bank in Whatsapp surfen? Und die Grünen können die weit vorausgeschobenen Allerletztfristen für die Einführung der Solent-green-Ökodiktatur wieder weiter nach vorn ziehen, von 2050 auf 2032 zum Beispiel, also darf ich mit meinem Benziner noch bis zur TÜV-Scheidung fahren, z. B. über die Alpen wie Hannibal mit stinkenden Kot hinterlassenden Elefanten oder die Nachkriegsdeutschen im VW-Käfer an die Adria. Und überhaupt Italien, die haben ein echtes Flüchtlingsproblem, die müssen Leichenberge entsorgen, nicht bloß Containerdörfer auf Brachwiesen dulden, die hatten ihre letzte stabile Regierung unter Mussolini, wenn ich mich recht entsinne! Kurz, wenn wir hier keine Allparteienkoalition mit Volksbefragungen hinkriegen wie die Schweiz, freuen wir uns doch an einem Hauch italienischer Lebensart und lassen la Mamma wie schon in unserer Kindheit, bei den ewigen Zänkereien über dem Gänsebraten am Familienweihnachten, mit wechselnden Mehrheiten weiterwursteln!

     

     


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  • Spielzeug-ScheiterhaufenDie erste Ketzerverbrennung fand in Köln 1146 statt, am 5. August 1161 wurden aus Flandern durchreisende Katharer verbrannt, vier Männer und ein Mädchen, wobei letzteres von der mitleidigen Volksmenge fast gerettet worden wäre, hätte es sich nicht denen, die es aus derLuther als Lebkuchen Hinzurichtendengruppe herausholten, stracks entzogen und wäre "freiwillig" in die Flammen gehüpft. Alljährlich erinnert die Nubbel-Verbrennung nach den Karnevalstagen, begleitet mit frommen Liedern und nur zu oft mit mehr oder minder "echtem" priesterlichem Segen an diesen Kölner Volkssport. 1520 wurden natürlich die Schriften Martin Luthers in Köln verbrannt, und wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald auch Menschen: der Protestant Peter Fliesteden ließ 1529 auf dem Scheiterhaufen sein Leben (vom Henker angeblich "versehentlich" mit der Kette erdrosselt) und die Postmeisterin Katharina Henot wurde 1627 die bekannteste Kölner "Hexe", als man sie in einer kleinen "Strohhütte" auf der Hinrichtungsstätte in Melaten verbrannt (ebenfalls zuvor erdrosselt). Nachdem sogar eine Schule nach ihr benannt ist, hat der Stadtrat von Köln die Hexen in einem merkwürdigen Retro-Schauprozess rehabilitiert. Jetzt wird auch Martin Luther, der ebenfalls zu den paranoischen Hexenwitterern und -jägern zählte, in Köln geehrt. Die neuen Thesen, es sollen laut einem Zettel am kölner Dom "500" sein, werden nicht mehr in Wittenberg angeschlagen, sondern als Lebkuchen in hiesigen Kettenbäckereien (Backofen! Lebkuchen! merkt ihr nix?) unters Volk gebracht. Der Kölner Dom ist ja eigentlich sowieso von einem protestantischen König zu Ende gebaut worden, und ursprünglich mal als ökumenische Kultstätte geplant. Damit wollten die Preußen die hiesige katholische Bevölkerung mit den hierhin entsandten Beamten aus Berlin versöhnen. Dem wurde grinsezwinkernd zugestimmt und hinterher gleich anders gehandelt, die Evangelischen kriegten Groß Sankt Martin als Ausgleich und gaben ihre Nutzungsrechte am Dom ab, sonst wär es uns ergangen wie den Erfurtern, wo bis heute der Dom zwiekonfessionell genutzt wird und es einst an Sonntagen drauf ankam, wer früher aufstand und am Ort war: Der durfte die erste Messe lesen. Aber der Dom wird von vielen interessierten Gruppen genutzt. Kein in Köln verfertigtes oder vertriebenes Produkt, das nicht mit Domsilhouette beworben wird, das "public viewing" der Fußball-WM findet dort statt, die verkorksten Sylvesterfeiern wurden vom Bahnhof vor den Dom verlegt, Bettler, Pflastermaler und Pantomimen tummeln sich gemeinsam mit Trickbetrügern und Taschendieben, ganz wie im Mittelalter, die Antifas demonstrieren dort gegen die AfD, das Domkapitel schaltet bei rechten Demos die nächtliche Illumination aus, ein inzwischen verstorbener in der roten Wollsocke gefärbter Antisemit hing, touristenfototrächtig, antijüdische Karikaturen als eine Art Wandzeitung vor den Dom, kurz, was die Welt bewegt, ärgert und verrückt macht, zeigt sich in und an und vor die Kathedrale. Eigentlich sollten wir die Ketzer der Gegenwart auch auf der Domplatte verbrennen, dann kriegt die Öffentlichkeit was davon mit. Dazu passt ein feiertagsgemäßes nettes Geduldsspiel, das derzeit im rechtsrheinischen Mülheim bei E-bay vertickt wird, ein lustiger zusammensteckbarer Scheiterhaufen. Kinderleicht ist es nicht: Vor dem Anzünden muss herausgeknobelt werden, wie man ihn sinnvoll aufbaut, und anzünden lässt er sich wohl nicht ohne Weiteres, mit Kerzenwachs als Brandbeschleuniger schon besser!

     


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  • Als ich den letzten Blogbeitrag schieb, ahnte ich kein bißchen, was für Sommertage noch auf mich zukommen würden, und das ist auch schon wieder dermaßen lange her, dass selbst der Sommer-Bestandteil schon nicht mehr ganz wahr ist. Von den richtig üblen *§%?!-Tagen fange ich besser nicht erst an, aber dazwischen will ich einen hervorheben. Wir haben schon längere Zeit an unserem heimischen Sprudelwassergerät herumlaboriert, die Flaschen gibt es einfach nicht nachzukaufen, weil das System zum Einschrauben geändert wurde, die letzten dieser Flaschen mit kreuzförmigen (!) Halterungen im Gewinde hatten wir bei Oxfam im Gratis-Korb mitgehen heißen und davon haben wir nur noch eine und die ist auch nicht mehr ganz schön. israelisch-palästinensischer Aufkleber für SodastreamZufällig bot nun eine bekannte Supermarktkette ein Neu-Gerät desselben Herstellers feil, und zwar ein echtes Update (Glas- statt Plastikflaschen) und für nur XXL statt XXXL Euro, zufällig lag der Laden auch in der Nähe des Krankenhauses, so dass ich mit meiner damals bettlägerigen Zuguterletztlebensabschnittspartnerin verabredete, so ein Dings zu kaufen, was denn auch fast problemlos gelang. Es war nämlich sehr groß und musste zu Fuß nach Hause getragen werden. Dort las ich eine umständliche Gebrauchsanleitung und packte alles schön aus, auf der Packung war da ein Kleber, der die Ware als friedliches Koprodukt von Palästinensern und Israelis auswies, ich liebe ja solche Hinweise und zürne meiner Ehefrau noch immer, dass sie den "ökologisch-wertvoll"-Aufkleber (stromverbrauchsarm, Wasserersparnis usw.) sofort von der Waschmaschinenfront abgezurrt hat, statt ihn den übrigen Nutzern der Waschküche stolz und vorbildhaft vorzuzeigen. Hier war nun der Friedenskleber auf der Packung, in Silber und Blau, und ich will ihn euch nicht vorenthalten. Leider wurde nur eine (Glas-)Flasche mitgeliefert, und die fasst nicht ganz dasselbe Volumen Leitungswasser wie die früheren aus Plastik mit dem veralteten Drehsystem, daher beschloss ich, das Zusatzangebot desselben Discounters auch noch zu erwerben, nämlich die Ersatzglasflaschen, die (auch nicht ganz billig) im Doppelpack verkauft wurden. Kurz, anderntags, voller Vorfreude auf die friedliche Sprudel-Mission, gehe ich ca. 7.00 durch eine der stillen Seitenstraßen unseres genossenschaftlichen Viertels und sehe dort, nicht bei der Ko-, sondern bei der Kotproduktion, den Polarhundwelpen und den Nachbarn, der denselben wohl nicht mehr, jedenfalls nicht bei Tageslicht, vor unseren Terrassenbalkon, zugegeben, sondern an die Ecke Dingsheimer zur Dummszwister Straße in einen anderen Vorgarten ausführt. (Viele Friedensprozess erfolgreich abgeschlossenHunde hier haben kein abwechslungsreiches Leben, werden höchstens 10 Schritt straßenauf- oder ab geführt.) Durch diese Straße ging ich neuerdings des öfteren, weil ich das etwa 20 Min entfernte Krankenhaus zweimal am Tag aufsuchte, und zuletzt hatten sich pogromartige Szenen abgespielt. Ich hatte nun ja Gelegenheit, die Wiese vor unseren Schlaf-, Arbeits- und Wohnzimmerfenstern 2 x täglich zu prüfen und Hinterlassenschatfen, die die Hundehalter dort vergessen haben, sorgsam aufzusammeln, mit Hilfe einer pappverstärkten Reklame oder genossenschaftlicher Rundbriefe höchst sozialdemokratisch gerecht auf dem Bürgersteig zu verteilen, so dass die gesamte Front des Hauses genug abbekommt. Seit da auch noch die Verbotsschilder stehen, ist es zwar weniger geworden, aber immer noch genug, dass Passanten, oft Hundehalter, hineintreten, die arglos oder in ihr Handy vertieft ihres Hundes / ihrer Schritte nicht achten, und Schlechtwetter verteilt den braunen Brei, der sonst vor unserer Terrasse schwappen würde, so recht über die ganze Fläche des Bürgersteiges. Nun hatte ich auch noch eine der besonders hartnäckigen Scheißerinnen ertappt, wie sie ihren Wauwau bei der Etagennachbarin vor das Küchenfenster führte, ich kam grade zurück von einem Unfallort, wo ich verspätete Beweissicherung gemacht hatte, und hatte meine Kamera daher schon in der Hand, und fotografierte auch ausgiebig - die Genossenschaft hatte mir anlässlich einer Beschwerde ausdrücklich geraten, das zu tun. Mein Fotoapparat löste heftiges Gezeter bei der Porträtierten, anderntags eine große Hundehalterkonferenz auf derselben Wiesenfläche (die Hunde "kamen zu Potte" dabei), und eben auch das besagte Pogrom in der Dummzwister Straße aus. Ich würde illegal Leute filmen, zudem den Bürgersteig verunreinigen, man werde das Ordnungsamt holen usw. Etwa vier bis fünf Leute beteiligten sich daran, ferner auch das Polarhund-Ehepaar, dessen männliche Hälfte nun wiederum um 7.30 den Polarhundwelpen (ob sie den großen noch haben, entzieht sich meiner Kenntnis, vielleicht leben sie von der Hundezucht, würde mich als Lebensmodell hierorts nicht verwundern) in den Vorgarten seiner Nachbarn (natürlich nicht den eigenen) führte. Beim Gezeter der Weiber und o. g. Pogrom war ich völlig still und passiv geblieben, hatte nur nett gefragt, ob die Dame, die sich gefilmt wähne (konnte Film und Fotoapparat nicht auseinanderhalten) denn "Juhutjuup" kenne. mit hundi kacki gehenproserpina_mit_zerberusLeben vor dem Küchenfenster der anderenAber Herr Polarhund unterschied sich insofern, als er in dem Haufen pöbelnder Megären und sonstigem Abschaum der einzige männliche Schreier war und mir Prügel angedroht hatte. So auch jetzt, als ich, unterwegs zu meiner Nahost-Friedenssprudelmission und voller Gedanken an Flaschen und Flüssigkeiten, ihn nicht weiter beachtend auf der anderen Straßenseite vorüberging: "Ich schlaach disch kapott, dir polier ich die Fresse", so und ähnlich äußerte sich Herr Polarhund, und  an diesem Morgen, in aller Frühe bei menschenleerer Straße war es mir einfach zu arg, ich durchmaß die Dummszwisterstraße und war mit wenigen Schritten bei und vor ihm. "Du willst mich also schlagen", redete ich ihn an und duzte gleich frei nach Heines Motto, nur wenn wir im Kot uns fanden, / da verstanden wir uns gleich - "dann machs dioch mal, los jetzt, schlag zu" (das wiederholte ich in dem folgenden Dialog der Taubstummen wohl ein dutzendmal).  Er kniff leicht verdutzt die Augen zusammen, rückte mir auch bedrohlich auf die Pelle, vielleicht mit geballten Fäusten - das sollte wohl eindrucksvoll abschrecken, aber ich wich keinen Millimeter zurück, wobei sich leider für meine Nase herausstellte, dass er den Hals nicht gewaschen hatte. Er war überhaupt noch im Kurzhosen-Pyjama unterwegs, die nackten Füße in Gummisandalen, der weit besser gepflegte Hund schnoberte in dem fremden Vorgarten herum, pißte, gesellte sich dann zum ungepflegten Herrchen. Ich, ungeduldig: "Na los doch, mach schon! Jetzt kannst du doch, ist keiner in der Nähe..." Er zog ein Gesicht, als hätte ich ihm einen Fuffie angeboten, der aber Falschgeld zu sein schien, "nachher krieje isch nochen Anzeijebei der Pollezej, wenn ich en '***schloch wie dich..." stammelte er jetzt. Ich hielt ihm demonstrativ die Backe hin und tippte darauf. "Hier. mach schon, nicht bloß labern, oder soll ich die Brille abnehmen? Mache ich, wenn du dich dann traust" usw. Okay, er war etwas kleiner gebaut, aber bestimmt skrupelloser als ich, er hätte mir ja jetzt wirklich eins auf die Zwölf geben oder mich niederwerfen und mit meinem Schädel Fußball spielen können, womöglich mit schlimmen Folgen, ein Äderchen platzt an der Schläfe und aus wär's mit den ganzen Bildungskram, den Fremdsprachen und dem aufgespeicherten Wissen über das 19. Jahrhundert. Besttseller, eine Art Buch zum FilmAndererseits, er hatte eine kugelige Riesenwampe und trug Gummisandalen, ich hatte wenigstens Schuhe an, wenn auch nicht die mit den Stahlkappen (und nahm mir stillschweigend vor, die öfter wieder anzuziehen, wo jetzt Herbst wird). Jedenfalls wich ich nicht von der Stelle und starrte ihn ohne mit der Wimper zu zucken an: "Du bist also ein Feigling, was? eine Labertasche, die nur dummes Zeug schwätzt", tatsächlich ging in diesem Moment eine Tür auf, zwei afrikanische Jungs verließen das Haus gegenüber, gingen ihrer Wege wohl zur Schule. Nee, fing er an, nicht unter Zeugen (obwohl die sich grade entfernten), er werde mich ein andermal fertig machen, und überhaupt, da drüben (er wies unbestimmt in Richtung Dingsheimer Straße) wohnten noch andere, die würden mich vermöbeln - nach und nach rückte er ab, und je größer die Distanz wurde zwischen ihm und mir, der ich wie angewurzelt stehenblieb (ich rief dann immer ganz freundlich "Na, Feigling?", "komm doch endlich", "du quasselst doch nur rum und machst nichts!" usw. dazwischen), desto lauter pöbelte und schimpfte er weiter, wobei erst richtig ungewaschenes Zeug aus seinem Mund purzelte. "Wenn du noch einmal wagst, eine Frau anzugreifen, du Drecksack... das ist nicht deine Wiese...", er und "die anderen" würden mir nachts auflauern... und außerdem: "Ich schreib dir in dein Internet!", das schien die stärkste Drohung zu sein, aber nein, er hatte noch mehr zu bieten. "Ich arbeite bei der Zeidung!" und das würde ich noch sehen, was das heißt, denn er arbeitet bei der Zeidung. - Ich war eigentlich ganz nostalgisch gerührt, denn diese Sprache hatte ich zuletzt so mit 10, 12 Jahren vernommen, um 1965-70 in dem Problemstadtteil, wo ich aufgewachsen bin und wo man bestimmte Straßen tunlichst meiden musste: die Labersäcke von damals schlugen wirklich zu, allerdings nur bei kleineren Kindern, spuckten aber, wenn sie ihrer Sache nicht ganz sicher waren (und auch ich wuchs dann mal heran und wirkte martialischer als ich war), wortwörtlich dieselben großen Töne, dir werd ich's zeigen, na warte, und wenn das den Eindruck verfehlt, kommt dies: da drüben wohnen meine Freunde, wahlweise mein großer Bruder, der wird dir einheizen, und so weiter und so blöd. Dass ich das mit meinen grauen Haaren nochmal erleben durfte, schmeckt wie ein köstliches Madeleine im Hustentee meines Alters. - Meine zwei Ersatzflaschen für den Sodasprudler, für den übrigens meine Lieblingsschauspielerin (Scarlett Johansson, aber eigentlich nur in Lost in Translation* und in zwei Woody-Allan-Filmen) trotz Boykottdrohungen Reklame macht, habe ich dann noch bekommen und so eben auch noch mein Scherf zum Frieden im Nahen Osten beigetragen, als Dalai Lahmarsch von nebenan. Und ob ihr es glaubt oder nicht, am selben Morgen finde ich im Bücherkasten (so einer dieser Gratis-Bücher-Verteilstellen steht auch auf dem Platz, wo der Discounter ist) die abgebildete, vergnügliche Fachliteratur, wenn ich das bedenke, was da alles an Streitfällen zusammen kommt, ist das hier doch bloß eine harmlose nette Unterhaltung von Mann zu Mann gewesen.

    *Eine...ääh... "Filmkritik" (hihi) über Lost in translation von Andreas, sabber, Borchholte - lechz, lechz - im SPIEGEL drückt es so aus: "Die erst 18-jährige Scarlett Johansson, Darstellerin der grüblerischen Charlotte, verfügt über eine natürliche Schönheit, eine unprätentiöse Grazie, die selbst dann noch erhalten bleibt, als Coppola Charlotte in einer mädchenhaft rosafarbenen Unterhose inmitten eines von Papierblumen übersäten Hotelzimmers herumfläzen lässt. Sie ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Mit leiser, spöttischer Verwunderung, den Kopf zur Seite geneigt, die Augenbrauen zum Fragezeichen geformt, erwärmt sie sich immer mehr für den älteren Mann, der ihr Vater sein könnte..." usw.


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  • Echt nicht mein TagEiner Sportsfreundin meiner Liebsten passierte neulich, dass sie den Schlüssel in der Umkleide des Turnerheims liegenließ und, wie alles, was man in Umkleideräumen hinterlässt, war er sofort weg. Sie ging dann nach Hause und beobachtete kurze Zeit später, wie ein Auto vom Hof wegfuhr - leider war es ihr eigenes und sie saß nicht drin! Offenbar war ihr jemand gefolgt und hat nun den Schlüssel zu ihrem Leben, natürlich hat sie gleich alle Schlösser austauschen lassen. - Und was sagen Anwohner der Bonner Straße dazu, wenn ihr gestern noch fehlerfrei geparkter Wagen heute, am Montagmorgen, im Auftrag von einem dieser dämlichen Privatsender (die wir dem im Leokirchhof zu Speyer begrabenen Helmut Kohl und seiner geistig-moralischen Maike zu verdanken haben) abgeschleppt worden ist? Und das nur,  weil man unversehens wichtigen filmkünstlerischen Außenaufnahmen im Weg gestanden hat, für genau die Serien-Gülle, die seit Jahr und Tag in die Hirne der TV-Betrachter eingetränkt wird. Mein Rat an alle Ferienhabenden, die Augen schön offen zu halten und sich nicht von Taschendieben einkreisen zu lassen! Denn gerade wenn man in diesem träumerischen ich-hab-doch-Urlaub-Modus versinkt, ist man leichte Beute für bösen Überraschungen des Alltags!Darwin sträubt sich der Bart: Gehbehinderte Meisen füttern, und das im Sommer?

    Hält schön still für die Aufnahmeherabhaengendes Eichhörnchen am GitterDas Eichhörnchen auf dieser Seite läßt sich auch gern hängen, es chillte in der abgebildeten Position geschlagene zehn Minuten "ab", war aber noch keineswegs als Wildpret vorgesehen. Eigentlich dachte ich, sowas machen nur die Bonobos oder ähnliche affenartige Verwandten des Zweibeiners namens Homosapiens. Diese sonst eher hektischen Eichhörner machen aber, im Gegensatz zum gestreßten Nüssefuttergeber, auch gern mal "Pause" und sitzen still und stumm da und gucken ins Leere. Beim Yoga nennt man das wohl die "Savasana"-Position. - Nach gehabter meditativer Erholung flitzte es dann eilends davon. Der Meisenvogel allerdings hat es auch nicht leicht im Leben, er ist nämlich einbeinig, d.h. das andere Bein steht "atypisch" ab, wie der Orthopäde sagen würde. Das Tierlein klammert sich also mit nur einem Bein an den Knödel resp. Knödelhalter und läßt sich anschließend einfach fallen, findet dann kurz vor dem Boden wieder Aufschwung und flattert davon (die Meisenkollegen stoßen sich immer wieder ab). Wir hatten das arme Einbein schon vor ein paar Wochen zwischen den Futterplätzen herumhüpfen sehen, aber es kam mehrmals wieder und sieht, wie meine Frühstückspartnerin sagt, "inzwischen schon ganz proper aus". Inklusion nun auch auf unserem Balkon! wir haben natürlich nichts gegen Behinderte, wenn sie nicht alles vollscheißen und brav ihre Knödel aufessen.Einbeinige Meise am Knödel

    Was soll das heißen, wenn RTL schreibt, "wir halten unsere Mitarbeiter zu größtmöglicher Ruhe und Sorgfalt an"? Wir wissen doch, dass die Autobahngendarmerie gern mit Schußwaffen herumfuchtelt und im Fall der Übertretung des Vermummungsverbots durchaus freigebig den Wasserwerfer einschaltet. Kann bei der Hitze ja auch eine nette Abkühlung sein. Aber ehrlich, ich möchte in dem Schanzenviertel auch nicht abgemalt sein, wenn da die Autonomen auf die Schaufenster und die Hauptwachtmeister auf die Autonomen einknüppeln. Aber jetzt deswegen "Rock gegen links"-Konzerte ausrufen wie die Bildzeitung und ihr nebenamtlicher Mitarbeiter Heiko Maas? nee, ne? diese Konzerte müssen dann ja auch wieder geschützt werden vor den "Mehr-Stille"-Demonstranten oder vor den fliegenden Yogis, die mit ihren pazifistischen Meditationen vor dem G 20-Gipfel vergebens für etwas mehr Besinnung sorgen wollten! Abends ging der aufgeputschte und bierdürstende Pöbel dann doch im Supermarkt plündern, und zwar eher nicht das vegane Bio-Regal, denk' ich mal.

    Gelangweilter TurmfalkeNicht, dass wir gar keine Medienöffentlichkeit hätten hier; manchmal um die Frühsommerszeit ziehenRechts ist auch nichts los Paparazzis mit wahnsinns-Objektivröhren bewaffnet vor unserer Terrasse auf, ich denk' schon, ich werde endlich anerkannt und berühmt - als VIP und Medienfiffi - oder man ist mir auf die Schliche gekommen und ich bin Objekt skandalöser Enthüllungen geworden - aber nein, sie gehn vorbei und suchen sich andere Fotografierziele, drücken sich wie Wildpinkler ins Gebüsch hinter den Garagen herum und stellen da ihre unglaublichen Geräte auf, als wollten sie mit Theodolithen (der Geodät kommt nie zu spät) den Chimborazzo ausmessen, beobachten aber aufmerksam die alte Ziegelei von hinten, wo jetzt ein Fett- und Schmieröllieferant sein Lager hat. Von da werden wiederum sie scharf beobachtet, denn dort hat sich jahraus, jahrein der Turmfalke eingenistet, seine Gattin habe ich nicht gesehen, und ob da der Nachwuchs mit und ohne Schale herumliegt und bewacht wird, ist auch den Nabubrechern nicht bekannt, ich habe nachgefragt. Tage später war gar nichts mehr los - this bird has flown, singt George Harrison - , es kamen keine Nabu-Beauftragten mehr zum Knipsen. Dafür hatten wir in der Nacht, in der in Hamburg die Twingos in Flammen aufgingen, das schönste Glühwürmchenfeuer in den Stockrosen, und davon habe ich auch ein paar authentische Fotos gemacht, also, das sind hier nicht irgendwelche LED-Konfettipunkte. Leider gehören Glühwürmchen, wie Heinrich Heine dichtete, auch "zu jenen Asras, welche sterben, wenn sie lieben", nach der Paarung mit dem durch Blinksignal angelockten Partner (ob Männchen oder Weibchen leuchten, hängt von der Art des Käfers ab, und bei Tag sind die eher unansehnlich, erinnern an Kakerlaken oder dieses eine Plattencover von Uriah Heep oder von wem) leben die nicht mehr lang. Und so wird es auch mit dem Sommerlochthema "linke Gewalt und Polizeiwillkür beim G-20-Gipfel" sein, im Herbst ist schwupps die Merkel wiedergewählt und Herr Schulz darf dann als Minister irgendein Budget verbraten, z. B. der Glühwürmchen wimmre, schimmrenoch mehr leuchtkäferWirtschaft die begehrten Rettungsmillionen zuschustern, wenn nötig. Aber dass diese Kanzlerin vor der Wahl mal gesagt hat, mit ihr als Kanzlerin gebe es keine Maut, diese freche Lüge hat man ihr gar nicht nachgetragen, und die SPD hat sich bei dieser Abstimmung ungefähr so logisch verhalten wie die pazifistischen Grünen beim Bosnienkrieg, und links wählen? nee, das ist mir doch zu eklig, das hab ich früher mal aus Mitleid getan, damit die armen DDR-Bürger im Bundestag vertreten sind, wohl dieselben, die jetzt mit Pegida-Aufzügen das deutsche Volk arterhalten wollen. Was also wählen? Ich weiß es nicht, vielleicht dann doch Sonneborns Ernstpartei oder die fliegenden Yogis, falls es die noch gibt, die hatten bei weitem die schönsten TV-Werbespots.


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  • D'r Müller aka demiemonde"The future belongs to those who believe in the beauty of their dreams." Diesen erbaulichen Satz von Eleanor Roosevelt hat Margarita Mathiopoulos noch immer auf ihrer Startseite, ebenso wie die Bezeichnung "Doctoressa" vor ihrem Namen. Für diesen akademischen Titel hat sie 31 Jahre beschwerlicher Arbeit auf sich genommen, am Ende hat aber die letzte Prüfungsinstanz, des Bundesverwaltungsgericht, festgestellt, dass Anfang der 1990er Jahre eine frühere Instanz, die Nachprüfungs-Prüfungskommission der Universität Bonn, D'r Müller aka demiemondezu Recht davon abgesehen hatte, "eine nicht geringe Zahl von Verstößen gegen das Zitiergebot und gravierende methodische Mängel" zum Anlass zu nehmen, ihr den Gradus ad parnassum zu entziehen, weil sie nicht mit Täuschungsabsicht, sondern halt "nachlässig" gehandelt habe, als sie 1986 eine Dissertationsschrift in Bonn einreichte, in der es von abgespickten Fremdtexten nur so wimmelte. Genauer nahm man es erst nach der Erfindung des Internetz und der "Vroniplag"-Schadstoffsoftware zur Unterminierung gut abgesicherter Titeleigentümer (2011), weshalb dieselbe Universität den vorab vergebenen "Bestanden"-Titel (Dr. best.) dann doch noch rückgängig machen durfte, so dass die Führung des Doctoressa-Titels zwischen 1986 und 2017 quasi illegal erfolgt sei. Diese 31 Jahre müssen nDruidenbüroun also von vorn nach hinten abgewickelt werden; es war für die Kandidatin eine Zeit der Prüfungen, copyofacopyzwei Generationen "lebenslanges Lernen" gewissermaßen, bei welchem leider der höchste Grad des Parnassos, die Meisterschaft vom Stuhl verfehlt wurde: der Pressesprecherinnentitel der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), von Doktorandinnenförderer Willy Brandt verliehen, dieser Kelch wurde gestürzt bzw. ging 1987 an Frau Mathiopoulos vorüber, und der von ihr ganz begeisterte Vorsitzende stürzte gleich mit (damals prägte Dr. Friedhelm Farz-, äh, Fahrtmann, der in Personalunion vereinte Kautsky und Gramsci des NRW-Landesverbandes, den schönen, als Wahljahr-Werbe-Idee wiederzubelebenden Ausdruck "Tittensozialismus"), weil in dieser uralt-männlichen Volks(schullehrerinnen)partei nur Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat/in/en ohne Abitur reüssieren. Deshalb war der einzige einigermaßen erfolgreich agierende Räuberhauptmann der SPD ein Herr Lassalle (der seine Fleißarbeit über "Herakleitos den Dunklen" und seine Fragmente vorsichtshalber dann doch nicht bei Professor Boeckh an der Berliner Uni einreichte), während Dr. Marx und Dr. Liebknecht ihre Pressesprecherzeit wesentlich im Ausland oder im Knast verbracht haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Damals, 1986, hatte Margarita Mathiopoulos ein Hebammerich namens Prof. Dr. Bracher zu dem Examen verholfen, dessen Zertifikat (links oben: Abbildung ähnlich!) rückblickend allerdings so viel wert ist wie falsch Geld oder ein ungedeckter Scheck. Insgesamt gingen, das steht in Wikipedia, D'r Müller aka demi(e)mondeaus den Lenden des Professors Bracher 132 Doktorkinder hervor, das ist eine Nachkommenschaft biblischen Ausmaßes, für die der Erzeuger seinerseits noch jede Menge Ehrendoktorate einheimste, vom Orden "pour le merite" und dem Großen VerdieMarx in Biberachnstkreuz mit Stern und Schulterband mal ganz abgesehen. Da blieb wohl keine Zeit, bei den Elaboraten von Adepten der Wissenschaft genauer nachzuschlagen, ob sie Thesen andernorts entlehnen. Ich hab selber erlebt, wie ein Aufsatz von mir geplündert wurde, eingangs zwar lobend erwähnt, aus dem sich jemand Zitat für Zitat guttenborgte und zwar nur die, die der betr. These in den Kram passten. Muss die Mathiopoulos ihr Diplom jetzt eigentlich zurückschicken oder reicht ein Nachweis der fachgerechten, umweltschonenden Entsorgung im Papiercontainer? Jemand könnte es aus dem Mülleimer herausfischen und den eigenen Namen hineinkopieren, sich in irgendeiner der aufstrebenden kleinen Rechtsparteien als falscher Doktor anheuern lassen! In Köln gab es übrigens mal einen Hausmeister, der sich aus Ärger über einen benachbarten Mülleimer mit Doktortitel ebenfalls "Dr Müller" auf den Mülleimer schrieb (früher waren die Dinger aus Metall und man musste die Namen der Befüllenden draufschreiben), auf Befragen, wie er dazu käme sich den Titel zuzulegen, ohne je auf einer Akademie gewesen zu sein, erklärte er, man nenne ihn (im kölschen Dialekt) im ganzen Viertel nur immer "D'r Müller", und da schreibe er diesen Namen eben auch auf seinen Mülleimer, basta.


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