• Leïla Slimani. "Dann schlaf auch du", Zufallshaus-Verlag, 224 S., ISBN: 978-3-630-87554-5, 20 EUR

     

    Und die Moral von der Geschicht:

    Überlasst die Kids der Nanny NICHT.


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  • Rühr die Glieder! schwing die Hufe!
    Hörst du nicht des Neujahrs Rufe?
    Raus aus den vermufften Zimmern,
    Wo sich Koliken verschlimmern,
    Die von letzter Nacht geblieben,
    Als du Käse fein gerieben,
    Den, mit Weißwen aufgekocht
    Über dem entflammten Docht,
    Du als Fondue hast genossen,
    Als das Feuerwerk verschossen
    Wurde und du, schon im Trikot,
    Gurgeltest mit Witwe Klickot -
    Diesem perlenden Getränk,
    Das man zu Sylvester schenkt
    In sein Glas zur zwölften Stunde,
    Wenn die Kirchen in der Runde
    Mit den Glocken kräftig beiern,
    Um das neue Jahr zu feiern.
    Bist du heute früh noch schickert?
    Wieso reimst du wie sonst Rückert?
    Ist's ein Reimzwang, der dich traf?
    So wie diesen Fernseh-Graf,
    Der verflucht war von den Seinigen,
    Daraufhin zum Tatort-Reinigen
    Schotty rief. Der war zur Stelle,
    Querte jedoch nicht die Schwelle,
    Weil des Reimens er vergessen...
    Willst du dich mit Rückert messen,
    Der so manches Neujahr dicht war?
    Hielt er's doch für unverzichtbar,
    Auf das Jahr, wenn's angebrochen,
    Sich ein Reim-Fondue zu kochen.
    Rückert reimte aber besser,
    Denn er war nicht nur Professer,
    Sondern auch professioneller
    Dichterfürst mit Reim im Keller.
    Ging an Neujahr er spazieren,
    Hatte er stets zu notieren
    Schreibzeug mit im Handgepäck:
    So verlor er Winterspeck
    Auf den Dichter-Eskapaden,
    Aber keine Reimkaskaden.
    Du dagegen drechselst miese
    Reime auf der Stadtparkwiese,
    Die als Parodie der drögen
    Rückert-Verse taugen mögen,
    Aber deinen Pegasus
    Kaum zum Parnaß bringen. Schluß!

    Moral:

    Mit nichts als zwei angestückerten
    Zeilen besiegtest du Rückerten!

     


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  • schönes Gedicht auf dem Weimarer FriedhofFriedhöfe im November, das klingt nach Mehl im Schnee, oder Briefmarken bei der Post, nicht wahr? Adler mit gestuerzter SaeuleAus irgendeinem Grund musste ich aber jetzt mehrere ziemlich große Friedhöfe innerhalb von 30 Tagen ablaufen, nicht nur aus historischen Gründen wie den in Weimar, und teilweise ballten sich die Termine, so dass ich mich hätte zweiteilen müssen. Gestorben wird natürlich immer, auch im schönsten linden Frühlingslüftchen, bei hellem Sonnenschein oder an Heiligabend. Aber dass ich damit einverstanden wäre, NEIN, ich halte es da mit dem Ackermann aus Böhmen und Elias Canetti, der Tod ist nicht nur eine Beleidigung alles dessen, was man schön finden kann, inklusive Logik, Mathematik und Stilgefühl, sondern überdies ein schweres Unrecht am Leben. Ich hasse ihn, werde auch alles versuchen, ihn so lange wie möglich von mir fernzuhalten. Aber wem gelingt das schon. David Hamilton und Fidel Castro sind auch beinah in derselben Stunde gestorben,Constantins Denkstein im Park von Tiefurt das ist jetzt, sagen wir mal, von minderer Relevanz für mich. Aber wenn im Verwaltungsgebäude des Dortmunder Hauptfriedhofs eine alte Inschrift noch immer auf die "Bedürfnisanstalt" verweist, weil es schon immer, Wheathermen (hat nix mit Thermen zu tun, ist ein Ausdruck für prä-greenpeace-Durchhaltetypen) , Tramper und Obdachlose wissen das, auf den Friedhöfen Waschbecken, Wasserkräne und Klos gibt, möchte ich hiermit feststellen: MEIN Bedürfnis ist das nicht, Das Partnergrab des Max Heckerhier gehe ich nur unter Protest hin. Apropos, Sarg aussuchen nutzt auch nix, wenn der ein paar Jahre später nicht mehr im Angebot ist, und weil alles weiß ausgeschlagen werden soll, ist es schon teurer, purpurrot oder sonstwas passendes zu verlagen. Dafür ist es möglich, mit Schminkköfferchen begraben zu werden, und vier statt sechs Träger zu kriegen (die übrigens weiße Handschuhe tragen wie die Autographensammler und Archivare, und traditionell, diese Handschuhe auch ins offne Grab werfen, die sind ja auch bezahlt. Bezahlt wird auch für das Einschieben einer CD Rom in das Abspielgerät (55 EUR), beim Aussuchen hilft der BeerdigungsunterneGrab des Glockenmachers von Weimarhmer, wenn's der "Bolero" sein soll, bitteschön, warum nicht, aber bei Leonhard Cohen (auch gestorben) "Halleluja", da kann er nur abraten, sofern es sich um jemanden handelt, der besonders fromm im Leben war -  äh, wieso? wird dann zurückgefragt und dann fangen sie an, das schöne Lied zu übersetzen, was für manche Leute ein echtes Aha-Erlebnis ist, denn dass es da um jüdische und erotische MystikFuerstengruft innen geht, leuchtet auch nicht jedem gleich ein, klingt halt so schön, Halleluja, und die Helene Fischer singt es doch auch auf ihrer Weihnachts-CD? ("Remember I moved into you and the holy dove was moving, too, halleluhja!") - Egal, auf dem Weimarer Friedhof war das schönste der Führer, der sich wirklich gut auskannte mit den Reliefkünstlern und die Gräber mit Reliefs zeigte, aber eine gewisse Ahnungslosigkeit verriet, als er vor einem Engel mit gesenkter Fackel stand und nun im breitesten Thüringsch räsonnierte, diese Fackel zeige nach unten, "aber wie das nu brenn' soll wenn die Fackel nach unten zeicht, keine Oahnung...", und wollte gar nicht begreifen dass das so soll, gesenkte Fackeln bei den melancholischen Todesengeln. - Wer auf den Weimarer Friedhof geht, sollte festes Schuhwerk anziehen, da sind ziemlich eckige und kantige Geröllwege zu überwinden, wenn man nicht bei Regen durch die Wiese patschen will. -  Ich bin zwar ein Freier Mann und singe mich wohl in keine Fürstengruft, aber nach Entrichtung der nicht unerheblichen Obuloi an den grimmigen Charon (oder war's eine Charogne, die uns gleich auf die baldige, ja, fast-sofortige Schließung aufmerksam machte?) durften wir dann auch noch etwas in der großherzoglichen Verwesungsstätte herumschlendern. Ratespiel für Kenner: in EINEM der Särge liegen die irdischen Reste eines unsterblichen Deutschen Dichters! Apropos, wenn von mir ein Reliquienschrein eröffnet werden sollte, schlage ich vor, das Zahnfleisch reinzulegen, auf dem ich gegangen bin, nachdem ich all diese Friedhöfe besucht habe, mit und ohne Führung und / oder Begleitung.Nacktskulptur auf der Friedhofswiese

    Zwei Särge sah ich, inhaltsschwer...der faule Engel legt den Palmwedel hin


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  • Unverwandtes Starren in Gebetbücher hat verschärfte Heiligkeit zur Folge, möchte man nach Betrachtung mittelalterlicher Altarbilder meinen. Und die neuzeitlichen Smartphones, Tabletoids und wie sie immer heißen mögen, haben ja auch noch den schönen Effekt, das Gesicht von unten geheimnisvoll zu beleuchten. Dass man in sozialen Netzwerken zu Flashmobs einlädt, hat sich auch schon bis zu mir herumgesprochen (kein Handy bzw nur ein uraltes, allenfalls sims-fähiges vom Tschüboh). Aber die Hartnäckigkeit der Demonstranten, die sich an der Köbrücke versammeln, hat mich dann doch erstaunt. Neulich führte mich mein Weg durch die Landeshauptstadt, und zwar gegen 18.-00 oder 19.00 bei strömendem Regen hin und um 22.30 in Regen & Finsternis zurück zu dem weiträumig außerhalb der Parkraumbewirtschaftungszone abgestellten Fahrzeug. Und der Clou, als ich an der Königsallee ankam, hatte die Demo, so mein Eindruck, schon vor längerer Zeit angefangen, wenn auch die Leute etwas ziellos herumlungerten statt, wie man von Friedensfreunden und Rettet-die-Welt-Enthusiasten erwartet, Sprechchöre zu skandieren und Transparente zu schwenken. Die standen da mehr oder minder unbeaufsichtigt in der Gegend rum und simsten in ihre Phones. Was mich aber für sie einnahm, war die Tatsache, dass sie bei dem Schweinewetter wirklich dem Aufruf gefolgt waren und nicht, wie ich sonst, wenn eine Demo ins Nasse zu kippen droht, daheimgeblieben waren. Aber wer beschreibt mein Erstaunen, als ich bei erneutem Passieren der Stelle auf dem Rückweg dieselbe Demo noch immer in den Anfängen sah. Es hatten sich zwar augenscheinlich größere Grüppchen zusammengefunden, die allerdings auch nur wieder offenbar vergleichend auf ihre Displays glotzten. Inzwischen war es Nacht, und es regnete wirklich Bindfäden, ich hatte keine Zeit - eilte ins Trockene meines Wagens - und es war nicht genug Licht, um auch davon noch ein Foto zu machen. Inzwischen schlenderten viel mehr Leute da herum als vorher, alle geneigten Hauptes die Handys umkammernd... Und da endlich dämmerte mir allmählich, dass es sich um Pokémonjäger handelte. Sogar ein Dixieklo hatte man ihnen aufgestellt und eigens die Köbrücke für den sonstigen Straßenverkehr gesperrt. Immerhin ist Düsseldorf ja die europäische Japan-Vertretung, Mitsubishi, Takenakla, Marubeni, alle möglichen Konzerne sind hier vertreten, und so viel ich weiß haben die Japaner nach komplizierten geognostischen Feng Shui-Untersuchungen diesen Standort gewählt. Da kann man dem so viel ich weiß japanisch inspirierten Pokémonfimmel schon aus Gründen der guten japanisch-deutschen Beziehung keinen Einhalt gebieten, nur weil in der City eine Kö-Brücke zum Spielort wird.

    Nomèkop auf der Kö


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  • Nee, von Eiscrème ist hier nicht die Rede, auch nicht von den kleinen aphoristischen Zutaten auf den Titelseiten von Aufsätzen oder Büchern, letztere sind ohnehin auf dem Aussterbeetat, also nicht die Bücher,Memento Motti d. h. die vermutlich auch, sondern die Motti. In letzter Zeit hat sich das Auftreten von unangenehm gemusterten, mitunter auch schwarz geflügelten Nachtfaltern in der Wohnung deutlich vervielfacht. Memento MottiEs könnte natürlich am Feiertag "Maria Auffahrt" liegen, der morgen stattfinden soll; meine Lebensabschnittsbevollmächtigte will vermutlich wieder einen sog. "Kräuterboschen" mit soundsovielen (17?) wertvollen Pflanzenresten machen, der dann ewig und drei Tage über der Tür hängt, d. h. bis zum "Einmotten" im Keller, weil im nächsten Jahr wieder ein neuer fällig wird. Die Reste von den alten Kräuterboschen dürfen nämlich nicht weggeschmissen werden, bewahre, das hat was mit Ritualen und Reliquienkult zu tun, die müssen verbrannt werden, damit der Segen nicht schiefhängt. (Gesegnet wurde überhaupt nur einer dieser trockenen und allmählich zerbröselnden Büschel, der aus dem Allgäu, den hat sie in die Kirche mit dem Pfarrer mit Dritte-Welt-Appeal getragen, die anderen blieben vom Weihwasser unbenetzt.) Wie auch immer, diesen Plastiksack mit ollen Pflanzenkram drin habe ich im Verdacht, die Motten auszubrüten. Der Kreis um das vermutete Mottennest schließt sich immer enger, seit ich sämtliche Bretter des Speisekammer-Regals geleert und gesäubert habe, offene Packungen wurden gleich weggeworfen, alles, was noch brauchbar schien in Gläser mit Drehverschluß gefüllt, die Regalbretter einzeln mit Scheuermilch abgeseift und anschließend mit Essig begossen. Daher können die Motten eigentlich nicht mehr kommen (vielleicht sind allerdings die jetzt noch auftauchenden von dieser Aktion aufgescheucht worden?). In diesem mit einer Tür verschlossenen Speisekammerregal hängt auch so ein Mottenfang-Leimpapier, das andernorts in der Küche schon ganz schön voll ist, hier drin ist aber keine einzige Motte auf den Leim gegangen. Memento Motti Na, warte! Einzelne Motten, mal zwei, drei, mal vier, erlege ich ja mit der Hand. Die sind so blöde und ruhen nachts, also bei Dunkelheit, auf den weißen Wandflächen oder Zimmertüren oder Bilderrahmen aus, wo man sie ganz gut erkennt, und werden gleich zu Staub zerrieben (am besten hält man ein Tempotaschen- oder Küchentuch in der Hand, dann ist die Sauerei nicht so groß und mit unbewaffneter Hand könnte man sie vorher aufstören, so dass sie wegfliattern, auch wenn sie dabei nicht so raffiniert und fix sind wie Stubenfliegen). Also, wenn ich die letzte Woche mal zusammenzähle, habe ich so Stücker zwölfen auf diese Weise den Garaus gemacht, und da kann man schon von eineMemento Mottir Invasion sprechen, oder? Selbst im Kleiderschrank finde ich keine, dafür lauter Mottenpapier, und unser Schlafzimmer erinnert an eine Lavendelboutique in südfranzösischen Fußgängerzonen. Woher also die verdammte Motteritis, soll mir das ein Memento sein? Mensch gedenke, dass du Staub bist, zu Staub wirst, um dich herum Staub aufhäufst und Zerstäuber nicht in die offene Flamme, sondern in die gelbe Tonne werfen sollst. Ich habe dann angefangen, die Bücherschränke zu entstauben, vor allem im Flur waren schwere Staubhalden angesammelt hinter den alten Schätzchen. Leider habe ich am Abend und in der Nacht danach schon wieder zwei Motten flattern sehen. Aber ein wenig Hausputz ist ja nie falsch, meine Liebste hat derweil Datenmigration und -verwaltung betrieben und den eingestaubten Teppichboden gesaugt. Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich ausgemistet und jede Menge ausgelesener Lektüre beseitigt. Gut, also von Lyrik habe ich mich nicht getrennt, das sind ja meist dünne Bändchen, die teuren Klassiker bleiben sowieso - die der Moderne ließ ich größtenteils auch in Ruhe, alles von Böll, Brecht, Enzensberger, Peter Weiss, Arno Schmidt, generell Werkausgaben (darunter selbst solche, in die ich noch kaum einen Blick geworfen habe: Max Hermann-Neisse, weil der mal für 19.99 bei Zweitausendeins verramscht wurde!) blieben stehen, aber ich hab so viel Druckerzeugnisse, die ich doch nie wieder anfasse, oder bereits durch übermäßigen oder gar mehrfachen Gebrauch kaputtgelesen habe, dass ich etliche 100 Bände rausgeworfen habe. Nichtvergessendürfer Martin Walser, du mußt jetzt ganz stark sein, ´deine Bücher, u.a. "Halbzeit", deren zwei Bände du mir bei einer Lesung mal so häßlich oberflächlich signiert hast, liegen auch schon in einem dieser Bananenkästen, ungefähr so groß wie Kindersärge, die so handlich zur Buchbeseitigung sind, und Günter Graaaasss, der erst recht, der signierte überhaupt nur mit Filzschreiber und mit einem so gesteilten "ich bin der Größte"-Namenszug. Anderes Signiertes oder von prominenter Freundeshand Gewidmetes hinterlasse ich als kleine Zusatzrente für meine Witwe; - im Fall dass sie mich nicht überlebt oder wir gemeinsam umkommen, geht das alles nach Marbach, verstanden? Ich habe eine mehrzeilige zärtliche Widmung einer Dame aus dem Jahr 1981 oder so (ihre Mutter soll mal was mit meinem Vater gehabt haben, vor dessen Ehe mit meiner Mutter, aber wir hatten nichts dergleichen), die später Verfassungsrichterin wurde in einem Bundesland im Norddeutschen. Aber ich bitte Sie, dieses ganze Engagement-Verantwortungs-Gedöns aus den 1960ern und 1970ern,Memento Motti "Ich klebe an der Bundesrepublik", und "ich lebe nicht in der Bundesrepublik", ich glaube vom selben Herausgeber, Essays für und wider Wiederbewaffnung und Große Koalition und "die" Alternative der SPD-Regierung und Co., in der DDR dasselbe andersrum gewendet, Lyrik 76, Lyrik der DDR und der Schmonzes von der Christa Wolf, die guckte dagegen beim Signieren vorwurfsvoll als wäre ich ein DDR-Deserteur, weil mir zum Dank für (erlaubte) LP-Zusendungen meine Ost-Brieffreunde Erstausgaben aus der Zone schickten, weg damit, na gut, die Günderrode-Sache bleibt, oder Heiner Müller, den hab ich ganz weggetan, x-mal gelesen und damals mal ganz nett gefunden, ist aber gut damit, kann ich mir noch in der Bibliothek ausleihen, wenn ich das wiedersehen will. Memento MottiHeiner Kipphardt, den hab ich behalten, dummerweise, aber wer weiß, beim nächsten Mal springt der auch über die Klinge, mich interessierte noch der Briefwechsel mit Peter Hacks, letzteren schmeiß ich dann auch raus, ich hab so ein Buch mit Theaterschriften und den einen oder anderen Plunder vom Jahrmarktsfest. Selbst von Kempowski hab ich mich getrennt, mein Lieblingsautor, aber ich brauch das nicht mehr, hab ihn genug genossen, will im Alter nur griechische Philosophen und lateinische Tragiker lesen oder die weimarer Klassik und meine erlesene Sammlung unangetasteter Bände von Ludwig Tieck. Aber das ist alles nur der Anfang, erst drei Flurregale von vieren (im vierten nur noch zwei, drei Bretter voll) und ein Schrank im Arbeitszimmer, das an drei von vier Wänden Bücherregale hat, von anderen Zimmern (Ausländisches, Geschichte, Liederbücher, Musik & Kunst) noch zu schweigen. Aber die sind nicht so mottenträchtig, während auf der Wellershoff-Ausgabe von Gottfried Benn schon ein toter Käfer klebte, brauchte ihn gar nicht mehr zu klatschen - eindrucksvolles Totem für den Lyriker des Vergänglichen aus dem von ihm vertretenen Reich. Und wer weiß, welches Ungeziefer noch zwischen den Seiten sein Unwesen treibt, ich sage nur: die Buchstaben, die nachts lebendig werden und wild durcheinander... na, stellen wir uns das besser nicht zu genau vor. Kennt jemand hier die Querelles-Satire vom Streit der alten Bücher mit den neuen von Jonathan Swift? steht hinten in dem Ausländerregal, das kommt auch noch dran, denn ich hab schon vorher Gullivers Reisen gehabt, bevor die drei Swift-Bände aus der DDR kamen.


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