• Türchen achtzehn

    In Trier soll es ein südeifelianisches Nationalgericht geben, welches "Kappes Teerdich" heißt, anscheinend ein Pamps aus Sauerkraut und Kartoffelpüree.  "Teerdich geht auf das Lateinische tyrium zurück, was Stoff bedeutet", sagt der Romanist: "Robustes Gewebe wird einer nahrhaften Speise parallel gegenübergestellt." Na gut, Gewebe ist so ziemlich der kleinste gemeinsame kulinarische Nenner, das Äquivalent zum "Text" in der Literaturwissenschaft. Andererseits gibt's ja auch Bauern, die sich Kartoffeln direkt in die Milchsuppe schnippeln, während sich der Landadel den haut-goût nicht nehmen läßt, Preißelbeergelee über das Hirschfleisch vom Zwölfender zu löffeln. Das da unten ist übrigens ein leckerer Wildblumensalat aus "Vieux Sinzig", den nur blöde Kühe direkt von der Weide, statt anständig mit Messer und Gabel verspeisen würden.

    Türchen achtzehn

    Wie ich jetzt in einer Veganerpostille las, soll man besser gar keine "Muttermilch" zu sich nehmen, die von artfremden Lebewesen stammt. Das täte wohlweislich kein anderes Tier in der Schöpfung! Milch zu trinken sei nicht nur sonderbar, sondern belaste die Umwelt: Kühe rülpsen und pupsen jede Menge des klimazerstörenden Treibhausgases Methan in die Atmosphäre. 78 % der Menschheit sei laktoseintolerant, demgemäß sei das Bedürfnis nach Buttermilch eine Ausnahmeerscheinung. Von diesem, wie ich immer gern sage, "Wahrtrunk der Schamanen" benötige ich eine Dosis von 3-4 handelsüblichen Bechern an einem Arbeitstag. Wer ausschließen will, dass Kälber verhungern, soll gefälligst Sojamilch wählen. Allerdings empfinde ich auch Sojapflanzen als eine mir im Kern eher wesensfremde Erscheinungsform des Seienden. Sojabohnen werden von der American Food and Drug Administration (FDA) als Giftpflanzen definiert! In Südamerika wird immer mehr Regenwald gerodet und mit Sojakulturen aufgeforstet, aber 98 % der Sojaproduktion aus Argentinien ist genmanipuliert... Lasst uns Buttermilch trinken, und zugleich den Kühen die Butterblumen wegessen, dann tragen wir zum sinnvollen Konsum ebenso bei wie zur Vergrämung der gefährlichen Methan-Ausdünster!


    Tags Tags : , ,
  • Commentaires

    Aucun commentaire pour le moment

    Suivre le flux RSS des commentaires


    Ajouter un commentaire

    Nom / Pseudo :

    E-mail (facultatif) :

    Site Web (facultatif) :

    Commentaire :