Das römische Sakralgesetz erlaubte in seinem Kalender nur bestimmte Tage für Rechtsgeschäfte, die Nefasti. Dieser Kalender war in Stein- oder Marmortafeln gehauen und öffentlich ausgestellt.
Wegen der merkwürdigen Betonungen durch den dings-achtel-Takt kann ich die erste Strophe noch aus dem Kopf niederschreiben: "Wer der erste war, wußte schon bald keiner mehr, doch wahrscheinlich der bucklige Handelsvertreter, der mitten am Tag se
ine Kleider zerriß, als die schwarzweiß gestreifte Tarantel ihn biß! Er hüpfte und tanzte die Straßen entlang, wobei er mit Hüften und Armen schwang... EINS und zwei DREI und vier FÜNF SECHS ta-dumm und bei Dreißig dann einmal im Kreise herum. So tanzt man seit jeher DIE Tarantella, die TArantella die TAHArantel-la... So tanzt man seit jeher DIE Tarantella, die TAHARAN-TEHEHE-HEhella...
Geht dann so weiter, offenbar darf man das zitieren... gutes altes Väterchen Franz, wenn du aus dem Grab herausrotieren könntest angesichts der allgemeinen Grundrechte-Verjuxung durch Söder und Genossen, was sagste dazu? du würdest singen "wer jetzt nicht tanzt"!
Der Bucklige biß einer Hausfrau ins Knie
Als sie an der Haustür: "Ich kaufe nichts!" schrie,
Und die Frau hieb die Zähne in ihren Mann
Als er neben ihr lag und zu schnarchen begann,
Und der Mann schlüpfte diesmal am anderen Tag
Nicht dem Chef ins Gesäß, sondern schnappte danach,
Und der Chef fuhr mit gläsernem Spinnenblick
Seiner Ehefrau während sie schlief ins Genick.
Beim Leichenschmaus tanzte man die Tarantella,
Die Tarantella, die Tarantella,
Beim Leichenschmaus tanzte man die Tarantella,
Die Tarantella!
Die Frau verbrannte bis auf ihr Gebiss,
Das der Feuerbestatter gleich mitgehen ließ.
Er brach der Prothese die Goldzähne aus
Und trug sie ins städtische Pfandleiherhaus.
Der Pfandleiher, der sie recht schmuddelig fand,
Zerschnitt sich beim Säubern an ihnen die Hand
Und er ließ sich dann abends beim Skatspielen geh'n:
Und da wars um den Finger des Kiebitz' gescheh'n!
Der tanzte besessen die Tarantella,
Die Tarantella, die Tarantella,
Der tanzte besessen die Tarantella,
Die Tarantella!
Und er riß dann am Sonntag beim Meisterschaftsspiel,
Als ein Tor gegen die schwarze Vereinsmannschaft fiel.
Dem jubelnden Sportsfreund vom weißen Verein.
Der vor Freude hochsprang, ein Stück Fleisch aus dem Bein,
Und der fiel dann gleich über den Nebenmann her,
Und da wartete keiner der Sportsfreunde mehr:
Ob schwarz oder weiß wurde bald einerlei
Bei der schwarz-weiß gestreiften Tarantellei!
Man tanzte verbissen die Tarantella,
Die Tarantella, die Tarantella,
Man tanzte verbissen die Tarantella,
Die Tarantella!
Von da an fehlt jede vereinzelte Spur.
Historiker, die berichten uns nur:
Ein schwarz-weiß gestreiftes Tarantelinsekt,
So groß wie ein Fussballplatz, tanzte direkt
Zur Stadt hinaus weiter und bis an den Rand
Jenes Kraters, der einmal beim Planspiel entstand.
Aber achttausend Klafter? Der Sturz währte lang,
Und so hörte man lange noch den Gesang:
Refrain
Nach zwölf Lichtjahren fand dort ein Hirte im Gras
Einen Schneidezahn, der eine Elle maß.
Er schnitzte sich gleich eine Flöte damit,
Die ihm beim Flöten die Lippen zerschnitt.
Er hüpfte zur Stadt hinein, tanzte und sprang,
Wobei er mit Hüfte und Armen schwang:
Eins und Zwei, Drei und Vier, Fünf-Sechs-tadum
Und bei Dreißig dann einmal im Kreise herum...
Nach zwölf Lichtjahren, dtz dtz, sowas findet sich immer mal wieder beim "frühen Degenhardt", den ich früh zu schätzen gelernt hatte.