• Für die Sammlung der besten Zitate von Donald Trump habe ich ganz aktuell das hier aufgegabelt, das Statement des amerikanischen Präsident beim Besuch einer US-Stadt im Westen lautet in meiner - naturgemäß etwas altmodischen - Übersetzung wie folgt:

     SprechmaschineIch bin nicht gekommen, um Komplimente zu machen, um zu belohnen oder zu strafen, sondern um die Wahrheit zu sagen, und die ganze Wahrheit. Ich weiß, daß Sie im Punkte Ihrer Presse sehr sensibel sind; aber es ist nötig, daß die Verblendung aufhöre, die kein Vertrauen und keine Anhänglichkeit aufkommen läßt, sondern nur Zwietracht verursacht in der Stadt und im Staate. Suchen sie diesen feindseligen Geist zu verbannen... Es ist Zeit, daß das bald aufhöre, sonst werde ich es ändern; ich habe den Willen und die Kraft dazu. Sorgen Sie, daß es besser werde und zwar in kurzer Zeit; sonst können wir keine guten Freunde bleiben, und ich versichere Sie, es werden die strengsten Maßregeln ergriffen werden!

    (Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, zum Bürgermeister und zwei Vertretern des Kölner Stadtrats beim Besuch im August 1851.)

     

     


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  • Hiermit treffe ich, bei klarem Verstand und im Bewusstsein der Vergänglichkeit, als freier und derzeit weder geistig noch körperlich durch Krankheit beeinträchtigter potenzieller Patient die folgenden Verfügungen:

    Sollte ich meine Angelegenheiten, gleichviel weshalb, nicht mehr selber regeln können - sei es z. B. im Zustand der Demenz, der Vollverdieselung oder eines komatösen, durch Reden des Bundesverkehrsministers erzeugen Wachschlafs -, schwer oder tödlich erkranken, namentlich von einer Lungenkrankheit heimgesucht werden, sei es ein bloßer Infekt oder eine Bronchitis, oder etwas schlimmeres, Krupp-Steinstaub-Diesellunge, Tuberkulose oder Lungenkrebs oder dergleichen, möchte ich unter keinen Umständen behandelt werden von den Herren (insgesamt 4):

    Prof. Dr. ing. Matthias Klingner, derzeit tätig am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden, Mitverfasser des Aufrufs und wie der folgende zuvor in Daimlers Diensten;

    Prof. Dr. sc. tech. Thomas Koch, Institutsleiter am Institut für Technologie (KIT), Mitverfasser des Aufrufs;Spenderausweis Vorderseite

    dem Physiker, Dr. Dieter Hochrainer,  am Fraunhofer-Institut in Schmallenberg;

    dem Physiker Dr. rer. nat. Gerhard Scheuch ohne nähere Ortsangabe.

    Diese Herren sind Techniker, Ingenieure oder Physiker, aber keine Ärzte. Sie geben sich allerdings als Ärzte aus oder widersprechen zumindest nicht, wenn in den letzten Tagen von einer Unterschriftenliste die Rede ist, die "von über hundert Lungenärzten" unterschrieben wurde.

    Ferner möchte ich nicht, dass zur Behandlung meiner Krankheiten folgende Personen (insgesamt 3) herangezogen werden:

    der Physiotherapeut Lukas Hermann am Herzzentrum in München;

    die Atmungstherapeutin Tanja Hahn an den SHG-Kliniken in Völklingen;

    Herr Manfred Franke, der in Sonnenberg an der Magnetresonanztomographie mitwirkt.

    Diese Genannten sind keine Ärzte, gelten aber, ohne diese Falschmeldung bisher korrigiert zu haben, seit der medialen und ministerialen Verbreitung eines Protests gegen die in der EU geltenden Schadstoff-Grenzwerte als vier von "über hundert Lungenärzten".

    Auch möchte ich, sollte ich einem Verbrechen zum Opfer fallen, und sei es ein Kunstfehler bei einer Lungenoperation, weder lebendig noch tot  von dem Prof. Dr. med. Thomas Riepert am  Institut für Rechtsmedizin in Mainz obduziert werden! (1)

    Weiterhin möchte ich unter keinen Umständen behandelt werden von den folgenden Herren (8):

    dem emeritierten Ordinarius und Klinikdirektor Prof. Dr. Gerhard Schulze-Werninghaus des Klinikums Bergmannsheil an der Ruhr-Universität Bochum;

    dem ehemaligen Chefarzt Dr. med Rainer Kappes am Florence-Nightingale-Krankenhaus zu Düsseldorf;

    dem ehemaligen ärztlichen Direktor der Lungenklinik Waldhof in Elgershausen, Prof. Dr. Harald Morr;

    dem ehemaligen Chefarzt der Asklepeios-Fachklinik in Gauting, Prof. Dr. med. Karl Häußinger;

    dem ehemaligen Leiter der Pneumologie und Allergologie an der Universitätsklinik Gießen, Prof. Dr. Hermann Lindemann;

    dem  ehemaligen Internisten an der Lungenklinik in Großhansdorf, Prof. Dr. Detlef Kirsten;

    dem ehemaligen Chefarzt an der pneumologische Klinik in Lenglern, Prof. Dr. med. Criee

    dem emeritierten Prof. Dr. med. Peter von Wichert an der Medizinischen Poliklinik der Philipps-Universität Marburg-

    Die acht Vorgenannten sind zwar Ärzte gewesen, aber inzwischen Pensionäre, falls sie sich nicht haben umschulen lassen und einen anderen Beruf ergriffen haben.Ich gönne ihnen schöne Tage auf Segelflug- oder Golfplatz, die Villa am Bergli oder an der Costa, aber von meiner Lunge oder anderen meiner Organe sollen sie gefälligst die Finger lassen!

    Mit den genannten Personen (4 + 3 +1 +8 = 16) reduziert sich die Zahl der "über hundert" Lungenärzte, die einen Protest gegen die Grenzwerte in der EU unterzeichnet haben sollen (mir liegen 112 Unterschriften vor), auf 96. Ich fordere die Medien auf, der Verbreitung der Fake-Nachricht Einhalt zu gebieten und von "unter hundert Lungenärzten" zu sprechen oder die korrekte Zahl zu nennen. Ob diese 96 tatsächlich "Lungenärzte" sind - es werden u.a. Schlaftherapie-Ärzte, Kinderärzte genannt - bleibt einer genaueren Nachprüfung vorbehalten, zu der meine Lebenszeit mir jetzt zu schade ist.

    Desweiteren berufe ich mich auf das Recht zur freien Arztwahl und das Recht zur Selbstentlassung, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und auf das Recht, per Krankenwagen auf eigene Kosten mit Höchstgeschwindigkeiten von 250 km /h und darüber auf einer nicht geschwindigkeitsbegrenzten Autobahnstrecke in eine alternative Kliniken oder Praxen an anderen Orten verbracht zu werden, sollte für meine Behandlung eine der im folgenden Genannten Heilanstalten oder Mediziner in Betracht gezogen werden, und verbiete ausdrücklich 1. meine Einlieferung, ganz oder in Teilen (Lieferung von Spenderorganen/Geweben) in eine der genannten Institutionen oder Praxen und  2. die Behandlung durch eine der namentlich genannten je nach Angabe am Ort niedergelassenen oder in den Klinik tätigen Ärzten, denen ich hiermit auch jede Einsicht in meine Krankenakten untersage:

    In Altenburg in der Klinik Altenburger Land dem Dr. med. Thomas BlankenburgSpenderausweis

    in Ansbach am Klinikum dem Dr. med Viktor Haas

    in Bad Arolsen am Krankenhaus dem Dr. med. Saskia Dressel

    in Aue dem niedergelassenen Arzt Tobias Andreas

    in Bergheim dem niedergelassenen Dr. med. Hans Albers

    in Berlin an der Charité (Universitätsklinikum) Prof. Dr. med. Ingo Fietzke; ferner den niedergelassenen Ärzten Dr. med  Thomas Hering und Dr. med. Holger Stephan

    in Bitburg am Krankenhaus Dr. med. Patrick Albrecht

    in Bad Cannstadt, am Krankenhaus vom Roten Kreuz Prof. Dr. med. Martin Hetzel,

    in Cottbus dem niedergelassenen Dr. med. Frank Käßner,

    in Darmstadt, dem niedergelassenen Prof. Dr. med. Karl-Otto Steinmetz

    in Diekholzen an der Lungenklinik, Dr. med. Gabriele Großheim

    in Dortmund, Klinikum, den Herren Dr. med. Markus Unnewehr und PD Dr. med. Bernhard Schaaf, im Knappschaftskrankenhaus dem Chefarzt Dr. med. Clemens Keibel, den niedergelassenen Ärzten Dr. Hans-Christian Blum und Dr. med. Roland Doepner

    in Duisburg, Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen, Dr. med. Christoph Tannhof

    in Düsseldorf im Krankenhaus Maria Hilf, Dr. med. Andreas Schwalen

    in Essen, Universitätsklinik, Prof. Dr. med. Ullrich Costabel, sowie dem Dr. med Thomas Hausen

    in Frankfurt dem niedergelassenen Arzt Dr. med. Peter Kardos, und am Institut für klinische Forschung, dem Dr. med. Andreas Eich

    in Göttingen an der Universitätsklinik den Damen Dr. med. Cordula Buck und Dr. med. Ulrike Olgemöller

    in Graz, Universitätsklinik, Prof. Dr. med. Horst Olschewski

    in Haan, dem Dr. med. Justuis de Zeeuf (Gott möge verhüten, dass ich in ein niederländisches Krankenhaus komme)

    in Halle, Universitätsklinikum, Dr. med. Stephan Eisenmann

    in Hamburg, den niedergelassenen Ärzten Dr. med. Andrea Irwansky, Dr. med. Christian Patzer, Dr. med. Hartmut Timmermann, Dr. med. Jan Fraedrich, Dr. med. Jens Grützmacher,  Dr. med. Johannes Wiedemann, Dr. med. Matthias Eichler, Dr. med. Matthias Müller, Dr. med. Mouin Kidess, Dr. med. Olaf Schult-Kronefeld, Dr. med. Rüdiger Bock, Dr. med. Wilhelm Westphal,

    in Hannover am Klinikum Siloah dem Prof. Dr. med. Bernd Schönhofer und dem niedergelassenen Arzt Dr. med. Helge Ahrens

    in Heidelberg, Universitätsklinik, Dr. med. Florian Bornitz

    in Herne und Bochum am Thoraxzentrum, Prof. Dr. Santiago Ewig,

    in Ingelheim, Dr. med. Gerhard Rauber, niedergelassen

    in Kaiserslautern, Dr. med. Karin Franzen, niedergelassen

    in Karlsberg, Klinikum, Dr. med.  Bernd Bley

    in Karlsruhe, Christliche Kliniken ViDia, Dr. med. Johannes Schildge

    in Klappholz, Dr. med. Mitlehner, niedergelassen

    in Köln am Klinikum Merheim dem Prof. Dr. med. Wolfram Windisch und am St. Vincenz Hospital dem Dr. med Helmut Buscham

    in Krefeld, Helios Klinikum, Leitender Oberarzt Holger Plauk

    in Lostau, Lungenklinik Oberarzt Anguche Amukobole und Dr. med Maja Hennings

    in Löwenstein, Dr. med. Achim Scholl

    in Lübeck, Dr. med Jens Becker, niedergelassen

    in Mainz am St. Vincenz- und Elisabeth-Hospital der Professorin Dr. med. Cornel Kortsik

    in Marburg an der Universitätsklinik dem Prof. Dr. med. Ulrich Köhler

    in Marl, Klinikum Vest, Dr. med Jens Geiseler

    in Moers am Lungenzentrum Bethanien dem Dr. med. Thomas Voshaar und dem niedergelassenen Dr. med. Patrick Stais

    in München an der Haunersche Klinik, dem Prof. Dr. Matthias Griese

    in Münster, Dr. med. Jörg Vieregge, niedergelassen

    in Neuss, Dr. med. Johannes Uerschelen, niedergelassen

    in Neuwied, am Krankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes, dem Dr. med. Bernd BorzykBlutspende-Adresse

    in Norderstedt, Dr. Helmut Schönewolf niedergelassen

    in Oberhausen, Dr. med. Thomas Seefried, niedergelassener Internist

    in Osnabrück am Klinikum dem leitenden Abteilungsarzt Dr. med. Hagen Vorwerk

    in Potsdam und Bad Belzig, Lungen- und Beatmungszenrum. Dr. med. Simone Rosseau

    in Pulheim, Dr. med. Elmar Storck

    in Saalfeld, Dr. med. Hendrik Lassmann

    in Schmallenberg - niemals ins Krankenhaus Kloster Grafschaft !! wo ein achtköpfiger pro-Diesel-Ärzteklub zusammengefunden hat, also dort schon gar nicht von Dr. med Christian Bernd, Chefarzt Dr. med. Friedrich Riffelmann, Dr. med. Detlev Heyse, Dr. med. Karsten Siemon, Dr. med. Markus Wenzel, Dr. med. Peter Haidl, Dr. med. Stephan Böckling, PD Dr. med. Dominic Dellweg,

    in Schwabach, Dr. med. Burkhard Jäger, niedergelassen

    in Schweinfurt, Dr. med. Guido Rose, niedergelassen

    in Stadthagen, Dr. med. Jean Lafon, niedergelassen

    in Stendal, Priv. Doz. Dr. med. Dieter Wenzel, niedergelassen

    in Strausberg, Krankenhaus Märkisch Oberland, Dr. med. Alexandra Dubbke-Laue

    in Sulzbach der niedergelassene Arzt Robin Engert

    in Trier, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Dr. med. Joachim Vogt, Chefarzt der Med. Klinik III

    in Wittlich, Dr. med. Albrecht Gebauer, niedergelassen

    in Wuppertal, Helios-Klinikum, Prof. Dr. Kurt Rasche

    in Würzburg, Dr. med. Hagen Mehls, niedergelassen,

    sowie den Ärzten Dr. med. Gunter Becher und  Prof. Dr. med. Gerd Goeckenjan, die ohne Ortsangabe unterschrieben haben.

    Die Obengenannten unterstützen, statt ihrem hippokratischen Eid zu gehorchen, mit ihrer medizinischen Autorität eine mit dem CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer gut vernetzte Lobby der Automobilindustrie mit dem Ziel, die in langen wissenschaftlichen Reihenuntersuchungen festgelegten, mit der WHO abgestimmten und von der Politik der Kohl-Schröder-Merkel-Regierung immer wieder herunternumerierten Grenzwerte zur Luftreinhaltrung in der EU zu diskreditieren. Damit soll die von deutschen Automobilfirmen mit Schummel-Software in Dieselfahrzeugen getäuschte Öffentlichkeit, ermuntert vom Verkehrsminister Andreas Scheuer, der seine angeblich wissenschaftliche Doktorarbeit zum Gutteil aus einem Text des Bundesamts für politische Bildung plagiiert hat, von dem Software-Betrug abgelenkt werden. Wie der Minister im TV erklärte, seien die in der gesamten EU geltenden Schadstoff-Grenzwerte "politisch", woraus er folgern will, dass Dieselluft, Feinstaub und Schwebstoffe, die derzeit von Dieselfahrzeugen emittiert werden, für die menschliche Gesundheit unbedenklich seien - bestätigt durch "über hundert Lungenärzte"! Ich lehne jede medizinische oder sonstige Behandlung durch die genannten Damen und Herren, auch durch die Institutionen, bei denen sie angestellt sind die sie bei ihrer Unterschrift genannt haben, ab.

    Gegeben und verkündet am 23. Januar 2019, als eigentlich mein Termin für die nächste Blutspende anstand... die ich aber in einer Klinik mache, die hier gottlob nicht vertreten ist!

    UPDATE: inzwischen sollen es 133 Lungenärzte sein und sie haben die Reihenfolge der Genannten verändert, hinzugekommen sind vor allem unterschriftswillige Pensionäre (aus der Ära filterloser Kamine und ungebremsten Autobahnbaus), darunter ein "ehemaliger Oberarzt am Sana-Klinikum in Offenbach", ein "ehemaliger niedergelassener Lungenarzt in Schweinfurt", ein "ehemaliger Chefarzt" einer "Fachklinik in Bad Reichenhall", ein "ehemaliger Chefarzt" und "ehemaliger Herausgeber" einer medizinischen Fachzeitschrift in Essen, aber ob tatsächlich neue echte und aktive Ärzte drunter sind, nee, das prüfe und  trage ich jetzt nicht mehr nach, da könnt' ja jeder kommen, in der Wissenschaft gilt Massenvotum nicht als Beweis.

    Frei- und letzwillige Patientenverfügung!Petit Larousse


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  • Nee, ne? Hab ich's nicht gesagt? Seit ich klein war, lagen mir Astrokenner und Sterndeuter in den Ohren, verpass' das nicht, guck dir das an, diese oder jene Finsternis wird es nie, Mond in seiner Verfinsterungnie, nie mehr gehen, jedenfalls nicht in deiner Lebenszeit, erst wieder im Jahr Zweitausenddreiundsoundsoviel. Damit sind schon Kriege gewonnen worden, weil die Leute vergessen, dass sich bestimmte Phänomene rhythmisch wiederholen - prompt besiegt der Pharao die Seevölker an einem dieser Finstertermine, oder Alexander der Große vertagt den Waffengang von Gaugamela auf den 20./21. September 331 v. Chr. (wie verabreden die sowasl? "Tut mir leid, Dareios, mein Terminkalender ist dicht, deine Tochter Stateira hat mit Parysatis und mir ne Orgie geplant am 18., und den 19. September hat mein Lieblingspferd Geburtstag, aber wart' mal, wie sieht's am 20. abends aus, da hab ich nix vor und Zeit, 'Freunde zu treffen', har, har!!"), schon gab sich, perhorresziert, der Feind dem astronomisch besser beratenen Feldherrn geschlagen. Und kaum hatte ich im letzten Juli die Nachtblind-Verkostung erfolgreich absolviert und hier darüber geschrieben, steht schon wieder eine Verdunklung an, hinterm Haus vom Küchenbalkon aus zu beobachten. Nix für Langschläfer, wohl aber für hellwache Adrenalinjunkies wie mich, ich bin Frühaufsteher (euphemistische Umschreibung dafür, dass ich es weniger lange in Morpheus Armen aushalte, diesen vielmehr oft ungeküsst entschlüpfe)... Wiederauftauchen nach der MondfinsternisWenn ich zu nachtschlafender Zeit meine Liebste wecke,  die zur Schule muss, hab ich ein halbes Tagewerk schon hinter mir. Deshalb haben wir auch die neuerliche Mondfinsternis beobachten können, sie hat die Billardkugel entdeckt, ich glaubte es zuerst nicht, und kalt war's auch. Dafür war dann den lieben langen Tag, seit vorgestern, in WDR, SWR, Tagesschlau, Heutezutage, egal wo und von wem, von "BLUUUTMOND" die Rede (und ich so: "würg"), bis einem speiübel wurde und das Mondblut hämorrhoidialmäßig aus den Ohren troff. Liebe Nachrichtenmacher, könnte nicht der eine oder andere von euch sein Heil in einer weniger anämischen Metapher suchen? Nach meiner wohldurchdachten Überzeugung besteht der Mond doch sowieso aus grünem Käse und das bißchen Rot am Rand da, das ist allenfalls Rost an der Rinde oder Schimmel, kann man mitessen. Mein Herz schlägt für die armen Mondkälber, bei denen wird es ja auch stockfinster, wenn ihr Himmelskörper in den Erdschatten wandert, und sie nicht mehr in den Himmel starren und romantische Gedichte auf den hübschen blauen Planeten, das Juwel am Mondhorizont, rezitieren können. Sie finden dann vielleicht kein Mondgras mehr und geben keine Mondmilch mehr, weshalb der mürrisch die Mugge rührende Mann im Mond seine Frühstücksgewohnheiten ändert und den Kaffee pechschwarz trinkt - vielleicht sorgt aber die Milchstraße für etwas Latte im Macchiato.


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  • Beim Warten auf's Christkind meldete sich im Radio eine nette Moderatorin, die Feiertagsdienst schob und eine gute Geschichte zum Besten gab. Sie interpretierte den, ich weiß nicht mehr aus welcher Sprichwörter-Folklore stammenden Merksatz "Alles was Du auf Erden verschenkst, wird Dir im Himmel wiedergegeben". FlaschencachenezDas sei ungefähr wie das bekannte Nadelöhr-Kamel-Dilemma zu verstehen - daher müsse jeder, der durchs Himmelstor will, all die jemals anderen verehrten Geschenke mitschleppen, und bei der Eingangskontrolle dem lieben Gott oder gar Petrus selbst vorzeigen. Deshalb werde sie, die Moderatorin, in dieser Sendung nur ganz leichte Sachen verschenken, nämlich Musik. Allerdings war diese öffentlich-rechtliche Funkstunde von GEZ-Gebühren nicht ausgenommen. Wir schenken einander nichts in der Partnerschaft, wozu sich also zu Weihnachten was schenken, dachten wir dieses Jahr und da wir mit Weihnacht auch sonst nicht so viel am Hut haben, kriegen wir selten was geschenkt. Oder liegt es daran, dass ich kritischer Kritiker bin und das Berufslaster des Rezensierens auch an Feiertagen nur schwer abstreifen kann? Welche Nichte, die mit Selbstgebasteltem aufwartet unter dem Tannenbaum, will schon gern die Wahrheit hören: "Schlechtes Design, miserable Verarbeitung, deine Eltern sollten dich zur Adoption freigeben" - Geschmacksurteile, die mich, ließe ich sie laut werden, um den Weihnachtsbraten bringen würden. nochmal die taschenflascheAber selbst wenn ich's ausspräche, bewahrt es mich wohl nicht vor Präsenten. Denn just heute brachte der Briefträger zwei Postsendungen von den schrägen Schwestern meiner FrDie Flower Gebrauchsanweisungau. Und dazu wird ja wohl hier mal ein kritisches Wörtlein gestattet sein. Natürlich unter Beachtung der Datenschutz-Richtlinien, alle Namen von der Redaktion geändert! Das erste Päckchen, das wir öffneten, war eine seltsam geformte Tasche, mit einem Muster bedruckt, von dem ich Pickel auf die Augen kriege. Meine Angetraute wollte die Plastikfolie nicht beschädigen (Rück- oder Weitergabe an andere Beschenk-Opfer nicht ausgeschlossen), aber dann schlüpfte ihre Hand an der Unterseite hinein - war's ein Topflappen zum Überstreifen? gar eine modernisierte Form der Kaffeemütze? oder, wie ich vorschlug, ein cache-nez für eine Luger parabellum mit Schalldämpfer? (Herrjeh, wie lange hab ich keine Kaffeemützen mehr gesehen oder gar die Luger benutzt!) Der Name des Geschenks war a flower? (mit Fragezeichen, das war Bestandteil der Aufschrift). Mensch, jetzt hast du so viel DNA im Innern dieses Stoffdings hinterlassen, das kannste keinem mehr weiterschenken! Dann fiel bei uns der Groschen: Es ist eine Art Kondom für Flaschen. Nicht um den Alkoholkonsum vor den Kollegen im Büro zu verbergen, oder den Gastgeber nicht gleich merken zu lassen, dass sein Wein nichts taugt und man sich bei der Party lieber durch Fremdware aus dem eigenen Keller versorgt. Auch nicht (analog zu den Zigaretten-Umverpackungen), um vor dem eigenen besserwisserisch schlechten Gewissen pädagogische Ekelbilder von grünlich siffigen, verpilzten Lebern zu überdecken, die sind komischerweise hierzulande unbekannt, ebenso wie die bitter nötigen Feststellungen des Bundessuchtministers: "Alkohol ist ein Nervengift und tötet jede Menge Gehirnzellen ab". Der Sinn von a flower? liegt darin, passende leergeguckte Bouteillen umstandslos in Blumenvasen zu verwandeln! Jessas, da muss einer erst drauf kommen. Besser wäre es, so ein Geschenk zusammen mit einem annehmbaren Getränk zu verschenken, am besten gleich mit Rosé, damit die Flasche auch getrunken und die Rose versorgt wird. Nächstes Fragezeichen: Sollen wir das weiterverschenken? Aber wem? Als erstes fiel uns Nadine ein, für die haben wir noch nichts. Wo die doch für Wein schwärmt und Skandinavistik studiert hat und heute diesen Strickladen mit nordischen Folklorepullis betreibt - ihr würde das Design (vielleicht) gefallen. Nee, lass mal, die beweist dir dann, dass die finno-ugrische Ornamentik nicht im Entferntesten derart Raffael-Engelgeschmacklos ist wie dieser computer-generierte Bastelquatsch. Okay, dann schenken wir es doch Heinz, dem lieben Gutmenschen und unverbesserlichen Ökologen. Der freut sich über jede neue Recycling-Idee - aber nein, für den sind Schnittblumen Mordopfer, und falls der jemals eine Vase benötigen sollte, kauft er sich was Handgetöpfertes aus nachhaltigen Materialien im Bioladen. Und so ging's weiter, X. hat zuviel Geschmack, es wäre eine Beleidigung, ihr solchen Krempel anzudrehen. Y. trinkt lieber gleich aus der Flasche, von der man ihn eher wegbringen sollte. Und Z. hat als Messie die Wohnung schon voll mit Krempel, dass es an Intensiv-Stallhaltung grenzen würde, noch sowas da abzuwerfen. Einer Krankenhauspatientin mitbringen geht gar nicht - "netter Versuch", wird die Nachtschwester grinsen und den Trick, die Pulle Schampus kaschiert einzuschmuggeln, sofort durchschauen. Was macht man mit dem Textilkondom? Am besten jemandem zum Umzug offerieren - wenn die Kisten noch nicht ausgepackt sind, als Willkommensdrink und Vase für den ersten Blumenschmuck. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich die nach der Pensionierung im Ruhrgebiet niederlassende Kollegin noch mal meldet, heben wir das auf statt es gleich in die Tonne zu kloppen! Aber da war noch was auszuwickeln, genauer gesagt, zwei Geschenke, auf dem eingewickelten Karton klebten raffaelitische Engelschen, die aus einem Buch herauswachsen. Ist das die Bibel? Na klar ist das die Bibel. Richtig lesen können die nicht, sie müssten sich ziemlich verrenken! Auf dem Raffael-Altar stützen sie sich auf den unteren Bilderrahmen vor dem aufgeschlagenen Buch, und wachsen nichtBuddha's eierlegender Wollmilchpebble wurmartig aus den Seiten heraus. Ich sehe meine angeheiratete Verwandtschaft auf dem Weihnachtsmarkt überlegen - "er interessiert sich doch für Bücher, das hier wird ihm bestimmt Freude bereiten, wenn nicht gar vergnügtes Schmunzeln hervorlocken!" - Äh: nein? - In der mit den zwei geflügelten Rotznasen dekorierten Packung war das Hauptgeschenk die gewiss nicht ganz billige Keramik. Sie hört auf den Namen Zen. Pebble Box und besteht aus einem Stopf-Ei. Man kann es in der Mitte aufmachen wie die Ü-Eier aus dem Kinderschokolade-Sortiment. Drinnen findet sich ... nichts. Kein Ohrring, keine Manschettenknöpfe, nicht einmal ein Rheinkiesel. Soll man "pebbles" reintun oder ist das Ei selber ein Pebble?? Sicher zwei bei tiefsinnigen Meditationen mit verschränkten Beinen zu erwägende Optionen. Das leere Innere glattpoliert und porzellanig (deswegen glaub ich, es war nicht ganz billig) wie diese blauweiß dekorierten Asien-Schalen mit eingelassenen transparenten Reiskörnern, die im Haushalt meiner Eltern herumstanden, mit einem dito gestalteten Löffel, der nie für irgendwas benutzt wurde. Aber hier war doch was im Innern, ein starker Spruch von Buddha himself, von dumpfer Schlichtheit, und zum besseren Einprägen auch auf der Eierschale in erhabenen Lettern wiederholt, voller Tiefenweisheit, dass wir an dem Abend keine Allgemeinplätzchen mehr auf dem bunten Teller brauchten. Wofür ist das gut? Na, da kannst du prima Nähnadeln drin sammeln oder beim Essen die Fischgräten oder Eierschalen (für Hühnerknochen zu klein). Oder als Balkon-Aschenbecher, wenn unsere rauchende Freundin Else kommt? Blöd nur, dass die Schalen des Ü-Eis nicht so ganz richtig aufeinanderpassen, und dann muss sie die stinkenden Eierschalen auch ausleeren, kann sie gleich den Aschbecher nehmen. Na prima, einmal alle heiligen Zeiten kriege ich Weihnachtspräsente und werde den Eindruck nicht los, die Schwägerinnen haben sie selber erwichtelt und suchten nur günstige Gelegenheit, das Zeug loszuwerden...


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  • Adventsprintjob_2018#24"Seit Beginn der Aufzeichnungen...", hieß es jetzt öfter in den Nachrichten. Seit Beginn der Aufzeichnungen hat sich das Klima jedenfalls stark erhitzt zwischen "Klimagläubigen" und "Klimaleugnern".Weinlese im Juni 1822 Mir hat man sowieso immer als Wetterregel beigebracht, kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich's Wetter und bleibt wie es ist! Und: Alle reden vom Wetter, aber das nächste Klima kommt bestimmt. Ich für meine Wenigkeit glaube daher fest an den Klimawandel, der sich doch zu jeder Jahreszeit und in entsprechend apriligen Regionen fast täglich beobWeizenernte in Russland 1822achten lässt. Denn irgendwas ist ja immer, wie ein anderer schöner Spruch lautet, und das trifft wohl ebensogut auf das Weltklima zu. Schließlich hat man im Mittelalter in England Wein angebaut, und in Südostbayern gab's zum Pleistozän-Weihnachtsabend Mammutkeule aus der Tiefkühltruhe. Von den Polkappen, wo der Weihnachtsmann unter Palmen am Pool den Rest des Jahres verbringt, ganz zu schweigen. Das erscheint doch wie mein Badesalz vom Wassermangel im Jahr 1822Discounter "beruhigend & entspannend", sollte für ein harmonischeres Klima sorgen. Darum liefere ich heute,gerste, hafer und roggen verschienen zum Ende der Aufzeichnungen dieses Adventskalenders, keine Kleinanzeigen mehr, sondern Lesefrüchte aus dem redaktionellen Teil, genauer gesagt aus dem Wetterbericht, der damals nur sporadisch unter Vermischtes erwähnt wurde - eben, wenn es was Besonderes zu vermelden gab wie die ungewöhnliche Hitze und Trockenheit bis in deObsternte 1822 war gutn November und Dezember hinein. Übrigens, der Winter 2010, als ich hier in die Straße zog, war der schneereichste seit Beginn der Aufzeichnungen, was mich zu einer "laus nivis" verleitete. Hinter welcher vergessenen Ecke der Geschichte mag dieser geheimnisvolle Beginn der Aufzeichnungen liegengeblieben sein, der jetentdeckung der Nord-West-Passagezt immerzu beschworen wird, weil dieser Sommer 2018 der bisher aller-aller-heißeste gewesen wär'? - Damit sei "maximal der Zeitraum ab 1718 gemeint", formuliert Wikipedia diplomatisch. Dann haben die Aufzeichner jedenfalls im Jahr 1822 nicht richtig aufgepasst. So heiß und trocken das dahinschmelzende Jahr 2018 auch gewesen sein mag, bei meinen Recherchen in den Printmedien des 19. Jahrhunderts habe ich feststellen können, dass der Sommer vor 196 Jahren ziemlich ähnlich dem unsrigen verlief. Zufällig entdeckte der Engländer William Scoresby in diesem Jahr das Fjordsystem von Grönland, weil die Küste so eisfrei war wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen, und Sir John Franklin wagte sich sogar zur Hudson Bay hinaus, wo er leider keine Ost-West-Passage vorfand, sondern seine Stiefel verzehren musste. WBreslau, Winter 1822, neue Apfelblüteenn ich mir die Nachrichten über die Ernte vom Jahr 1822 in Russland anschaue, dann kann ich verstehen, dass Putin sich kaputtlacht über sogenannte Sanktionen des Westens. Nachher kommt's noch so weit, dass Emissäre der Ernte in Russland 1822russischen Botschaft in den USA Äpfel an die Kinder der Obdachlosen von Chikago, Washington und New York verteilen. Waas, das hat's im "kalten" Krieg schon gegeben? Das wäre ja, als ob sich Tick, Trick und Track und Duck bei der weihnachtlichen Bescherung der Einwohner von Kummersdorf (Slum im Außenbezirk von Entenhausen) von Panzerknackern helfen ließen.


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