• Türchen #17: Verwünschungen

    7 Jahre schlechten 6 soll man kriegen, wenn man beim Zuprosten tief ins Glas schaut statt in die Augen des Gegenübers. Wieviele Leute gibt es, die EXTRA die Augen zukneifen oder weggucken ("immerhin - sieben Jahre überhaupt welchen!"), wenn sie nah genug rangelassen würden zum Zuprosten... Jakob, Sohn eines Flickschusters, später Zwerg Nase genannt (von W. Hauff) mußte, in ein Eichhörnchen verwandelt, sieben Jahre Küchendienst bei der Zauberin Kräuterweis tun, der er die Kohlköpfe nach Hause getragen hatte. Danach roch er an einem Kraut, der Fluch wurde abgemildert und er war kein Eichhörnchen mehr, nur noch ein krüppliger Zwerg, der für einen Herzog kocht. Was hat die Hexe mit ihren verwunschenen Kleinnagern noch angestellt außer die Haushaltsarbeit auf sie abgewälzt? Glaubt man den Iren, schweben Flüche sieben Jahre wie Geier über dem Haupt des Verwunschenen und stürzen sich erst auf ihn herab, wenn dessen Schutzengel mal nicht aufpaßt. 7 ist eine Heilige Zahl, 7 Jahre grünt der Baum des Lebens, dessen Wurzel 7mal geteilt ist, in 7 Jahren erneuert sich das Feuer der Sonne und des Mondes, nach 7 Jahren kommt dieselbe Woge wieder an den Strand, um erneut zu zerschellen. "Sieben Jahre, sieben Meere" singt Roger Whittaker, und wenn die Tochter sieben Jahre lang siebenhundert siebenundsiebzig Hemden spönne, würden die 7 Raben (ihre Brüder) wieder Menschengestalt annehmen. Der Fluch könnte doch abgemildert werden, warum nicht alle 7 Jahre schlechten 6? Dann kämen welche, die extra tief ins Glas oder wegschauen: Immerhin! überhaupt mal alle sieben Jahre 6!

     


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