• Willkommen im und Abschied vom Allgäu

    Irgendwann war es soweit, dass wir Abschied nehmen mussten - jedes Finale geht unweigerlich am Schluss zu Ende. Nachdem ich am Montag ein letztes Mal direkt hinterm Haus in den Wald gelaufen und meine Pantomimen-Gymnastik absolviert hatte, hieß es: zusammenpacken, Räder einfalten und die Beine in die Hand bzw., weil das nur bildlich gilt, die Autobahn unter die Sommerreifen nehmen.das "Laufende Logo" der book-crossing-Gemeinde Unsere Gastgeberin im Book Crossing Point von Bad Grönenbach war bereits von ihrem Ausflug nach Österreich zurückgekehrt und wollte natürlich wissen, wie's uns geht, vor allem, wie wir mit dem doch oft wetterwendischen Klima zurechtgekommen sind. Book Crosser gehen von dem Gedanken der Literatur als einem partizipativen Volksvermögen aus; als Autor wäre mir lieber, sie würden sich "Wolkenland" kaufen, deshalb war ich strikt dagegen, die Anthologie umstandslos hier zu hinterlassen - es hat ja nicht mal annähernd antiquarisches Alter - aber da ich selber jede Menge Bücher zuviel habe und auf dem Flohmarkt nicht mehr loswerden kann, wäre es keine schlechte Idee, beizutreten und die alten Schätzchen mit entsprechenden Identifikationsnummern auszustatten. Man legt sie an einem der vielen crossing points ab und erfährt, wenn es jemand mitnimmt und die ID-Nummer im Internet eingibt, gelegentlich von ihrem ferneren Schicksal. Übrigens waren die hier in den Billy-Regalen reichlich aufgereihten Bücher kein Flohmarkt-Prüll, sondern bestens erhalten und großenteils auch aktuell - für mich zu aktuell, denn "richtige" Literatur war nur in Ausnahmefällen darunter und der Tagesquatsch von Rosamunde Pilcher bis Vampirella-Literatur interessiert mich nicht. Immerhin hatte ich eine Lübbe-Taschenbuch-Ausgabe von Anatole France: Die Götter dürsten entdeckt, was ich endlich mal lesen wollte (kam aber über die ersten zehn Kapitel nicht hinaus); Jean-Paul Sarte: Der Ekel, das ich schon lange nicht mehr angefasst hatte, las ich nochmal ganz, zwischendurch amüsierte ich mich trotz meiner Abneigung gegen Illustriertenkram über Axel Hacke und sein biedermeierliches, stockkonservatives Deutschland-Album, dazu passte Kornelias mitgebrachte Lektüre haargenau, der ebenso stockkonservative und biedermeierliche Martin Mosebach (Der Mond und das Mädchen) und Irene Disches oberflächliche, zum Roman geblähte Obama-Wahlkampf-Reportagenserie. Tägliche Lieferungen des Memminger Anzeigers, diverser Museumsprospekte und Reiseführer und das Einsetzen des trockenen Wetters führten dazu, dass ich keine Zeit fand, mein mitgebrachtes Pensum auch nur anzublättern. Das Gefühl, in einer (fremden) Bibliothek zu wohnen, kannte ich bereits aus dem Übersetzerkollegium in Straelen, freilich mit dem Unterschied, dass man dort einerseits immer mit Kollegenbesuch rechnen muss, andererseits die Bücher nicht einfach nach Hause mitnehmen darf, was hier (theoretisch) möglich gewesen wäre. Übrigens treffen sich die deutschen Anhänger der book crossing community vom 22. bis 24. Oktober in Essen, im "Unperfekthaus", an das mich die Ferienwohnung - obwohl sie außer einer äußerst störrischen Kaffeemaschine gar nichts unperfektes an sich hatte - auch erinnert. Andererseits ist das book crossing so eine Wohlfühlgemeinde wie facebook oder Wikipedia - in der Teilnehmerliste finden sich merkwürdige Namen wie "Katzenfresser", "BunteAmsel", "Schneestern" oder "Frodo3216"'; die Crosserin, bei der wir wohnten, hat wohl einen indischen oder vedischen Nicknamen, ist aber nicht angemeldet.

    Heute, eine Woche später, haben wir uns abschließend die Vor- und Nachteile eines Allgäu-(K)urlaubs vor Augen gehalten, ich stelle hier für alle, die erwägen, mal dorthin zu fahren, eine Doppelliste der Argumente für und wider zusammen. An's Werk!

    Wegweiser (18. Jhd.) im Illerbeurener Umlandcontra:
    Wetter: Im Museum von Illerbeuren erfuhren wir, dass im Allgäu mit ergiebigem Niederschlag in allen Monaten zu rechnen ist (außer Dezember und Februar, wo er etwas spärlicher ausfällt). Dauerregen war zwar nicht oft, meist beschränken sich die Launen des Wettergottes auf einen Kneippschen Ganzkörper-Kaltguss, dem Sonnenschein zum Abtrocknen folgt. Hat es sich einmal eingeregnet, kann man sich abschminken, wandern zu gehen, es ist dann weniger angenehm, wenn Illerbeuren noch eine halbe Stunde Wegs entfernt liegt (wie auf nebenstehendem Wegweiser mitgeteilt wird).
    Entfernung: für uns war's schon eine ziemliche Wegstrecke, immerhin rund 7 Std. Fahrzeit (übrigens angenehmer über Würzburg als Stuttgart zu fahren, was ein Internet-Routenplaner empfahl). Da kann man auch noch eine Stunde Schlafpause in Mâcon und zwei Fahrtstunden auf der Autoroute de Soleil drauflegen und nach Uzès fahren - und hat dafür eine (einigermaßen verlässliche, wenn auch nicht immer) Sonnengarantie. Allerdings ist es auch teurer...
    Wandern: Zu loben sind gute und detailliert beschilderte Wege im Weichbild von Grönenbach (außerhalb werden Wegweiser merklich seltener). Auf den sog. "Weitwanderwegen" gilt: Mütze, Tee & Proviant nicht vergessen, nirgends locken, vom Waldcafé bei jener Alpen-Ausblick-Stelle abgesehen, Gasthäuser zum Einkehren (an der obigen Obeliskbasis steht übrigens: "Gib uns heute unser tägliches Brot"). Den Anblick der Landschaft bezeichnete Kornelia als "Grünkur für die Augen". Aber: Felder und Wälder sind intensiv bewirtschaftet; bei Holzeinschlag werden manche Wege gesperrt; hat der Regen mal aufgehört, wird stinkende Gülle auf die Felder gebracht; die Iller ist kaum zugänglich und scheint auch zum Baden ungeeignet; nach wilden, wenig betretenen Pfaden, wie wir sie von Wanderungen in der Provence, im Roussillon oder im Hérault kennen, sucht man meist vergebens und läuft vielmehr, einmal aus dem Gehölz herausgekommen, weite Strecken über Asphalt (auf wenig befahrenen Landstraßen). Alles im Umkreis von 5 km um Bad Grönenbach ist gut und leicht zu wandern - von manchmal beschwerlichen Steigungen abgesehen -, aber auch ein bisschen bieder und kurpatienten-kompatibel. Kornelia meint allerdings, unsere Gastgeberin habe am allerletzten Tag von tollen Wanderwegen in Himmelsrichtungen erzählt, die wir nicht probiert haben; die Gegend ist noch nicht "ausgewandert". Radausflüge könnten in interessantere Gegenden führen, sind aber im Hinblick auf das Auf und Ab der Hügelchen wieder anstrengender.
    Infrastruktur: Ein "Netto", ein "Rewe" und der Dorfladen (ein etwas unordentlich bestückter "Edeka", bietet als Sonderangebot angeschimmelte Bananen feil) sind die zentralen Versorgungsstationen in Bad Grönenbach, wo seltsamerweise kaum Bauernhofverkauf ausgeschildert ist. Daneben exisitiert noch die dem "Schlecker" angestückte Nebenerwerbspost. Briefkastenleerung 1x täglich; es gibt auch die private "Allgäu-Post" mit eigenen, roten Kästen (ich habe probehalber Fritz Reutemann eine Karte geschickt), Briefmarken kriegt man in der Patschouli-Tee-Yoga-Andenkengalerie. Mit diesen Läden, zu denen noch 1 Metzger, 2 Bäcker, 1 Fahrradhändler plus Apotheke kommen, ist der Ort geradezu die shopping mall der Umgebung und wird nur von Memmingen übertroffen. Dorthin verkehrt ein Bus, aber außer zu Pendlertageszeiten nur sehr sporadisch. Mit dem Rad ist man in rund 10 min. am "Bahnhof Bad Grönenbach", zu Fuß 30 min (einheimische Jugendliche trampen), mindestens, aber das architektonisch vom einstigen Kurgäste-Zustrom zeugende Gebäude beherbergt nur noch Bänke und einen stummen Fahrkartenautomaten und eine Fahrplan-Vitrine. Angeblich lohnen sich Tagesausflüge von hier mit dem Rad an den Bodensee, man muss aber jeweils umsteigen und kommt erst mittags dort an. Immerhin soll es einen "Allgäu-Express" geben, der vom Ruhrgebiet direkt nach Bad Grönenbach fährt (ich finde ihn unter bahn.de nicht). Wer ihn nimmt, sollte Rad oder Rollschuhe mitnehmen z.B. für längere Wegstrecken mit Einkaufsgut. Uncharmant sind die aleatorischen Öffnungszeiten von Museen im Umland ("jeden 2. Sonntag im Monat 14-16 Uhr"), außer im schwäbischen Landwirtschaftsmuseum und im Klostermuseum Ottobeuren, beide von höherer Stelle finanziert. Gemeinden, investiert mehr in Personalkosten! Was nützen die schönsten Renaissancehäuser und -klöster, wenn Tagestouristen vormittags eintreffen... Das Haus des Kurgastes hab ich nie von innen gesehen. Als ich mal Einlass begehrte, hatte grade der Bürgermeister 50. Geburtstag und ein Schild wies ins Rathaus, wo ich aber nicht stören wollte - er hätte von mir ein paar Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrsführung geschenkt bekommen.
    Kurortqualität: Als Kurort ist Bad Grönenbach noch ausbaufähig; die Kriterien scheint man in der bayerischen Bäderverwaltung ziemlich locker zu nehmen. Eigentlich ist hier außer einem kurzzeitigen Studienaufenthalt des jungen Sebastian Kneipp gar nichts, was Heilung verspricht: keine heiße Quelle, kein Sauerbrunnen, keine Radon-Höhle etc. Die milde Luft, gepflegte Kneipp- und Sportanlagen und der Badeteich machen das aber wett. Der "Kurpark" mit Kurmuschel, Kneipp-Armbad und CSU-Denkstein der deutschen Einheit wirkt verwahrlost. Ständige Bautätigkeit im Viertel ringsum macht den Aufenthalt nicht erholsamer. Bei unserer Ankunft wurden eben ein Traditionsgasthof abgerissen und einige Meter von der Ferienwohnung weg neu gebaut (die Feierabend- und Sonntagsschwarzarbeit hielt sich aber in Grenzen und wir blieben akustisch unbelästigt). Der Kraftfahrzeugverkehr könnte außer mit 30-km-Zonen und "Bitte Schritt fahren!"-Schildern (an die sich keiner hält), wirksamer mit Straßensperren (die ja Ausnahmen für Liefer- und Anwohnerverkehr nicht ausschließen) eingedämmt werden. Und wo sind die Hupen-verboten-Schilder? Des Bayern sensibelstes Organ ist nun mal das Protz-Auto, und wer ein solches fährt, dünkt sich popeligen Fußgängern und weniger gangstarken Radlern gegenüber in der Vorfahrt. Motorräder sind nicht gern gesehen (dürfen nach Sonnenuntergang in der Stadt nicht herumbrettern) und die neueste Unsitte der vierrädrigen "Squads" hielt sich in Grenzen, haben wir vielleicht ein-, zweimal in Kempten gesehen. Aus Kurorten bin ich allerdings gewohnt, dass Motorengeräusch auf ein Minimum reduziert oder ganz unterbunden wird! und das sollte auf dem Marktplatz vor dem "Haus des Gastes" auch geschehen, anstatt selbst diesen noch zur Drehscheibe des innerstädtischen Kfz-Gebrauchs zu machen. Die Glocke der Stiftskirche Philippus und Jacobus, gegen deren Lärmimissionen wir Ohrstöpsel ans Bett gelegt bekamen, hat dagegen gar nicht gestört.

    pro:
    Freundlichkeit: Die Allgäuer, wie wir sie kennengelernt haben, sind überhaupt nicht grantlig oder verschlossen, sondern wahnsinnig freundlich, zuvor- und entgegenkommend. Nicht nur unsere Gastgeberin, auch die Kellner, Kassiererinnen, unterwegs die Bauern, wenn man welchen begegnet, alle. Nie hat man das Gefühl, angeranzt zu werden oder ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Wir waren ja schon ganz erschüttert, dass es keine Bayern sind, sondern Schwaben, die allerdings fast alle perfekt hochdeutsch reden. Man grüßt sich, und zwar unverkrampft und kommunikativ, ununterbrochen - auf der Straße, beim Schwimmen oder Einkaufen oder Frühsport, überhaupt in jeder Lebenslage. Außerdem sind alle sichtlich erfreut, Fremde zu sehen, welche im Vorübergehen den Nordic-Walking-, den 4fCircle-Trainings- und den Fußreflexzonen-Parcours nutzen - man fühlt sich hier fast überall willkommen, vielleicht auch, weil es (noch) so wenige von uns gibt...
    Wenig überlaufen: Die Hauptqualität des Orts ist, dass er als Geheimtip gelten darf. Die Miete war preiswert, es gibt keinen Massenandrang bei Kneipp-Tretanlagen (die auch nicht als Babybadebecken missbraucht werden) oder anderen Stätten der Ertüchtigung. Wanderern oder Walkern begegnete man mitunter, aber nur sporadisch und nie in größeren Gruppen oder gar busladungsweise. Hier kann man sich entspannen, ohne sein Glück oder sein Strandbadetuch mit Tausenden anderen teilen zu müssen. Beispielsweise stellt einen der Besuch des Naturfreibades den Klinikgästen des Sanatoriums Bad Clevers völlig gleich, der Komfort ist übersichtlich, aber alles ist sauber und kostete nichts (die Kurkarte hätte halbe Preise ermöglicht, aber wegen des ungewissen Wetters wurde ganz auf Eintritt verzichtet). Man sieht auch nicht dauernd Versehrte oder Kranke, was nicht schlimm wäre, aber das Bild dieser Kurstadt wird wirklich eher durch Sporttreibende geprägt. Und zwar nicht von braungebrannten, durchtrainierten Sonnyboys, die mit ihrer Ausrüstung oder ihrem Muskeltonus prahlen, sondern von ganz normalen, durchschnittlichen Mitmenschen, die sich an den "low-performance"-Geräten des nagelneuen, erstklassig ausgestatteten Trimm-dich-Angebots mit viel Vergnügen und ohne Leistungsdruck zu schaffen machen.
    Kulturangebote: Die Umgebung weist für Schlechtwettertage eine Fülle von Kulturangeboten auf, den Musikfestivals von Uzès und Montaren, dem Carré d'Art von Nîmes usw. durchaus vergleichbar - um es zu nutzen, muss man allerdings ebenso wie dort motorisiert sein und vorher im Haus des Gastes oder im Internet nach Öffnungszeiten und Programmen recherchieren. Kaufbeuren mit seinen Museen und literarischen Gedenkstätten, Ottobeuren und seine künstlerisch gestalteten Säle, wo ständig Konzerte stattfinden, Kempten und Mindelheim und Memmingen, das sind großartige Ausflugsziele. Und dabei haben wir vieles noch gar nicht gesehen, die Schnitzaltäre von Buxheim, das Wieland-Museum in Biberach, die Orgelrezitationen in Ottobeuren, die Museen in Wangen und Mindelheim, für all das hatten wir keine Zeit oder wir kamen zur Unzeit dorthin.
    Stille, frische Luft, Grün und Blumen: Wo wir wohnten, war der Wald direkt hinterm Haus, drei Minuten den "Vogelsang" hoch. Grüne Treppe zum Hohen SchlossDie Luft in dem Kneipp-Kurort war frisch und rein, die Stille war wunderbar, sobald man sich etwas von der Straße entfernt hatte. Das meditative Glockenklingklang der Kühe ist keine Störung. Auf den Wanderwegen war es auch stets ruhig und es herrschte in der Regel wenig Verkehr, selbst auf asphaltierten Nebenstrecken. Eine üppig-bunte Blumenfülle in den Gärten der Umgebung beweist, dass die Landfrauen viel Sinn für florale Schönheit haben, den ich bei manchen Höfen in der Eifel oder im Bergischen vermisse. Straßenränder, Wiesen, Wälder sind sauber, niemand verteilt seinen Verpackungsmüll in der Landschaft. Und an jeder Ecke, selbst tief im Wald, sofern er noch zur Gemarkung Grönenbach gehört, hängen Kästen mit Hundeklo-Plastiktüten, die von den hiesigen (wenigen) Hundebesitzern genutzt werden, um die "Trümmerl" (wie der Wiener sagt) ihrer Lieblinge diskret zu entfernen. Es muss allerdings einen besonders auf gesüßten Eistee erpichten Mitmenschen, vielleicht Kurpatienten, in Bad Grönenbach geben - dessen Hinterlassenschaften (leere Trinkkartons) fallen um so mehr ins Auge, als sonst nichts herumliegt...
    Milch und Käse: Die hierorts wachsenden Kräuter, von glücklich dreinschauenden Kühen in friedlicher und harmonischer Umgebung gemampft, sorgen anscheinend für den Wohlgeschmack der Milch und für eine reichliche Auswahl interessanter Weich- und Hartkäse. Auch Buttermilch, Quark und Yoghurt schmecken im Allgäu deutlich besser als anderswo in Deutschland. Kässpätzle haben wir nicht probiert, Weiß- und andere Würstchen sind lobenswert, Wurstsalat muss man nicht draus machen. Aber das Kulinarische haben wir allenfalls in der eigenen Ferienküche erprobt. In Bad Grönenbach gibt es sogar ein Weinrestaurant mit einem Michelin-Stern, das wir zu Kornelias Leidwesen nicht besucht haben, ebensowenig wie die Konkurrenz im Kurcafé mit dem exquisiten "Lehrlingsmenü" des dort an der Kochmütze Auszubildenden oder die Schaukäserei in Altusried, wo die Iller romantischer und zugänglicher sein soll als am Rothenstein. Das Kurvorhaben brachte es mit sich, dass wir statt der kulinarischen die sportiven Angebote weidlich in Anspruch nahmen; einen Wein nebst Brezel-Imbiss auf der Terrasse des Rauchkuchls haben wir aber nicht verschmäht. Am schönsten war das Chillen an der Kneipp-Tretanlage, bei Tee aus Thermoskannen, und anschließend der grüne, aus ausrangierten Eisenbahnschwellen gezimmerte Aufstieg zum Schloss (mit Abstecher zu Sebastian Kneipps Kräutergarten, Lehrbienenstock und Lorbers Lauben oder Panoramablick in den Abendhimmel über Stadt und Umland, von der Mauerbrüstung des Schlossgartens), und von dort die Rückkehr zur wenige Schritte entfernten Ferienwohnung.

    Unser Fazit: die Vorteile überwiegen, ihre Einschränkungen sind unerheblich. Gerade die weniger spektakuläre Landschaft an den "foothills" der Alpen ermöglicht ruhige, angenehme Ferien, ähnlich wie Aufenthalte nicht direkt am Mittelmeer, sondern im Hinterland. Kurz: wir kommen wahrscheinlich wieder!

     


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  • Commentaires

    1
    hdorn
    Lundi 23 Août 2010 à 19:38

    une question curieuse:

    Hast du immer ein Büchlein dabei, in dem du die Kuriositäten notierst?

    2
    Petit Larousse Profil de Petit Larousse
    Lundi 23 Août 2010 à 21:28

    tja, öh... ich hab größere "Leerbücher" bei einer verdi-Konferenz mitgehen lassen, da kommen die dummen Verse für facebook und andere Einfälle (Träume) rein, und dann gibts noch einen Terminplaner, den ich als Tagebuch nutze, sonst tut's die Erinnerung oder Nachrecherchieren von Namen, Daten, Fakten, Suchergebnisse hab ich dann hier im Blog ja auch meist verlinkt. Muss aber sagen, das Blogschreiben ist auch eine gute Schule, man zwingt sich zum Nachbetrachten und -bearbeiten, die obige pro- und contra-Nachbereitung, entstanden aus einem Gespräch mit Kornelia, hätte ich sonst nicht aufgeschrieben.

    3
    Kornelia
    Lundi 23 Août 2010 à 22:34

    Sehr schön ist es, einen solch lebendigen Ferienbericht zu lesen. Die Fotos sind auch schön, aber die Erzählung dazu ist besonders plastisch. Es ist ein wenig wie nochmal erleben im Schnelldurchgang. Eine kleine Vorfreude auf spätere Eskapismus-Pausen wenn ich alles nochmal lesen kann.

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