• Recept gegen den Schwindel.

    Nimm: drei Drachmen wildaufflammenden Zorn,

    (frisch zu haben an Deutschlands Dichterborn).

    Dann: den Schmerzensschrei ganzer Nationen,

    Weltenschmerz und zerfahrnes Gemüth,

    Freiheitsträume, von Deutschthum durchglüht,

    von jedem, nach Gusto, drei starke Portionen.

    Adde: Katholicismus und Mönchswesen,

    herauf beschworen aus dunklem Schacht,

    längst verfloss’ner Jahrhunderte Nacht,

    wie es in allen Journalen zu lesen;

    dann: ein Drachma von Luther’s strahlendem Licht,

    ankämpfend gegen die feindlichen Geister –

    und (wenn es an gründlichem Wissen gebricht)

    zwölf Gran schöner Worte schwülstigen Kleister.

    Dies alles vermischt – nimm des Abends ein,

    bald wirst du gesund – – wie der Zeitgeist sein.

    Amalie Krafft in: Morgenblatt für gebildete Stände, Nr. 163, 21.8.1838, S. 651.

     

    Und hier noch was Älteres, auch nicht schlecht: Aus den Schlussworten einer Rezension, die Christian Konrad Wilhelm von Dohm einst schrieb (rezensiert wurde ein Buch namens Betrachtungen über den Zeitgeist in Deutschland in den letzten Decennien des vorigen Jahrhunderts)

    "...Charakteristisch und nachtheilig wirksam war die schnelle Verbreitung der Begebenheiten und Ideen des Tages durch Zeitungen, Journale und Flugschriften. Sie ward Quelle der Seichtigkeit, und Nahrung für die Unruhe.

    Das vervielfältigte Zeitungslesen vermehrte die politische Kannegießerey, diese schadete dem Wahrheitssinne. Man haschte nach Neuigkeiten ohne auf Wahrscheinlichkeit, ja physisch-geographische Möglichkeit zu achten.

    Wie die Zahl stieg, so wurden die Zeitschriften seichter. Doch wurden sie Hauptlectüre, ja einzige, und zum großen Nachtheil wahrer Bildung, blieben wahrhaft classische Schriften des Alterthums und der neueren Zeit ungelesen. Es entstand eine Circulation nicht fruchtbringender Art. Oberflächlichkeit und Schalheit, wozu von den neueren Pädagogen der Grund gelegt war, ward noch mehr verbreitet."

    Quelle: Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung Nr. 204, 31.8.1808, Spalte 408.

     

     


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  • Das folgende liegt als Zeitungsausschnitt von 1845 in der "Curiosa"-Mappe eines bedeutenden Sammlers.

     

    Reußische Fürstenthümer.

    Unter der Aufschrift: „Zur Verwaltung und Polizei“ theilt das Adorfer Wochenblatt folgende neue Verordnungen des Fürsten von Reuß-Lobenstein-Ebersdorf mit:

    „I. Ich befehle hiermit folgendes ins Ordrebuch und in die Specialordrebücher zu bringen: Seit 20 Jahren reite Ich auf einem Princip herum, d. h. Ich verlange daß ein Jeglicher bei seinem Titel genannt wird. Das geschieht stets nicht. Ich will also hiermit ausnahmsweise eine Geldstrafe von 1 Thlr. für Jeden festsetzen, der in Meinem Dienste ist, und einen Andern, der in Meinem Dienste ist, nicht bei seinem Titel oder Charge nennt. Schloß Ebersdorf, den 12. Oct. 1844. Heinrich 72.

    II. Fürstlicher Erlaß an die Kirchen- und Schulcommission zur Mittheilung an die sämmtlichen Geistlichen. Ich habe die Ansicht daß in Berücksichtigung des Gottessegens heuriger Ernte (doch fällt mir eben bei, daß ein Polizeidirectionsbericht vor uns liegt, die Ernte sey schlecht! wer hat Recht?), daß also, sage Ich, jetzt von der Kanzel ein ernstes Wort trefflich an seinem Orte sey, nämlich so: die HH. Geistlichen würden in ihrer Danksagung an den Himmel ein Thema finden, das Publicum aufzufordern des Himmels Segen nur durch Werke des Dankes zu verehren, die sich dadurch kund thun daß man seine Pflichten gegen seine Mitmenschen und überhaupt besser ins Auge fasse, vorzugsweise durch Befolgung des Gebots: „du sollst nicht stehlen!“ Ist ein reichhaltiges Feld! Nichtbefolgung Vorgedachtes scheint Mir zu diesem Augenblick in den letzten Jahren epidemische Sünde geworden zu seyn. Indem es unnöthig, den HH. Geistlichen nur einen Grundzug zu diesem, wie gesagt, reichhaltigen Texte vorschreiben zu wollen, sage ich nur, das ernste Wort von der Kanzel dürfte sich überall nach der Oertlichkeit modificiren, z. B. in Waldorten über Wild- und Holzdiebstahl, in Lobenstein und Ebersdorf über die Sünden die ihren Grund in der tiefen Liederlichkeit und Demoralisation fänden. Ich würde als Pfarrer schließen: „Schickt, ihr Gottvergessenen, eure Kinder in die Schule! Das Land, eure Mitbürger und euer Landesherrn thun genug für selbige, damit ein besseres Geschlecht für die Zukunft heranwächst etc.“ Schloß Ebersdorf, den 15. Oct. 1844. Heinrich 72.

    III. An die Landesdirection. Wenn Mir auch der neueste, nur schauderhaft und scheußlich zu nennende Vorfall, Ich meine die Beraubung des Steueramtes Lobenstein, nichts weniger als unerklärlich, sondern vielmehr als sehr erklärlich erscheint, und Ich sagen könnte: es sind Behörden im kleinen Lande genug da, um dergleichen ziemlich deutliche Uebelstände zu beseitigen, so ergibt sich nun leider gedreht die Wahrheit: daß besagter Vorfall Polizeizustände sogar für die Blinden herausstellt, die namenlos, mit einem Worte: Lobenstein hat des Nachts gar keine Polizei, und schläft unbewacht!! Wenn der Huhmann’sche, Hohl’sche, Gruner’sche und andere Diebstähle dieß beweisen, so beweist es vorzugsweise der vorliegende, das Steueramt mitten in der Stadt! Der Geldkasten drei Centner schwer! Warum ist so etwas geschehen in Lobenstein? Weil dort noch erbarmungswürdige, althergebrachte Kleinstädterei, verkuppelt mit oberländischer, Lobensteiner Gedankenarmuth, d. h. die Nacht schlafe ich, Punkt halb 5 Uhr stehe ich auf und arbeite wie ein Zugstier, herrscht, was alles der Uebelthäter vollkommen weiß und benutzt, weil das oberländische – „Sich-auf Andere-verlassen“ –  da eintritt, weil Lobenstein in seinen inneren Einrichtungen noch um zehn Jahre zurück ist, während das ganze übrige Land nicht übel disciplinirt, z. B. Hirschberg. Vorgeschicktes macht Mir also nach langen Jahren die landesherrliche Pflichterfüllung zur Pflicht, und Ich will binnen hier und acht Tagen genauen Bericht haben: wer versieht die Nachtssicherheitswache in Lobenstein im Gegensatz zur Feuerwache? Wer controlirt sie? Wer löst sie ab? Wer ist Nachtwächter, und wie viel Mann? Wer war in jener Diebstahlsnacht von dem Aufsichtspersonal der Hauptsünder? Ich behalte Mir vor, die Bestrafung desselben selbst zu verfügen. Indem Ich Mir übrigens nach gemachtem Vortrag weitere auf allgemein geltende Rechtsgrundsätze sich gründende Verfügungen vorbehalte, theile ich der Landesdirection mit daß ich bereits selbst einen Befehl über die Inspection der Nachtwachen gegeben habe, welchen Befehl sich die Landesdirection mittheilen lassen wird, und lasse meine vollkommene Unzufriedenheit sämmtlichen Polizeibehörden, Beamten und Dienern, sowie der ganzen Bürgerschaft in Lobenstein unverhalten seyn. Schloß Ebersdorf, den 5. Mai 1845, Heinrich 72.“

    Weitere nette Anekdoten von Heinrich dem Zweiundsiebzigsten und Erlasse im Wortlaut sind hier und die Fortsetzung hier zu finden.

     


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  • Mitten im Sommerloch ging der Mond auf. Verfinsterter MondUnd er sah aus, wie eine EU-normgerechte 5 Watt-Energiesparleuchte im Hinterhofklo eines der billigeren Economy-Hotels. Oder ein LED-Lampion bei schwankender Stromzufuhr. "Er" ließ sich überhaupt Zeit mit dem "Leuchten", nachdem die "Glutofen" oder wahlweise "Backofen"-Hitze kaum nachgelassen und der Erlebnisbeschleuniger längst heißgelaufen war. Oder soll man sagen, "sie" bzw. die Mondin? "Blutmond", wie die Blindzeitung titelte, ist doch sowieso eher die Domäne der Frauen, die sich, so  hieß es einst, in feministischen Zykluszirkeln monatsweise treffen - den Fachausdruck dafür müsste man doch eigentlich mit "monaten" übersetzen, als Verb gemeint, ich monate, du monatest und so weiter. Eclipsen-ProlapseIch erkläre deshalb auch gern geduldig, dass Mondfinsternis gar kein so seltenes (die letzte Finsternis des 21. Jahrhunderts!) Phänomen ist, wie uns die Sensationwissenschaftler glauben machen wollen. Dass der Mond in den Schatten der Erde tritt, kommt in Wahrheit doch allmonatlich vor, die Totalfinsternis ist jeweils bei Neumond erreicht, wird aber nur selten mit bloßem Auge erkannt, weil - Finsternis, halt, wie in dem bekannten Gedicht, wo der Wagen mit den stehend sitzenden Leuten blitzesschnelle langsam um die Ecke kurvt. Aber bitte, die weibliche bessere Hälfte der Menschheit will was erleben, nicht nur im TV, sondern live vor Ort und so weiter, gestern wanderten wir also gegen halb zehn in einen der umliegenden Parks, auf eine weniger von Hundebesitzern frequentierte Wiese, vor dem Niederlassen aber alles gut mit Lämpchen ableuchten, mit einem Panorama-Rundblick wie nur die Fliege in der Suppenterrine ihn hat, und bis halb elf dumm auf der Picknickdecke herumgewälzt, mit Fledermäusen, Nachtfaltern und tückischen Mücken gebalgt, die das spezielle Autan-Deodorant offenbar lecker fanden (marinierter Braten, schön blutig, aber die Haut muss kross sein, denken die Mücken beim Bestellen).Der Mond schon etwas höher gestiegen Um uns herum lauter Erwachsene, Kinder, und auf den Gehstock gestützte Greise, die sich den "seltenen Schauspielbefehl" (Wolfgang Neuss) nicht hatten entgehen lassen wollen, einer hatte sogar eine Drohne dabei, die er über der Wiese steigen ließ, um nachher beim Betrachten des Films den Stinkefinger zu sehen, den ich der Überwachungskamera zeigte. Schade, dass "die Manöverbeobachter nicht jedesmal voll getroffen werden" (Wolfgang Neuss), aber es muss einen nicht wundern. Ende der FinsternisJedenfalls hatten die meisten weniger Geduld, kaum war der Mond nach gefühlten anderthalb Stunden über dem Waldrand zu sehen, da dribbelte der Knabe nebenan wieder mit seinem bleichen runden Ball, und alle hielten die Fotoapparate und Handys hoch, vergaßen aber den Blitz auszustellen (ob die Bilder nachher was geworden sind?), was die Finsternis wieder vertrieb, denn diese herrscht bekanntlich dort, "wo das Licht mangelt" (Goethe). Meine Liebste wollte den Mond nicht blutrot finden, sondern mit einem Honigtopf vergleichen, ich dachte eher an diese sehr bittere Orangenmarmelade, deren Rest immer noch im Glas klebt und langsam nachdunkelt. Irgendwie tat mir der Himmelskörper leid, er konnte das Schauspiel nicht bieten, was man eigentlich vom Vollmond erwartet, erst als wir heimkehrten, stahl sich so langsam das Sonnenlicht von links her wieder auf seine Oberfläche, und falls der Mond nicht doch aus grünem Käse ist, wird er froh sein, morgen abend wieder leuchten zu dürfen.


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  • Lasse Leben auf mich regnen


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  • Dunkeldeutschland geht sehr schlecht vorbereitet in die heutige Mondfinsternis, fürchte ich. Erst kürzlich hat Peter Altmaier das neue digitale Endzeitalter verkündet, man müsse die K. I. "zur Erfolgsgeschichte Deutschlands machen... für Wissenschaft, Anbieter, Anwender, Start-ups gleichermaßen....  Schlumpfmützen Egatilémaßgeblich für Wachstum im produzierenden Gewerbe... Bruttowertschöpfung um rund 32 Mrd. steigern..." Der Haken: die Intelligenz meinte er, und zwar nicht, wie ich erst dachte, Schlumpfmützen Libertédie Kritische, sondern die Künstliche will er ganz groß schreiben bzw. fördern. Rohstoffe, die naturgemäß nicht mehr nachwachsen in den ausgepowerten Hirnbrachen, muss man künstlich erzeugen, soviel ist klar. Zuerst brauchen wir mal so ein Samenkorn, aus dem herauswachsen soll, was sich später entfaltet, belaubt und Blüten oder gar Früchte treibt. Nach aller Erfahrung wächst die Intelligenz nicht aus rohen, unverarbeiteten Eindrücken hervor, die führen nur zu Mythos und Glaubenswahn, ich sage nur: Feuersbrunst als Erscheinung höherer Wesen, Trockenheit als Strafe für sündliches Begehren (wer sich auf eine nette Runde freut, kriegt eine lange Dürre), Allegorie der RevolutionMondfinsternisse als der Zorn des Allmächtigen. Und, ehrlich gestanden, wenn ich mich in der Welt so umsehe, habe ich auch den Eindruck. ohne künstliche Eingriffe in die Genstruktur geht da nichts mehr, die Verblödung liegt bleischwer auf dem Land und ist schon festbetoniert und kaum mit dem Preßlufthammer oder der Dampframme zu beseitigen. Nein, die Natur will be- oder verarbeitet sein, bevor sie produktiv wird, wie Marx schon irgendwo gesagt hat, "arbeiten wir uns an der Natur ab", sozusagen. Die Frage ist nur, wie wir dem zarten Keimling so lange einreden können, er wüchse nicht in einer Nährflüssigkeit heran wie in diesen von Robotern bewässerten Farmen, die ich mal in einem dieser Matrix-Filme sehen konnte, sondern in der Original-Hirnzelle eines Durchschnitts-Zeitgenossen, falls der überhaupt noch eine frei hat im Oberstübchen, wo entweder gähnende Leere herrscht oder der blanke Wahnsinn regiert. Haben wir die Wachstumsbedingungen einigermaßen hergestellt, brauchen wir nur hegen, pflegen und behutsam die tägliche Dosis Witzenergie zu steigern. Vielleicht soll man der Intelligenz,Freiheit schaut auf's Meer solange sie noch schutz- und wehrlos ist, gut zureden und kluge Sachen vorlesen? Ich z. B. rede immer mit meinen Tomaten, die sagen mir dann schon, wie oft sie gegossen werden oder zum Friseur wollen - paarmal schlichten, und sie treiben immer üppiger aus. Ich meine, das Jahr 1789 muss trotz allem Scheußlichen, was danach kam, so ein Moment gewesen sein, in dem die mühsam vorbereitete Erleuchtung der Aufklärer in die Politik durchschlug und immerhin dazu führte, dass die Stände sich nicht auseinanderdividieren ließen,Fraternité den Bajonetten nicht wichen und weiter parlamentierten und in einer langen Verhandlungsnacht die Vertreter des Adels vielleicht nicht freudig, aber freiwillig auf alle Privilegien verzichteten! Okay, dass der Egoismus wenig später fröhlich weiterging und die am Überseehandel beteiligten Mitglieder der Nationalversammlung in aller Brüderlichkeit dafür sorgten, dass Freiheit und Gleichheit nicht in den Himmel wachsen bzw. den Sklaven in den Kolonien nicht zukommen sollten, steht auf einem anderen Blatt, aber das macht den Ballhausschwur selbst ja nicht ungeschehen oder verdächtig. So wie auch Mirabeau eine begnadete rhetorische Revolutionslokomotive bleibt, auch wenn er hinterrücks mit dem König kungelte und für Geld alles tat. Zurück zu der denkwürdigen Zurücknahme der Adelsvorrechte: Diesen kostbaren Moment sollte man studieren und erforschen und herausfinden, wie aus diesem unvermutet aufkeimenden Intelligenz-Gen so etwas wie historisches Bewusstsein entwachsen konnte - z. B. die Erkenntnis, dass es ein davor und danach gibt und nichts auf ewig hält, bzw. nicht das Alte, nur weil es alt ist ("das haben wir schon immer so gemacht und es gibt nichts Besseres"), blütemonat maimehr Berechtigung hat als das Neue, auf die jeweilige Situation der Zeit zugeschneiderte ("doch, wir probieren mal aus, was verbessert werden kann"). Mir fielen neulich Briefköpfe aus jener glorreichen Ära in die Hand und ich stellte fest, dass man in bester barockener Tradition Bildelemente der Emblematik neu zusammenzufügen begann. Die Republik muss eine Frau sein, sie trägt ein Liktorenbündel (Vorsicht, Faschismus) und manchmal einen Speer, auf dem ein phrygischer Jakobinerhut sitzt (solange kein abgeschlagener Kopf unter dem Hut grinst, mag das ja noch angehen). Mitunter steht sie neben irgendwelchen schräg abgesägten Baumstämmen, die sich bei genauerer Betrachtung als Tempelsäulen entpuppen, und ein Trikotcoloreskrähender Hahn muss auch in der Nähe sein, während andere Tiere platt am Boden liegen. Das Verhaftungs-BulletinKanonen auf Spatzen(Da fällt mir grade ein, dass die Frau von Neo Rauch, der den Bayreuth-Bühnenprospekt für "Lohengrin" gemalt hat, Rosa Leu heißen soll, komisch, nicht?) Kanonenkugeln nicht vergessen, dazu die Bollerkugeln und jede Menge Zündstoff. Manchmal schwebt auch ein einzelnes Auge oben drüber in der Sonne, soll das jetzt doch ein bißchen Monotheismus sein, oder ist es das Allwissende Auge des Geheimdienstchefs Fouché, dem keine konterrevolutionären Umtriebe entgehen...? Merkwürdig auch, daß "Liberté" und "Fraternité" ebenfalls mit nach links ausgerichteten Schlumpfmützen aus der klassischen Antike repräsentiert sind, und dass der aus dem Liktorenbündel herausstehende Speer genau auf den Mittelpunkt zwischen Schlumpfmütze und (guillotiniertem) Totenkopf zeigt. Das soll dann wohl das juste milieu sein, auf das Altmaier mit seiner Künstlichen Intelligenz zielt, die Anwender und Anbieter gleichermaßen glücklich machen soll. Und das votiert bekanntlich nicht für Fraternité, Egalité oder gar Liberté, sondern für Merkelismus, Macronnerie und force de frappe. - Eigentlich wollte ich mich über Fußball und das Flirten der Gladiatoren mit den Machthabern in der Zirkusloge äußern in dieser Kolumne (siehe Titel), aber jetzt ist was ganz andres draus geworden, weshalb mein revolutionärer Elan gipfelt in der egalitären Forderung: Özil für alle!


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