• Fehdehandschuh ante pedes

    Um für die aktuelle Fehde gerüstet zu sein, habe ich mir heute schöne lederne Handschuhe gekauft. Ich zweifle, ob es Herrenhandschuhe sind (ich denke, die sind eher etwas für die zarte Damenhand), aber wer immer mit mir ihn Fehde treten will, muss künftig damit rechnen, Fehdehandschuhdass ich sie ihm vor die Füße schmeiße. Oder, je nach gewohnheitsrechtlichem Brauch und Herkommen, pitschpatschpitsch um die Ohren haue. Ja, ich weiß, das sähe wieder so gewalttätig aus, ich will den schlechten Eindruck lieber vermeiden. Aber Fehde bleibt Fehde. Ein Sekundant, der sich meiner annimmt, hat den Sekundanten der Gegenpartei angeschrieben und dabei das permanente Mobbing zur Sprache gebracht, dem wir eigentlich seit wir hier wohnen ausgesetzt sind. Da war auch von Damen die Rede, die mit wenig Beschäftigung über Tag auf die seltsamsten Marotten kommen, Wandzeitungen texten, mit Ausschnitten aus der Blödzeitung unseren Stromzähler bekleben. Natürlich hat sich auch gleich herausgestellt, dass die Verläumder mit falschen Daten operieren und eine Zeugin der Vorgänge gar nicht erst anführen. Er hat dann noch auf einige Vorgänge angespielt, die ich hier in den letzten Monaten dokumentiert habe, entsprechende Bilder und Texte liegen mir ja in schöner dokumentarischer Fülle vor und sind denjenigen, die diesen Blog verfolgen, bekannt geworden. Hintereinander gelesen ist das schon ein bunter Katalog, vom Verbot, den Fahrradkeller zu benutzen über die Sache mit dem Wasserschaden, über den wir per Zufall erfuhren, ohne dass er wirklich von uns ausging, aber alle dachten das und haben uns nicht informiert, ein Handwerker kam Tage später damit an, und nimmt man noch das neulich erfolgte lupus ante portasVogelfütterverbot wegen Anfüttern eines räudigen Fuchses dazu, der bisher, so jedenfalls meine Beobachtung, noch keinen Meisenknödel erklommen hat... dann denke ich, läuft hier was Aktionistisches. Die haben sich abgesprochen. Gestern waren die Kästen, in denen das regionale Boulevard-Schmierblatt verkauft wird, mit einer Werbung versehen, die ich nicht hängen lassen konnte. Leider verbietet der derzeitige Stand der Dinge, davon ein Beamer-Fähiges Bild Hauswandgroß auf die Nachbarhäuser zu projizieren, wenn die eine der Tanten (die mit dem ewig pinkelnden Köter) durch die Gassen schleicht. Die fürchtet nämlich nichts mehr als dass der Wolf sie ins Bein und ihrem kleinen Hundi den Kopf abbeißen könnte. Obwohl, eine Freundin von uns, die lange in Neapel gelebt hat, schlug genau das vor: den Köter zu massakrieren. Noch besser wäre, den Kopf des geliebten Wutzelchens abschneiden und neben sie aufs Kopfkissen legen, wenn sie schläft. Das wäre ein unfrohes Erwachen, aber: Wer ein Angebot bekommt, dass man nicht ablehnen kann, sollte auf der Hut sein. In Neapel würde man vergiftete Wurst auslegen, sagte unsere Bekannte. Aber das geht ja nicht, weil es die Hauswirtin es - "auf unseren Liegenschaften", fürstengleich - verboten hat und weil dann der Fixfaxfux wiederkäme. Nun, da wird ja inskünftig noch mehr auf uns zukommen. Der Wolf ist den Wölfen ein Mensch, wenn's um die Wurst geht. Vor den Toren (nicht nur den törichten Persönlichkeiten) Kölns bauen sich dann nicht nur Grizzlybären, boxhandschuhtragende Kängurus und Erdmännchen auf, sondern auch Wölfe. Die sind uns jedenfalls durch die Blödzeitung angekündigt, und wir wohnen ganz unmittelbar an der Stadtgrenze, dort, wo sich Fuchs und Wolf über Nacht guten Appetit wünschen! Werden sehen, was daraus wird. Und was das andere Thema betrifft, was uns dieser Tage wirklich immer noch beschäftigt: Meine Frau und ich, wir haben jetzt beschlossen, uns das Leben zu nehmen. Es ist ein Hilfeschrei. Ja, wir nehmen uns das Leben. Aber bitte doppelte Portionen, für mich bitte mit normaler, für sie mit lackdosefreier Schlagsahne!

     


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