• Quo vadis, deutscher Schriftsteller?

    "Zwar hat der eliminatorische Antisemitismus in Deutschland keine kulturelle Basis mehr", stellt mein Lieblings-Autorenverband (der mit den meisten Fehlschreibungen im Internet - eine Freundin hat mal über ein Dutzend aufgezählt - , vor allem bei den Selbstdarstellungen der Mitglieder) - und schon über diesen Einleitungssatz könnte man in sehr tiefsinnige Betrachtungen versinken, an deren Ende man sich ja eigentlich schon mal ein Hanfseil drehen, sich die vom Gebälk baumelnde Schlinge um den Hals legen und den Schemel unter den Füßen wegkicken könnte - , in einer Quo vadis, deutsche Schriftsteller?Veranstaltungsankündigung fest: "Zwar hat der eliminatorische Antisemitismus in Deutschland keine kulturelle Basis mehr. Doch die fürchterliche Ausweitung von Gewalt und Kriegen bis an die Grenzen Europas, Flüchtlingsströme sowie Wirtschafts- und Finanzkrise und Sparpolitik nähren weiterhin Nationalismen, Rassismen und Fanatismen aller Arten. Wie kann Literatur zu deren Auflösung beitragen?"

    Eine baugleiche Veranstaltung - derselbe Autorenverband, dieselben Förderer, das gleiche Plakat - wenige Tage später wurde angekündigt mit den Worten: "Der neue Begriff kritischer Politik 'Glokal' führt zurück zum Veedel, zu Begriffen wie Integration und Inklusion, zu Mitgefühl und Empathie, Solidarität und Begleitung, zu wechselseitiger Verantwortung und Menschenliebe und auch zu dem ethischen Zentralbegriff 'Mitleid'. Immer waren gerade diese Inhalte vornehmliche Anliegen von engagierter Literatur und reflektierter Schriftstellerei."

    Quo vadis, deutsche Schriftsteller?Starkes Geschütz und schwerer Tobak, was? Ihr habt meinen ethischen Zentralbegriff. Ich sehe die verzweifelt rauchenden Köpfe über dieser Ankündigung, was muss denn noch rein? Wie ist es denn mit dem Antisemitismus, speziell jetzt in letzter Zeit ist der doch aufgefallen...? Ach was, den brauchen wir nicht, der ist unwichtig, erstes ist nur der "eliminatorische" A. bedrohlich - und der hat ja zweitens in Deutschland gar keine kulturelle Basis mehr. Und die war ja unbedingt nötig, für dieses ganze Judenvernichten nach 1933, ohne kulturelle Basis wäre da nichts gelaufen. Und die kulturelle Basis, wer sollte das anders sein als WIR, die deutschen Wortmetze, organisiert in der Fachgruppe Kultur & Medien bei ver.di. Wir wissen von VS-Mitglied Werner Rügemer, dass in Israel christliche Gemeinden an der Ausübung ihrer Religionsfreiheit gehindert werden, wie er am 14. Oktober anlässlich der Verleihung eines Kölner Kasperl-Preises anprangerte. Den sonoren Vortrag, er liest das ungefähr so schwungvoll ab wie Oberstaatsanwalt Wyschinski die Anklageschrift gegen Kamenew, Bucharin & Co., kann man sich bei KenFM anschauen, unter der Überschrift Danke Karl, dieses Video sollte um die Welt gehen, damit eindeutig klar wird, wo Satan beheimatet ist! Nationalismus ist aber auch nicht gut, man darf die anderen Nationen nicht vergessen, also Nationalismen. Ohne die Wirtschafts- und (und!) Finanzkrise können wir die Flüchtlings"ströme" nicht erklären, aber wie zum Teufel kann eine Sparpolitik irgendwas "nähren", und sei es "Fanatismen" (die wir außer den Nationalismen und Rassismen unbedingt ansprechen sollten, sonst würfe man uns einseitige Antirassismen vor), und immer schön Plural verwenden, damit die Meinungsvielfalt nicht zu kurz kommt, sonst kommt ja keiner in die Veranstaltung. - Kommen wir mit Inklusion allein aus oder brauchen wir mehr Integration? Engagiert oder reflektiert? Und als das Manifest fertig war, bestellten sie zur Feier des Tages eine Glokalrunde.

    Quo vadis, deutsche Schriftsteller?Aber seid unbesorgt, wenn die Not am größten, ist die Hilfe am nächsten: "Die Veranstaltung wird gefördert vom Land NRW, der Stadt Köln, der Gesellschaft für Literatur in NRW, dem Runden Tisch Riehl, der Katholischen und der Evangelischen Kirche, der Jüdisch-Liberalen Religionsgemeinschaft und der Gewerkschaft Verdi." Komisch, dass diese Schriftsteller allesamt in der Gewerkschaft Verdi sind (wissen die das nicht?) und sich diese also quasi selber fördert.

    Schwamm drüber, die Veranstaltung ist gelaufen, insofern hat die Auflösung schon begonnen. Der nächste Termin:

    "Anton Samtleben *) und Fergie Knurrbonbon *) (beide VS) erinnern an die verstorbenen Autoren des Verbands deutscher Schriftsteller (VS), die mit Köln zu tun gehabt haben. Auch kleine Ausschnitte aus dem Werk werden dabei z.T. gelesen. Einige VS-Kollegen werden aus ihrer ganz persönlichen Erinnerung heraus noch etwas zu einer/nem Verstorbenen sagen.
    Memorial-Veranstaltung
    am ** November 2014 (Mittwoch) um *** Uhr im ***saal der Hans-Böckler
    *)-Kirche usw. In der Südstadt
    Eintritt: frei (Spenden erbeten)
    Alle literatur-interessierten Kölner/innen und Rheinländer/ innen sind eingeladen: zu diesem Erinnerungsabend, an dem der VS sich von seiner Vergangenheit her darstellt."

    (*Namen aus Datenschutzgründen geändert, sonst blieb der Text so, wie er eben ist.

    Hier der Bonustrack, ein ewiger Refrain auf der Originalseite des (Berufs-!)Verbandes deutscher Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen - Profis, wohin du spuckst - , wörtlich und zeichengetreu von den in alphabetischer Reihenfolge angeklickten Spezialisten für das Wort, den Stil und die Satzzeichen geschrieben. Auch kleine Ausschnitte werden z.T. gelesen! Und nein, man darf trotz Generation Legasthenie, Computerborniertheit und Tippfehlertoleranz ruhig mal genau sein, wenn es um dt. Literatur geht, die das Völkchen ja auch mit gut ausgebautem Ego für sich reklamiert; müsste man Deutschlands Musiker so spielen hören, wie die unsere Sprache traktieren, lägen faule Eier und Matschtomaten auch griffbereit!

    ...lebte ich, bis auf einen einjährigen Aufenthlat in Berlin,...

    Beiträge in zahlreichen Anthologien, u.a. "Biblilothek deutschsprachiger Gedichte"... (da war wohl die Prinzessin Lilofee am Werk?)

    Kulturpreis des Kreises Minden-Lübecke für die Erzählung: „Eine Welt aus Dienstagen“ (eine Montagsentscheidung, wenn der Kreis dämlich genug war, den Kulturpreis jemandem zuzuschanzen, der bis heute nicht mal den Namen richtig zu schreiben weiß.)

    Durch ihre foto-journalistischen Auslandsaufenthalte [...] in den Jahren 1991 bis 1994, hatte sie zu dieser zentralen Lebensfrage Schlüsselerlebnisse, die sie endgültig zum Schreiben brachten.Quo vadis, deutscher Schriftsteller?

    ...veröffentlichte Reiseberichte, Hörbücher. Biografien, und Romane.

    Seit 75 Jahren schon unterwegs, davon 4ß Jahre schreibend, mich und meine Lebensgestalt begleitend, und noch immer damit beschäftigt, meine (Zwiebel-) Schalen abzuwerfen, um an den Kern der Dinge und mir selber heranzukommen. (Das kommt bei mich nicht vor.)

    Ihre erotischen Bücher handeln von dominanten Vampiren, romantischen erziehungsspielen in japan und krimihelden, die undurchschaubar und genauso unwiderstehlich sind. Eine spannende handlung liegt der Autorin ebenso am Herzen, wie ein starkes Knistern zwischen Held und Heldin... (genau, bei mir wird Knistern im Gegensatz zur handlung ganz groß geschrieben!)

    Daraufhin lebte sie ein halbes Jahr in Qingdao (China) um die chinesische Sprache zu studieren.

    ...und habe nach vielen Jahren Arbeit in der Grundschule begonnen Bücher zu veröffentlichen. (vielleicht in der Grundschule begonnen-e Bücher?)

    Die Geschichten sind teils fiktiv, teils verfremdet auf echten Fällen basierend. Letzte Veröffentlichzng: ...

    Schon als junge Barfrau in zwielichtigen Nachlokalen wurde... (Als älteres Semester studierte sie erst Wirt- und dann Nachbarschaft.)

    ... erscheint ein Psychothriller bei Egmont Lyx der wiederum in Frankreich spielt.Quo vadis, deutsche Schriftsteller?

    Herausgeber von Anthologien und mehrfach von Literaturzeitschriften.

    Seit 2005 schreibt er verstärkt für Erwachsene.

    Später Studium der Betriebswirtschaft und Volkswirschaft.

    Der Schwerpunkt ihres Schreibens sind realistische Jugendromane...

    ist zahlreiche Literatur- und Kompositionspreisträgerin...


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