• Wurfgut von der MontagsroseKarneval bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich zu amüsieren. Eines davon ist das Einsammeln von Süßigkeiten, welche Karnevalsprinzen und -diven aus unerfindlichen Gründen vom Triumphwagen herab auf die Häupter der Maskierten herabregnen lassen. In der unbedeutendsten Wurfgut von der MontagsroseStichstraße aller Stadtviertel Wurfgut von der Montagsrosefand wie schon in den Vorjahren auch diesmal ein solcher pompa triumphalis statt, und wir bückten uns - wenn auch nur selten -nach dem Wurfgut, das z. T. aus gesunden Kohlehydraten, Traubenzucker, Päckchen mit Papiertaschentüchern, Erdnüssen ins Tetrapacks bestand, ich ließ das Meiste herumstehenden Kindern in die aufgesperrten Taschen fallen. Nicht so am Rosenmontag, dessen Umzug nach Auskunft glaubwürdiger Zeugen der entspannteste seit Jahren war (viele Fremde blieben weg, obwohl sie doch hätten aus Düsseldorf, Münster, Mainz und Co. anreisen können, wenn es schon in ihrer HeiWurfgut von der Montagsrosematstadt ausfällt), von da wurde mir überreichlich zu Teil! Übrigens mussten alle Festwagen von der Hand oder mit dem Traktor gezogen werden; Banner und Fahnen wurden von mehreren Personen quer gehalten, alle sonst berittenen Spaßsoldaten gingen dieses Jahr zu Fuß, was ich mir in den Reiterstiefeln, die als "Schusters Rappen" eher nicht wandertauglich sind, unangenehm vorstelle. In dem kurzen Umzug auf der Stichstraße gab es auch ein Reiterkorps, da hatten sie Steckenpferde am Zügel und führten einen hölzernen Gaul auf Rollbrett in der Mitte. Aus früheren Jahren her dachte ich noch immer, die Gratisverkostung sei Schleichwerbung für die Leckereienindustrie, inzwischen drucken die Karnevalsgesellschaften ihre eigenen Logos und Sprüche auf die Packungen. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist wohl der Präsident. Die Colombinen, ein noch nicht so alter Karnevalsverein, haben eine Präsidentin, und natürlich auch Reiterinnen und Festwagen, den ein männlicher Pastor auf den namen "Cosima Colombina I." getauft hat. Meine persöliche Karnevals-Delegierte kam jedenfalls mit einem Riesensack voller Süßigkeiten und einem Blumensträußchen nach Hause.

    Sambagruppe

    Natürlich hatte ich nach gewissen Erlebnissen Sorge, bei dem kleinen Straßenfest meinen übelwollenen Nachbarn zu begegnen, Wurfgut von der Montagsrosedie mich wahrscheinlich am liebsten als Nubbel verkleidet an der Straßenecke erhängt und meinen Leichnam am mardi gras um 24.00 unter Dankgesängen verbrannt wüßten. Aber niemand von "denen" ließ sich blicken. Das Haus liegt zwar nur auf der anderen Seite der Main Street, aber wie in einer anderen Welt. Hier waren fast nur entspannte, Wurfgut von der Montagsrosekarnevalistisch kostümierte Zeitgenossen zugange, die sich mit großem Ernst in den Gesichtern der Brauchtumspflege widmeten. An die Spitze des Zugs hatten sie einen baumlangen Äthiopier delegiert, der begeistert begrüßt wurde, dahinter kam ein hübsches Kind mit dem Mottoschild, das dann minutenlang in der Stofftasche nach Süßigkeiten kramte. Eine Gruppe namens Campingplatz Liblarer See führte statt des Triumphwagens ein Ruderboot mit, ein Chor, der statt Kamelle rote Zettel mit Terminen für "offenes Singen" verteilte, sang zur Begleitung von Violine und Gitarre den Uralt-Hit von Johnny Cash Ring of fire, ich gröhlte das bei einiger Textkenntnis mit, aber der so verstärkte Chor konnte sich trotzdem nicht gegen das allgemeine Humba-Humba durchsetzen. - Natürlich habe ich mir auch dieses Jahr die sog. "Stunksitzung" angetan, in der TV-Übertragung und im Rundfunk, ich fand aber die Witze abgestanden und stunklangweilig. Diese elende political correctness, das Aufzählen aller Reizthemen ohne sie wirklich politisch umzudrehen und auszubeuteln, dazu dieser ewig primitive auf Klatschmarsch bedachte Húmor (betont auf der ersten Silbe) mit absehbaren Pointen. Nur die Parodien der Köbes-underground-Band waren eine dazwischen gereichte Erfrischung und einigermaßen lustig. Dafür gefiel mit die Puppensitzung im Hänneschen, der ich schon mindestens 3x beiwohnen durfte, wurde auch im TV übertragen.Wurfgut von der Montagsrose

    Wurfgut von der MontagsroseUnd dann starb ja noch Rodscher Willemsen, über die Toten nichts Schlechtes, aber nachdem es zum Ausklang des Karnevals immerzu tönte, "Philosoph".... "Autor von Sachbüchern mit Dauerplatz auf der Bestenliste"... "einer der wichtigsten Intellektuellen der Bundesrepublik" ward es mir dann doch ein wenig blümerant zumute. Diese dauerbegeisterte Quasselstrippe, Schwatzheini mit Neigung zum Politik-Ersatzgetue (ein Jahr den "Reichstag" zu jeder Sitzung besucht!), Hansqualm in allen Fernsehgossen incl. -kanälen und Anhänger von 9/11-Verschwörungstheorien hat ausgegackert, das kann ich gutheißen, wenn ich ihm auch gern viele schweigsamere Lebensjahre gegönnt hätte. Eigentlich war er das, wovor mich meine Mutti immer gewarnt hat, von der hörte ich immerzu, ich solle mich nicht verzetteln, endlich mal entscheiden, "was du tust, das tue ganz" usw., aber heimlich hätte sie mich viel lieber auf so einer Medienfiffi-Raketenspur gesehen als in der Sackgasse wissenschaftlicher Spezialisierung. Jede Hanswurstiade braucht ihren Wichtigtuer, im Hänneschen ist das der Speumanes, und das war in diesem Fall Rodscher (ich weigere mich, das irgendwie "germanisch" auszusprechen, bin ich bescheuert oder heißt Henry Purcell auf deutisch auch Heinrich Purzel?) W. Aber im Karneval muss es auch Krokodile geben, wegen der Krokodilstränen. Diesmal trafenGespenst auf dem Dach wir eins im Speicher, wo die Mieterin im obersten Stock ein externes Klamotten- und Möbellager auf der Allmende beansprucht. Über Monate hinweg werden hier Uniformen für eine ganze weibliche Brigate nere ausgelüftet, trocken sind sie wohlgemerkt, vielleicht auch sauber, ich hatte mir lange schon vorgenommen, das Chaos zu fotografieren und dabei ist mir auch ein Beispiel für magische Auraphotographie gelungen. Wörtlich schmetterte man mir zum Willkommen die Worte entgegen: Mit so jemandem wie Ihnen rede ich ja gar nicht. Wurfgut von der MontagsroseAber es gab dann doch eine heftige chemische Kettenreaktion aus der Richtung. Ich wurde nämlich bei meinem Fotografieren fotografiert und da hab ich etwas zurückfotografiert. Das Gespenst - wir nennen es GETZ nach seiner liebsten Grußformel (Handschriftenproben und computertetippte Pamphlete habe ich auf diesen Seiten schon dokumentiert) - ließ aber nicht viel von sich sehen. Beziehungsweise, markantere Kennzeichen habe ich entfernt, der Dutt ist nicht richtig zu sehen, und gegen Internetfotografie hat sich GETZ schon auf einer Liste verewigt, die im Internet herumschwirrt und auf der ein nicht-nur-Namens-Vetter von mir ebenfalls unterschrieben hat. Das Hausgespenst flatterte noch ein zweites Mal hinter uns her, gegen acht, als wir den letzten Korb nach oben gebracht hatten. Es versuchte, unsere Hinterköpfe zu fotografieren (was es da in der Hand hält, ist die Kamera, auf der nun mein Haarkranz gespeichert sein dürfte), es Wurfgut von der Montagsrosehatte gar nicht gemerkt, dass wir einfach Leine gezogen haben, Wurfgut von der Montagsroseund zwar wörtlich, damit wir auch ein bescheidenes Plätzchen in dem ausgebuchten Closed-area-Bereich haben, den sie für ihre Domäne hält, und der eigentlich allen Mietern gehört. Keine zwei Minuten nachdem wir weg waren ging im Dachfenster ein Licht auf, ich hab's vor der Tür gesehen, da wurde nachkontrolliert, ob wir uns nicht an dem Chemisarden-Battailon vergriffen hatten. Siehe: jetzt ist alles leer, und vermutlich deshalb, weil mit unseren neuen Strippen selbst die gesamten Columbinen Kölns nicht mehr die "Mallorca-Taktik" üben können Da sich das Gespenst in dem Moment wegdrehte, als meine Kamera auf sie gerichtet war (während meine Lebensabschnittsgefährtin ihrem Objektiv charmant zulächelte), ist hier die Diskretion garantiert,und man kann auch nicht an der käsig verquollenen, von rötlichen Quaddeln (vgl. noch erkennbar die Pickelspuren am Oberarm) und Krampfadern durchwirkten Complexion der Dame auf ihre Identität rückschließen. Der verbitterte, jeden Eindringling ins Erdgeschoss zurückscheuchende Mundwinkelzug ist ebenfalls nicht zu erkennen. Na, egal, alle die sich von der Autorin mancher merkwürdiger Kritzeleien, die ich hier gezeigt  habe, mal ein Bild machen wollen, müssen mit diesem Stern vorlieb nehmen.

    Wurfgut von der MontagsroseAm Schluss fegte man auch in der Stichstraße den Mob von der Straße, und das scheint auch gelungen, denn diese Truppen sorgen auch für einen umweltfreundlichen Karneval, der keine klebrigen Bonbonreste im schmuddeligen Pfützenpflaster zurücklässt. Ein "Stehenbleiben, wir kehren um"-Schild haben wir als Platzverweis aufgefasst, laut Faschingsmotto "wir stellen alles auf den Kopf". Organisiert wird das ganze übrigens u.a. vom Eigentümer der Gyrosdreherei Happy-Schappi, einem Imbißbudenbesitzer aus Hellas, wo die Residenz des lokalen Dreigestirns (Prinz, Bauer, Jungfrau jeweils Frauen, dieses Jahr) ist. Nachdem ein anderer Veedelszug hier in der Gegend mangels Kohle ausfiel, dachten sich die Anwohner, egal, wir machen das trotzdem, auf unsere Art. Natürlich setzen sie auch Ordner ein, die liefen mit pappenem, marmoriertem Kopfschmuck herum, auf denen "Leitz-Ordner" zu lesen war.


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  • Nun ist der einzige Goncourt-Preisträger gestorben - nein, der Name wird nicht wie Turnier ausgesprochen! - , den ich je übersetzt habe, und einer der wenigen ernstzunehmenden Autoren. Schade. Er hatte einen vorzüglichen Stil, aber auch klare Gedanken. Er liebte Deutschland und er verstand es auch ganz gut, glaube ich. Die meisten Franzosen, so mein Eindruck, haben eher verschwurbelte Vorstellungen von deutscher Kultur, Heine ist ihnen Franzose, was wir hier haben, reicht vom Rheingold über Heidegger gleich zu Ernst Jünger und Leni Riefenstahl. Dieses Klischee hat auch er bedient, aber sich zugleich lustig darüber gemacht, so mein Eindruck. Die Deutschen amüsierten ihn, er machte Clownerien aus ihren Mythen, das haben ihm manche nicht verziehen, die es eher sehr ernst angehen mit der Vergangenheitsbewältigung. Er konnte, heißt es, die letzten Monate schon nicht mehr allein leben, ist immer wieder gestürzt und hatte keine Lust mehr - so sein Patensohn, er hatte keine Familie.

    Seinen Erlkönig habe ich gelesen, aber nicht viel mehr, wie ich zugeben muss. Und natürlich den kleinen Essay, mit dem ich beruflich zu tun hatte.


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  • ...und Allah balla-balla. Gott muss klein sein, engherzig, geradezu dumm. Wie kann man sein Anliegen von filzläusigen Knasterbärten, brabbelnden gelockten Breithüten, weibischen Mümmelgreisen in neckischen rotweißen Satinröckchen, quängelstimmigen Moralschranzen mit Bäffchen, missgünstig-lauernden westfälischen Kaffeetanten, vollverschleiert trippelnden Warzen-Omas, brillenschlangig-pickligen Predigerkandidaten, Figaroweihwasserspritzenden Sexualneurotikern, lispelnden Betschwestern und kalaschnikowschwingenden Gewalt-Machos vertreten lassen? Ich denke mir Gott - wenn ich mir diese klassische Nicht-Entität,Gott ist klein! die reintheoretische Luft- und Nullnummer, überhaupt vorstelle - als langweiligen, ziemlich verspießten Rentenempfänger in Bademantel und Schafswollpantoffeln, der, ein Sixpack Alkoholfreies in Griffweite, den lieben langen Tag vor dem Fernseher herumlümmelt und sich durch die Programme zappt und vom geflügelten Pflegepersonal ab und zu seine Portion Manna einlöffeln lässt. Was er urprünglich mal mit der Schöpfung vorhatte, ist in seinem dementen Hohlschädel längst untergegangen, längst verschusselt, was er von der Menschheit wollte, wenn es nicht grade sein Lieblingsfilm ist - für ihn morden und brandschatzen. Wir sind im Grunde genommen, immer vorausgesetzt, es gibt den alten Stinker überhaupt, bestenfalls verurteilt, das immergleiche Schlachtengemälde aufzuführen, mit viel Pyrotechnik und Geknalle, stinkendem Weihrauch und ranzigen Öllampen, dazwischen möglichst viel Goldflitter und neckische Puttenpornographie.canard enchaine Gern sollen wir auch alle Jahre wieder eine "Kreuzigung" aufführen, bei der dieser zur Zeugung unfähige Verschnittene angeblich den eigenen "Sohn" zu Tode foltern ließ, hämisch sich über die Trauer der Leihmutter lustig machend, was angeblich zur Erlösung, in Wahrheit zur Schaffung eines Vorwandes diente für weitere Völkermorde, Pogrome und Weltkriege. Ich glaube, wie gesagt, nicht an diese Entität, aber wer dran glaubt, sollte die Zeichen lesen und sich mal anschauen, mit welchen trotteligen Propheten, welchen Hohepriestern, welchen "Jüngern", bzw. Ältern sich die himmlische Knallcharge umgibt: alle Kirchen, Kulte und Sekten sind ohne Ausnahme Idiotenclubs, wie sie kein aufgeklärter Satiriker schlimmer ersinnen konnte.Gott ist klein Wenn es mal bloß beim Einen All-Ewigen bleibt, denn ein ganzes Ensemble von denen, ein polytheistisches Göttergewimmel wie es die Griechen kannten, mit verkorksten Ehen, Bastarden, Eifersüchteleien und Stammesfehden, die grundsätzlich auf dem Rücken der Sterblichen ausgetragen werden, mag ich mir gar nicht vorstellen. Grauenhaft. Gruslig! Aber noch einen Tick bescheuerter sind die Menschen selbst, dieses widerwärtige Gezwerge und Gekreuch, ständig am Mützenziehen und Befummeln von Idolen, oder die eklige Hyperkorrektheit der Grußformeln, Fasten- und Speisegesetze, das Gebücke und Gekniee allerorten, und wenn sie gar keiner Religion anzugehören vorgeben, sind sie womöglich noch moralisierender, belehren ihre Mitmenschen ungefragt, z. B. man dürfe das Allerheiligste ja nicht lästern (oder nur ein bisschen, und dann beichten?), bloß niemandem auf den Schlips treten, es könnten sich alle möglichen -liken, -isten, -tanten, -slime, -äer, -aner und sonstige Bekenner muffeliger Offenbarungsreligionen an empfindlichster Stelle getroffen, "verletzt" oder auch nur angepisst fühlen.Gott ist klein Wenn ich mir den ARD-Brennpunkt von gestern vergegenwärtige, den ich sofort abgeschaltet habe! Da war es das allererste, vor jeder Berichterstattung oder Trauer, an "Toleranz und Mitgefühl für Muslime" zu appellieren, gleich nölte ein Knabe beleidigt, immerzu würden nur die Muslime in einen Topf geworfen, die doch schon immer und jetzt besonders leiden müssten unter dem Unverständnis ihrer Mitmenschen... nee, tut mir leid!, ich hab keinerlei Verständnis für Muslime und hasse von Herzen den Islam; Mohammed und jeder, der ihn verehrt, ist für mich ein Vollidiot und der Koran läßt sich im Bücherregal prima zur Wärmedämmung verwenden oder gleich verheizen, notfalls schreddern und recyclen, alongside mit dem Buch Mormon, der Bibel, dem Talmud, dem I Ging, den Upanischaden, dem Rig-Veda und allen anderen sog. Heiligen Schriften. Gott ist kleinAls ich die Nachricht gestern im Radio hörte, ich saß grad am Computer, und gleich mehrere Leute anmailte, war die allererste Rückmeldung, ich zitiere das wörtlich: "und dann die Vorstellung, wie sich die Pegida-Fraktion jetzt freuen wird", und die zweite lautete, ebenfalls wörtlich: "Und natürlich, der erste, der das bei Facebook rumreicht, ist XYZ, ein eifriger AfD-Unterstützer (den kennst du doch auch?)" Unfassbar, dass das BEKANNTE von mir waren, die solches Geistes Kind sind! Dann kam via Internet kübelweise Verschwörungsschwurbel an, wem das alles nütze und wer folgerichtig den Anschlag begangen habe, der Mossad, die Rechte, der BND usw. Wieder andere brachten die fingerwackelnde Litanei des "Sowas kommt von sowas" zum Besten. Die CSU, man konnte die Uhr danach stellen, verlangt sofort wieder die Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze, die Vorratsdatenspeicherung nach NSA-Norm und so fort. Die Herzlosigkeit all dieser Hirnverbrannten, denen nichts dazu einfällt als nur, dass jetzt die Falschen Beifall kriegen, man könnte aber noch dieses oder jenes Parteigeschäft betreiben, aber Obacht! der und jener wählt vielleicht jetzt die falsche Partei, all das erwächst aus der gleichen Gefühlssuppe aus Schwachsinn und Verblödung. Gott ist kleinkrakehler"Es werden sich auch nach diesem Massaker Leute finden, die das Blut der Ermordeten in Wasser verwandeln wollen, um es auf ihre Mühlen zu leiten... Zu oft und zu gern ist... das Brandzeichen 'Ausländerfeind' benutzt worden, um Kritiker der Einwanderungspolitik mundtot zu machen...", so die FAZ. Sie haben's geschafft, Sprachlogik, Empathie und Herzensbildung sind mit weggebombt, und den ganzen Tag hör' ich Experten quasseln und Politikerappelle rauf und runter, was man tun, was man besser unterlassen soll, jeder kocht sein Süppchen, ständig redet irgendwer im Namen von den und jenen, oder "die überwältigende Mehrheit der Muslime, die hier friedlich leben" sei dagegen - ja was denn sonst, verdammt? Diesen idiotischen Refrain kann ich schon lange nicht mehr hören, jedesmal, wenn eine Terrortat passiert, wird gleich vor "Vorurteilen" gewarnt, komisch, vor Intoleranz gegen Juden, Buddhisten und Zeugen Jehovas fürchtet sich niemand, da sind die Vorurteile wohl als Urteile amtlich anerkannt? Aha, auch NRW-Innenminister Jäger verurteilt den Anschlag. Das will ich doch hoffen, dass er den nicht etwa begrüßt, und der Mehrheit der Muslime rate ich mal, sich schleunigst aufzuklären, vielleicht reicht es fürs erste, sich die Reformationsgeschichte durchzulesen und die Geschichte der Ketzer- und Hexenverbrennungen dazu, und darüber hinaus ein paar Kernsätze der Aufklärung zuzulegen. Otto Schily, damals BRD-Innenminister, hat mal gesagt, er habe den Toten vom World Trade Center versprochen, augenblicklich fälschungssichere Personalausweise anzuordnen, dieselben will die CSU übrigens den Gotteskriegern jetzt entziehen, wenn sie sich von Gütersloh ins tobende Desaster aufmachen bzw. zurücksehnen in die Erstwelt. Gott ist kleinVon den Toten am World Trade Center damals hatte keiner einen Perso, und hätten sie einen besessen, sie wären genauso tot. Kurz und gut, ich bin nicht nur mit Gott, mit sämtlichen Religionen, ich bin auch mit dem allergrößten Teil der mich umgebenden Menschheit fertig. I'm through with it, j'en ai marre! und wenn ich auch nicht 100%-ig sicher sein kann, "ob etwas ist oder nicht vielmehr nichts", weiß ich doch nunmehr, in vorgeschrittenem Lebensalter, die Erkenntnis zu würdigen, die ich als junger Mensch etwas befremdlich fand, aber jetzt vollkommen einsehe, und stimme ein in das Fazit: Euch, ja, uns alle gäbe es besser nicht.


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  • "Zwar hat der eliminatorische Antisemitismus in Deutschland keine kulturelle Basis mehr", stellt mein Lieblings-Autorenverband (der mit den meisten Fehlschreibungen im Internet - eine Freundin hat mal über ein Dutzend aufgezählt - , vor allem bei den Selbstdarstellungen der Mitglieder) - und schon über diesen Einleitungssatz könnte man in sehr tiefsinnige Betrachtungen versinken, an deren Ende man sich ja eigentlich schon mal ein Hanfseil drehen, sich die vom Gebälk baumelnde Schlinge um den Hals legen und den Schemel unter den Füßen wegkicken könnte - , in einer Quo vadis, deutsche Schriftsteller?Veranstaltungsankündigung fest: "Zwar hat der eliminatorische Antisemitismus in Deutschland keine kulturelle Basis mehr. Doch die fürchterliche Ausweitung von Gewalt und Kriegen bis an die Grenzen Europas, Flüchtlingsströme sowie Wirtschafts- und Finanzkrise und Sparpolitik nähren weiterhin Nationalismen, Rassismen und Fanatismen aller Arten. Wie kann Literatur zu deren Auflösung beitragen?"

    Eine baugleiche Veranstaltung - derselbe Autorenverband, dieselben Förderer, das gleiche Plakat - wenige Tage später wurde angekündigt mit den Worten: "Der neue Begriff kritischer Politik 'Glokal' führt zurück zum Veedel, zu Begriffen wie Integration und Inklusion, zu Mitgefühl und Empathie, Solidarität und Begleitung, zu wechselseitiger Verantwortung und Menschenliebe und auch zu dem ethischen Zentralbegriff 'Mitleid'. Immer waren gerade diese Inhalte vornehmliche Anliegen von engagierter Literatur und reflektierter Schriftstellerei."

    Quo vadis, deutsche Schriftsteller?Starkes Geschütz und schwerer Tobak, was? Ihr habt meinen ethischen Zentralbegriff. Ich sehe die verzweifelt rauchenden Köpfe über dieser Ankündigung, was muss denn noch rein? Wie ist es denn mit dem Antisemitismus, speziell jetzt in letzter Zeit ist der doch aufgefallen...? Ach was, den brauchen wir nicht, der ist unwichtig, erstes ist nur der "eliminatorische" A. bedrohlich - und der hat ja zweitens in Deutschland gar keine kulturelle Basis mehr. Und die war ja unbedingt nötig, für dieses ganze Judenvernichten nach 1933, ohne kulturelle Basis wäre da nichts gelaufen. Und die kulturelle Basis, wer sollte das anders sein als WIR, die deutschen Wortmetze, organisiert in der Fachgruppe Kultur & Medien bei ver.di. Wir wissen von VS-Mitglied Werner Rügemer, dass in Israel christliche Gemeinden an der Ausübung ihrer Religionsfreiheit gehindert werden, wie er am 14. Oktober anlässlich der Verleihung eines Kölner Kasperl-Preises anprangerte. Den sonoren Vortrag, er liest das ungefähr so schwungvoll ab wie Oberstaatsanwalt Wyschinski die Anklageschrift gegen Kamenew, Bucharin & Co., kann man sich bei KenFM anschauen, unter der Überschrift Danke Karl, dieses Video sollte um die Welt gehen, damit eindeutig klar wird, wo Satan beheimatet ist! Nationalismus ist aber auch nicht gut, man darf die anderen Nationen nicht vergessen, also Nationalismen. Ohne die Wirtschafts- und (und!) Finanzkrise können wir die Flüchtlings"ströme" nicht erklären, aber wie zum Teufel kann eine Sparpolitik irgendwas "nähren", und sei es "Fanatismen" (die wir außer den Nationalismen und Rassismen unbedingt ansprechen sollten, sonst würfe man uns einseitige Antirassismen vor), und immer schön Plural verwenden, damit die Meinungsvielfalt nicht zu kurz kommt, sonst kommt ja keiner in die Veranstaltung. - Kommen wir mit Inklusion allein aus oder brauchen wir mehr Integration? Engagiert oder reflektiert? Und als das Manifest fertig war, bestellten sie zur Feier des Tages eine Glokalrunde.

    Quo vadis, deutsche Schriftsteller?Aber seid unbesorgt, wenn die Not am größten, ist die Hilfe am nächsten: "Die Veranstaltung wird gefördert vom Land NRW, der Stadt Köln, der Gesellschaft für Literatur in NRW, dem Runden Tisch Riehl, der Katholischen und der Evangelischen Kirche, der Jüdisch-Liberalen Religionsgemeinschaft und der Gewerkschaft Verdi." Komisch, dass diese Schriftsteller allesamt in der Gewerkschaft Verdi sind (wissen die das nicht?) und sich diese also quasi selber fördert.

    Schwamm drüber, die Veranstaltung ist gelaufen, insofern hat die Auflösung schon begonnen. Der nächste Termin:

    "Anton Samtleben *) und Fergie Knurrbonbon *) (beide VS) erinnern an die verstorbenen Autoren des Verbands deutscher Schriftsteller (VS), die mit Köln zu tun gehabt haben. Auch kleine Ausschnitte aus dem Werk werden dabei z.T. gelesen. Einige VS-Kollegen werden aus ihrer ganz persönlichen Erinnerung heraus noch etwas zu einer/nem Verstorbenen sagen.
    Memorial-Veranstaltung
    am ** November 2014 (Mittwoch) um *** Uhr im ***saal der Hans-Böckler
    *)-Kirche usw. In der Südstadt
    Eintritt: frei (Spenden erbeten)
    Alle literatur-interessierten Kölner/innen und Rheinländer/ innen sind eingeladen: zu diesem Erinnerungsabend, an dem der VS sich von seiner Vergangenheit her darstellt."

    (*Namen aus Datenschutzgründen geändert, sonst blieb der Text so, wie er eben ist.

    Hier der Bonustrack, ein ewiger Refrain auf der Originalseite des (Berufs-!)Verbandes deutscher Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen - Profis, wohin du spuckst - , wörtlich und zeichengetreu von den in alphabetischer Reihenfolge angeklickten Spezialisten für das Wort, den Stil und die Satzzeichen geschrieben. Auch kleine Ausschnitte werden z.T. gelesen! Und nein, man darf trotz Generation Legasthenie, Computerborniertheit und Tippfehlertoleranz ruhig mal genau sein, wenn es um dt. Literatur geht, die das Völkchen ja auch mit gut ausgebautem Ego für sich reklamiert; müsste man Deutschlands Musiker so spielen hören, wie die unsere Sprache traktieren, lägen faule Eier und Matschtomaten auch griffbereit!

    ...lebte ich, bis auf einen einjährigen Aufenthlat in Berlin,...

    Beiträge in zahlreichen Anthologien, u.a. "Biblilothek deutschsprachiger Gedichte"... (da war wohl die Prinzessin Lilofee am Werk?)

    Kulturpreis des Kreises Minden-Lübecke für die Erzählung: „Eine Welt aus Dienstagen“ (eine Montagsentscheidung, wenn der Kreis dämlich genug war, den Kulturpreis jemandem zuzuschanzen, der bis heute nicht mal den Namen richtig zu schreiben weiß.)

    Durch ihre foto-journalistischen Auslandsaufenthalte [...] in den Jahren 1991 bis 1994, hatte sie zu dieser zentralen Lebensfrage Schlüsselerlebnisse, die sie endgültig zum Schreiben brachten.Quo vadis, deutscher Schriftsteller?

    ...veröffentlichte Reiseberichte, Hörbücher. Biografien, und Romane.

    Seit 75 Jahren schon unterwegs, davon 4ß Jahre schreibend, mich und meine Lebensgestalt begleitend, und noch immer damit beschäftigt, meine (Zwiebel-) Schalen abzuwerfen, um an den Kern der Dinge und mir selber heranzukommen. (Das kommt bei mich nicht vor.)

    Ihre erotischen Bücher handeln von dominanten Vampiren, romantischen erziehungsspielen in japan und krimihelden, die undurchschaubar und genauso unwiderstehlich sind. Eine spannende handlung liegt der Autorin ebenso am Herzen, wie ein starkes Knistern zwischen Held und Heldin... (genau, bei mir wird Knistern im Gegensatz zur handlung ganz groß geschrieben!)

    Daraufhin lebte sie ein halbes Jahr in Qingdao (China) um die chinesische Sprache zu studieren.

    ...und habe nach vielen Jahren Arbeit in der Grundschule begonnen Bücher zu veröffentlichen. (vielleicht in der Grundschule begonnen-e Bücher?)

    Die Geschichten sind teils fiktiv, teils verfremdet auf echten Fällen basierend. Letzte Veröffentlichzng: ...

    Schon als junge Barfrau in zwielichtigen Nachlokalen wurde... (Als älteres Semester studierte sie erst Wirt- und dann Nachbarschaft.)

    ... erscheint ein Psychothriller bei Egmont Lyx der wiederum in Frankreich spielt.Quo vadis, deutsche Schriftsteller?

    Herausgeber von Anthologien und mehrfach von Literaturzeitschriften.

    Seit 2005 schreibt er verstärkt für Erwachsene.

    Später Studium der Betriebswirtschaft und Volkswirschaft.

    Der Schwerpunkt ihres Schreibens sind realistische Jugendromane...

    ist zahlreiche Literatur- und Kompositionspreisträgerin...


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  • Andreas Staier beim Musizieren zuzusehen, ist ein Vergnügen, für das man manches andere, vermeintlich vordringliche Pflichten aufschieben sollte. Gestern in der Kölner Philharmonie war es mal wieder so weit. Alles an dem Auftritt signalisiert in stiller Helvetica auf grauem Grund: Nur keinen Rummel um meine Person. Erst einmal sieht man überhaupt nur Staiers Instrument, ein wohltemperiertes Hammerklavier. schmetterling auf der mainauEigentlich kenne ich den Künstler ja vom Cembalo her, dessen hartklöppelndes Gepingel im Musikinstrumentemuseum er bei einer Preisverleihung, der ich (freilich von einer anderen Jury) beiwohnte, so wunderbar schmelzen ließ, dass ich eine doppelsaitige Laute oder die Tischgitarre von John Renbourn zu hören glaubte. Jetzt steht also diese klassizistische Kiste mit dorischen Säulenbeinchen auf der Bühne, die eigentlich ein kreisrunder ebener Platz und sonst völlig kahl ist: keine Blumenarrangements, keine WDR-Mikrophone, kein sonstiger Schnickschnack, übrigens auch keine glutäugige Notenumwenderin, und überhaupt: NOTEN, zusammencollagierte Hefte auf dem Ständer - d. h. also ernsthafte Arbeit am Text bzw. der Partitur, kein "kann ich auswendig"-Virtuosenzirkus (knallhart wie im Brutalo-Western, wie? ein Mann allein und sein Klavier, beim Köln-typischen Zugabewettklatschen am Schluss kriegte er natürlich den obligaten Strauß mit Mädchengemüse und wußte gar nicht, wohin damit, vermutlich kriegt ihn die Garderobiere). Dann kommt er auf die Bühne, grau gekleidet (erinnert an Laborkittel) und straffen Schritts, leicht gebeugten Nackens, Brille Marke Kassengestell, und nicht mal eine Locke könnte er der still aufseufzenden Klavierschülerinnenschar im Parterre zum Andenken zuwerfen. Dann legt er los - Bach mit Schumann abwechselnd, dessen Abegg-Variationen und Fantasiestücke mit jenes Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier. Cool wie einst Paco de Lucia arbeitet er das Programm ab, schaut beim Applausnehmen sachlich-schüchtern hoch, vergisst auch die andere Seite der Rotunde in seinem Rücken nicht schmetterling auf der mainau, gelb(wir hatten einen erstklassigen Blick, besseres Schussfeld auf den Pianisten als der liberale Bundesminister des Inneren a. D., der mit seiner Ehefrau eine Reihe vor uns, aber am östlichen Ende saß), verbeugt sich knapp und geht energisch ab. Eine (1) Zugabe, noch einmal Bach, weil sich Schumann eben verschiedentlich auf das Wohltemperierte Klavier bezogen habe, deshalb überhaupt die ganze Zusammenstellung, und jetzt die Fuge in f-Moll, das sind die einzigen Worte, die man an diesem Abend von ihm hört. Er zieht nicht die Töne mit magischen Fingern aus dem Elfenbein, grabbelt sich auch nicht genießerisch hinein in die Unterwäsche der Tastatur, sondern hat einen knappen, handwerklichen Anschlag. Andreas Staier zuzuhören, das ist kein Gefühlskitsch-Getändel, das ist wie eine Vivisektion am lebenden Objekt, wir Wohltemperenzler sehen dem Forscher bei der Untersuchung der Schumann- bzw. Bachschen Kompositionen zu, die er fachmännisch in Einzelteile zerlegt und aufs perfekteste neu zusammensetzt, aber so, dass es fraglich wird, ob man sie je gehört hat,peter_lenk_brunnen egal wie vertraut sie einem sind. Gut, er leistet sich auch mal einen amüsant-parodistischen Ausritt wie im Schlussteil der Abegg-Variationen, es fängt schon mit Jahrmarktsklavier an (das ist bei Hammerklavieren so: "Vor allem die originalen Hammerflügel sind häufig in keinem optimalen Zustand", sagte Staier 1992 der Zeitschrift concerto, "was die Spielbarkeit angeht. Die Filze und das Leder sind im Laufe der Zeit verschlissen, und das Holz hat gearbeitet, so daß die Mechanik nicht immer zuverlässig funktioniert. Wenn man auf einem solchen Instrument spielen muß, kann man während eines Konzerts eigentlich nur hoffen, daß alles so klappt, wie man es sich vorstellt"). Dann kommt aber plötzlich so ein synkopischer Jazzrhythmus hinein, den keiner dem Komponisten der Rheinischen zugetraut hätte, vielleicht ist das eine Staier-Zutat, man denkt an Scott Joplin, und am Ende hört man gar noch Honkytonk und Saloon heraus, man sieht beinah im Hintergrund die Lassos schnellen und die rauchenden Colts. Meine Begleiterin meinte, Schumanns Lebenszeit wäre ja tatsächlich die Epoche des Großen Trecks nach Westen gewesen, und dem staunenden Publikum hinterließ der Komponist auch eine wahre Calamity Jane in Gestalt der Virtuosin Klara, kann man das nicht mal verfilmen, z. B. als "Bring me the head of Johannes Brahms" - oder besser noch: "Die rechte und die linke Hand des Teufels"? (Brahms' Nachfahrin Helma Sanders hat das wohl schon beinah so gebracht.) Denn es ist schon ganz erstaunlich, wie unterschiedlich die Bewegungen und Pirouetten der jeweiligen Finger ausfallen, wenn man die gegenläufigen Verzweigungen der Fugen ineinanderfließen hört und schon glaubt, im Klavierbauch säße ein ganzes Orchester, das ins angeschlagene Thema einfällt. Im zweiten Teil, vor allem bei den Fantasiestücken, kommt dann die Magie der leisen Töne bzw. das stufenlose Dimmen am Wärmeregler, was nur dieser Meister der alten Musik aus dem schwierigen Instrument herauskitzeln kann.passionswerkzeugblume Die Bechstein-Diven haben damit keine Probleme, im Inneren ihrer Flügel in der Ferne die Geigen anschwellen oder die Flöten im Wind verhallen zu lassen, mach das mal mit einem Hammerklavier (wie der Name schon sagt - mit so einer Tastatur unter der Hand wird die ganze Welt zum Nagel). Wenn ich überhaupt etwas auszusetzen habe an dem Abend, ist es das Tempo. Der "wissenschaftliche" Ansatz der Spielweise verführt Staier mitunter dazu, dann doch die Fugenkunst rascher durchzunehmen und sich nicht auf Einzelnes, Merkhörenswürdiges, dem der Laie lieber etwas ruhiger und gern auch romantischer nachgelauscht hätte, einzulassen. Für den Wissenschaftler ist die Hauptsache, das Problem zu erkunden, festzustellen und - experimentell - einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten, klappt das, ist der Fall erledigt. Für überwältigende Stimmungsschwankungen, mit denen die Diven operieren, fehlt dem Interpreten der Sinn. Er weiß ja, wie der Hase läuft, sieht's in der Partitur vor sich. Etwas wehmayerig weniger prestißißimo wäre an manchen Stellen wünschenswert gewesen. Sonst war es ein großer Abend, vom leicht nervenden Sitznachbarn abgesehen, der erst superknapp vor Beginn in die Reihe drängelte und hinterher gar nicht mehr aufstehen wollte.


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