• Es zweinachtet wieder

    Und es begab sich zu jener Zeit, als Alois Brunner Landpfleger in Syrien, und Schimi Inhaber des Cafés war,U-Bahn als Geschenkversprechen wo er seine Törtchen verspeiste, Untergang des Laberlandsdass ein Gebot vom Kaiser ausging, dass alles Volk geschätzet wurde. Und, ehrlich gestanden, besonders hoch wurde das Menschenleben nicht taxiert. Erst am Freitag wurden wieder etliche, man sagt 150, Aufständische in einen Hinterhalt gelockt und erschossen; das syrische Staatsfernsehen zeigte die Leichenberge, mit triumphierenden Kommentaren, versteht sich. In einem Flüchtlingslager, das von Regierungstruppen umstellt ist, fehlt es an Nahrungsmitteln und Wasser, diese Palästinenser wären jetzt gern in Gaza; rund 2000 sollen bereits umgekommen sein. Einen Tag vor Nikolaus haben Mordbrenner ein Krankenhaus im Jemen überfallen und Ärzte, Pfleger, Patienten umgebracht, teils einzeln in den Betten durch Schüsse, eine flüchtende Menschenmenge durch Handgranaten; selbst "Al Quaida" entschuldigt sich in einem Video halbwegs für das Massaker; den Gegenschlag der Regierungstruppen soll keiner der Angreifer überlebt haben. Von den aus Syrien geflüchteten Völkerscharen halten sich mehr als 840.000 im Libanon, 560.000 in Jordanien, 200.000 im Irak, eine halbe Million in der Türkei auf; in Europa sind 50.000 aufgenommen worden,Ein Kind ward euch geboren im Einkaufswagen! davon, wie der Innenminister behauptet, in Deutschland werweiß 24.000. Ideales Panorama für die soundsovielte zeitkritische Neufassung der Weihnachtsgeschichte! Es begab sich also Baumarkt im AdventsschmuckBepperl, Seosamh oder Yussuf mit seiner schwangeren - da stock' ich schon, wieso ist die schwanger, wollen die unverheiratet zur Volkszählung? - Verlobten namens Maruschka, Marianka, Maìri oder Meike auf Schusters Rappen, wenn der nicht schon zu ausgedünnt und abgelatscht war, verfolgt vom bewaffneten Kindsmördertrupp des Diktators in ein Kaff voller Buden mit Lichtern und Glühweinständen, wo sie allerdings weit und breit keine Herberge fanden und schließlich in der Traktorgarage nächtigen mußten. In dieser Gegend feierte man den Jahreswechsel mit Knallern und Ballern, und da die Feuerwerkszündelei immer früher losging, stand pünktlich zur Geburt am 24.12. über dem Garagendach das Zentralgestirn, da hatte wohl jemand eine Leuchtgranate aus alten Bundeswehrbeständen abgefeuert. Und ein Singen hub an in den Lüften, süßer als Kassen, die klingeln, das kamLindenberg raucht als Muzak aus den Vollmond über DeutschlandfunkLautsprechern herübergeweht. Graffiti_Ecke in BayenthalUnd als der afrikanische Klamottenhändler aus Nippes mit dem Rollwägelchen und der rosa Hasenohrenmütze ihnen erschien, mit den Worten "Alles easy, keine Panik", da wurden auch zahlreiche Hundebesitzer aufmerksam, die in der öden Gegend ihre Vierbeiner Gassi gehen ließen, und eilten zu der Garage, wo das Baby auf der Hebebühne lag, inmitten von Blisterfolie und Weichplastikbröseln aus Zalando-Paketen. Wenige Tage später empfing es den Besuch von drei Regierungsoberhäuptern aus dem Sorgenland, König Lindenberg, Queen Khadra Sufi und König Haribo, die ihm Räucherstäbchen, Schönheitscrème und Goldbären schenkten, und allen Menschen ein Wohlgefallen! - Amen.


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  • Commentaires

    1
    Dimanche 29 Décembre 2013 à 14:45

    Erstaunlich, dass dieses eine Kind die Menschen zu Tränen rührt, obwohl es doch einen Krippenplatz bekommen hat, während man die vielen anderen, die weder Eltern noch Existenzgrundlage haben, lieber draußen vor der Tür lässt. Aber es kommt ja noch der 6. Januar, sicher gehen da den Politikern das Herz und Deutschland die Grenzen auf. Ach nee, das war ja wegen anderer Armutsflüchtlinge, die man irgendwie nicht loswird.

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