Das römische Sakralgesetz erlaubte in seinem Kalender nur bestimmte Tage für Rechtsgeschäfte, die Nefasti. Dieser Kalender war in Stein- oder Marmortafeln gehauen und öffentlich ausgestellt.
Par Petit Larousse
Nun ist der einzige Goncourt-Preisträger gestorben - nein, der Name wird nicht wie Turnier ausgesprochen! - , den ich je übersetzt habe, und einer der wenigen ernstzunehmenden Autoren. Schade. Er hatte einen vorzüglichen Stil, aber auch klare Gedanken. Er liebte Deutschland und er verstand es auch ganz gut, glaube ich. Die meisten Franzosen, so mein Eindruck, haben eher verschwurbelte Vorstellungen von deutscher Kultur, Heine ist ihnen Franzose, was wir hier haben, reicht vom Rheingold über Heidegger gleich zu Ernst Jünger und Leni Riefenstahl. Dieses Klischee hat auch er bedient, aber sich zugleich lustig darüber gemacht, so mein Eindruck. Die Deutschen amüsierten ihn, er machte Clownerien aus ihren Mythen, das haben ihm manche nicht verziehen, die es eher sehr ernst angehen mit der Vergangenheitsbewältigung. Er konnte, heißt es, die letzten Monate schon nicht mehr allein leben, ist immer wieder gestürzt und hatte keine Lust mehr - so sein Patensohn, er hatte keine Familie.
Seinen Erlkönig habe ich gelesen, aber nicht viel mehr, wie ich zugeben muss. Und natürlich den kleinen Essay, mit dem ich beruflich zu tun hatte.
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