• Es ist grob. Es ist körnig. Es sieht aus wie Hagelschlag auf den Rieselfeldern oder gestoßener Kandis. Und ich weiß ehrlich gestanden noch nicht, was ich damit machen soll, es sei denn, ich pökle den Cockerspaniel ein, den mir neulich eine der Schmuddeltanten über die Wiese zum Schlachten geschiMotoradhelme verbotenckt hat, oder knödle Teig und werde zum Laugenbrezelbäcker. Schmecken tut es ... salzig. Und das, obwohl auf dem Mini-Etikett steht, es könne Spuren von Erdnüssen, Sellerie, Senf und Sesam enthalten. Friseurwerbung aus einem RheindorfNicht von Sand? Wüstensand und so? Nein, das Salz kommt aus einem urzeitlichen See, der heute nur noch vom Weltraum aus als sog. Salzpfanne erkennbar ist. Nun, der gestrige Selbstversuch mit der Arrabiata von Tag 1 ergab, dass es schon ganz schön scharf sein kann, insofern muss man vermutlich auch mit kristallinischen Spurenelementen aus der Kalahari eher sparsam salzen. Bei "Kahlahaari" fällt mir noch ein, dass mich ein deutlich schüttererer (als ich) Freund neulich besuchte, und ich dachte, er kann eigentlich mit Stolz verkünden, dass er den Physiognomen die Arbeit erleichtert oder ihrem Anliegen zumindest weit entgegenkommt. Franz Xaver Messerschmidt konnte übrigens auch nicht bloß aus Marmor grimassierende Glatzköpfe formen; die Stadt Saulgau in Württemberg hat ein Denkmal für Maria Theresia an prominenter Stelle platziert, wieso für die und nicht für Friedrich den Bärtigen? Weil hier bis zur Abdankung des Kaisers Franz II. noch ein Außenposten des Habsburgerreiches war. Und dieses Denkmal ist eine Kopie des Messerschmidtschen Originals in Wien.


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  • hirsche mit Knien aneinander stoßendUff, das Hochladen wird aber schwierig, weil ich seit Tagen immerzu morgens und zur Feierabendzeit und nun wohl das ganze Wochenende mit den Freizeitsufern um die schmale Band"breite" im Kölner Kabelnetzwerk kämpfen muss. Heute war' also Zimt dran, der rieselte nicht aus dem Kalendertürloch, sondern war fest verschlossen im Gläschen deponiert. Nun, heute befassen wir uns mal mit einer nicht so gelungenen Weihnachtsdeko, die auf einem Klebeband zu finden war. Zwei Hirsche rennen offenbar gegeneinander und zwar diametral gegenteilig zu den kölnkarnevalistischen "Stippeföttchen", statt dessen drehen sie sich um und machen frontal "Stippepfötchen", denn die dekorativen Rehbeine knallen am Knie derb gegeneinander und produzieren, wie man sehen kann "Sternchen", - und was bedeuten Sternchen in der Comic-Bildsprache? richtig, das tut echt weh, so dass einem die armen Tiere geradezu leid tun. Dabei sollen die das zur Brunftzeit im Wald echt so machen, Anlauf nehmen und gegen einander anrennen. Das ist im September, wenn ich recht orientiert bin (google-Nutzer). Aber wer möchte daran zur Weihnachtszeit denken? Die Leute vielleicht, die ihren Schneehasen weihnachtlich dekorierte Dessous schenken? In dekorativer Absicht wird hier also Hirschquälerei betrieben, wie weiland der Fürst Pückler tat, der mit weißen (Albino-?) Hirschen, als Zugtiere an einem Schlitten oder einer Kutsche vorgebunden, vorgefahren sein soll in Berlin. Allerdings sagte mir mal ein Kenner der einheimischen Waldfauna, das sei unmöglich, niemand zähme einen Hirsch und bringe ihn dazu, sich aufzäumen zu lassen oder eine Kutsche zu ziehen. Vermutlich waren es also Pferde oder Maultiere, die der Fürst weiß angemalt und mit dekorativen Geweihen gekrönt hat.

     

     

     


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  • Tja, auf der Suche nach den originellsten Adventskalendern sind wir diesmal (vorvorletzes Jahr war es einer mit veganer Schokolade, davor ein Seil mit 24 Strümpfen von Tschibo, die ich immer noch trage) auf den Gewürzkalender verfallen, den es kürzlich bei einem dieser Discounter gab, deren Spaßnamen auf -i, -y oder -o enden. #1: ArrabiataHeute ist der 1. Advent, also beginnt der Produkttext erst jetzt. Wenn ich es schaffe, mache ich hier jeden Tag des Advents ein Türchen auf und gebe in der Übe#1: Arrabiatarschrift an, was drin war. Richtig geraten, es handelt sich um ein Glas mit rotem krimseligen Zeug, das verdächtig nach "mit mehr Scharf" aussieht - also genau das hier links abgebildete, wenn auch ohne die Peperoni daneben (ist wohl der Serviervorschlag, Abbildung ähnlich usw.). Vermutlich soll ich nach dem Willen der Adventskalender-Macher meine Nudeln damit würzen. Schlankheitskost? Da wollte ich die dickmachende Schokofülliung vermeiden, und nun birgt schon das erste Türchen des Advents ein Spaghettigericht. Komischerweise ist die Hülle, in welche der Kalender eingepappt war, mit einem dunkel-in-dunkel-Weihnachtsbaum verziert, unter dem die normalen Süßlis und Leckereien hängen, Zuckerstanden und so. Aber dergleichen ist in den "24 Gläschen" wohl nicht zu erwarten, dafür Chilibrösel für Nudeln rabiata. - Außerdem will ich in jedem der Türchen ein Beispiel aus meiner Logo- und Verbotsschildersammlung bringen, am besten irgendwas schräg dieseingtes - heute ist es die bescheuerte Hand-Schrift auf dem Adventskalender, das Wort Adventskalender geht noch so, aber welcher typographsichen Mühle entstammt das darunter stehende wort? Übrigens, da könnte auch Gewurze stehen, so winzig sind die Umlautpünktchen über dem u - wurde wohl in irgendeine Drittweltstaat verfasst. Aber Jesus wurde ja auch in einem ebensolchen geboren, also nicht z. B. in der Schweiz mit der schlichten serifenlosen Helvetica und auch nicht in Deutschland, wo die Engelchen ihre Transparente, mit denen sie vom Himmel den Hirten zuwedeln, das FÜRCHTET EUCH NICHT in gotischer Fraktur pinseln würden. Auch der Deckel des Adventskalender hat seine Schönheiten, da steht "Love & Harmony", als wären in dem Kalender Psylozibin-Pilze (war das nicht das das Zeug, das sich Carlos Cannjajeda nach Anweisung von einem gewissen Casanova auf dem Yaqui-Weg des Wissens in die Birne kloppte? früher gab's das im Botanischen Garten zu sehen, heute nur hinter verriegelter Gewächshaustür) oder sonstige Hippiedrogen versteckt, und das klein- bzw. grau in grau geprägte "Let it snow" läßt auch allerlei Verdächtigungen in dieser Richtung zu. Also, meiner Meinung nach hat dieser Kalender mit dem Warten aufs Christkind so viel zu tun wie Chanukka mit dem Barte des Propheten.


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  • Leïla Slimani. "Dann schlaf auch du", Zufallshaus-Verlag, 224 S., ISBN: 978-3-630-87554-5, 20 EUR

     

    Und die Moral von der Geschicht:

    Überlasst die Kids der Nanny NICHT.


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  • Regt euch nicht auf, Leute. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Und die Generale sollen mal schön in den Kasernen bleiben und nicht gleich die Rundfunksender übernehmen. Da sind ein paar völlig Durchgeknallte schon aus den Vorverhandlungen von Verhandlungen ausgestiegen, ist doch prima. Dieser nervöse junge Springinsbundestagsbett, FDP-Chef Lindner, erklärt, es wäre besser, wenn er nicht regiert. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung und doch per se lobenswert. Schlecht regieren kann die Merkel bestimmt besser ohne Dummsprüche von der Zahnärzte- und Mövenpickhotelierslobby. In "spätrömischen Verhältnissen" gab es einen Kindskaiser, der bei wechselnden Legionärsmehrheiten auf den Thron geputscht wurde und in Trier regierte; das Oberkommando der Wehrmacht im Kölner Prätorium ließ ihn ab und zu antanzen und die Bierdeckelsteuererhöhung unterschreiben. Das wollen wir doch nicht, oder? und die CSU, die schon damals in Gestalt der Agilolfinger immer querschießen musste, hat sowieso einen Sprechautomaten in die Verhandlungen geschickt (den Agitpropfinger Seehofer, der gern in die Geschichte eingehen will als der Bayernfürst, der einen CDU-Kanzler vom Thron stößt, das hat ja nicht mal der Strauß bei Adenauer, Kohl und Co. geschafft) und einenFrontalschaden bei den Sondierungen Clown, den Mautisten Dobrindt, der seine eigene "Schwachsinnsfrist" zur Endlagerung vermutlich witterte, als die Grünen (Achtung, reine Spekulation) auf seiner Ablösung bestanden haben und die Kanzlerin nur stumm genickt hat. Der Sprechautomat findet es "schade", dass die lustige Bolzrunde vorbei ist, so reden Kinder, die man bei IKEA vom Bällebad abholt. Ein Tag tiefen Nachdenkens würde auch der Kanzlerin mal guttun, was macht die denn eigentlich während solcher "Sondierungen", nächtelang unter der Bank in Whatsapp surfen? Und die Grünen können die weit vorausgeschobenen Allerletztfristen für die Einführung der Solent-green-Ökodiktatur wieder weiter nach vorn ziehen, von 2050 auf 2032 zum Beispiel, also darf ich mit meinem Benziner noch bis zur TÜV-Scheidung fahren, z. B. über die Alpen wie Hannibal mit stinkenden Kot hinterlassenden Elefanten oder die Nachkriegsdeutschen im VW-Käfer an die Adria. Und überhaupt Italien, die haben ein echtes Flüchtlingsproblem, die müssen Leichenberge entsorgen, nicht bloß Containerdörfer auf Brachwiesen dulden, die hatten ihre letzte stabile Regierung unter Mussolini, wenn ich mich recht entsinne! Kurz, wenn wir hier keine Allparteienkoalition mit Volksbefragungen hinkriegen wie die Schweiz, freuen wir uns doch an einem Hauch italienischer Lebensart und lassen la Mamma wie schon in unserer Kindheit, bei den ewigen Zänkereien über dem Gänsebraten am Familienweihnachten, mit wechselnden Mehrheiten weiterwursteln!

     

     


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