• Arno-Schmidt-Lektüre: Hürden, die uns hindern würden...

    klotzbuecherbrauerei"Ein klotziger Brocken bleibt das Buch dennoch, vielleicht auch ein Kotzbrocken" - mit diesen ermunternden Worten im Schlussabsatz einer Rezension in der Zeit vom 11. Dezember 2010 resümiert Friedhelm Rathjen Zettel's Traum. Diesen klugen, abwägenden Artikel möchte ich allen empfehlen, die sich im Kielwasser des hundertjährigen Geburtstags mit Schmidt beschäftigen. Eine freundliche und didaktisch strukturierte Einführung in den Gesamtkomplex und in einzelne Werke bietet auch Peer Schaefer auf seiner Webseite incl. Kommentarstellen zu Leviathan oder Die beste der Welten. Einen biographischen Abriss bietet Marius Fränzel auf seiner Musagetes-Webseite, dessen Lesehinweise-Blog zu Zettel's Traum über S. 1 noch nicht hinaus ist. Rathjen, Autor einer Chronik zu Leben und Werk (Bargfelder Bote, 3fach-Nummer), weiß zwischen Kritik und Bewunderung die Waage zu halten. Er resümiert, was Schmidt beschäftigte, als er das Werk niederschrieb, und hält es für den Abschluss seiner Ausflüge ins freudianische Analysierwesen. Der Dän in Zettel's Traum, den man unschwer mit Schmidt identifiziert (obwohl das wahrlich nicht immer naheliegt, William T. Kolderup aus der Schule der Atheisten ist beispielsweise Friedensrichter, aus begüterter Dänischer Familie und früher mal zur See gefahren) ist der letzte Ich-Erzähler, allerdings selbst auch nur ein Charakter aus den dramatis personae. Denn die entscheidende Klippe des Leser-Narrenschiffs ist: Früh-, Mittel- oder Spätwerk? wer das erste liebt, schätzt (oft) das letztere nicht - gut, es ist auch eine Geldfrage, und natürlich muss man für die ab Zettel's Traum geläufigen Riesentyposkripte Platz im Bücherschrank freiräumen. Und wer im Spätwerk zu Hause ist und sich auf die versponnene, grandios-einseitige "Etymtheorie" beruft, dem werden vielleicht die doch recht biederen, geradezu innere-Emigration-haften Juvenilia peinlich sein. Apropos: was könnte uns eigentlich sonst von der Lektüre Arno Schmidts abhalten? Hier zehn potentielle Bremsklötze zum Wegräumen:
    Arno-Schmidt-Lektüre: Hürden, die uns hindern würden...# 1 Satzzeichen: Ganz so schlimm ist es doch gar nicht, wenn man sich den Code mit z. B. <eckigen Klammern> und Doppel=Trenn=Strichen draufschafft. Wildwuchs an Ausrufe- und Fragezeichen, Beistrichen, Doppelpunkten ist gar nicht so schlimm, wenn man Comics lesen kann. Da ersetzt ja auch ein Ausrufe- oder Fragezeichen über dem Kopf die Denkblase, die den Erkenntnisweg erst nachzeichnet. Im Comic sind mit z. T. kombinierten Frage- und Ausrufezeichen - manchmal verdoppelt und verdreifacht - Gefühle wie Verwunderung, Verblüffung, Staunen suggeriert bzw. wiedergegeben. Die Reaktion des Lesers auf die Deixis eines isoliertes Zeichens wird bei AS vorab einkalkuliert. Auch als erzählerisches Element werden Satzzeichen benutzt, beispielsweise vorangestellte Kunstpausen-Doppelpunkte : ? Da werden Reden (oder Gesten, oder gar Mimik wie bei den heute allerorts benutzten Chatzeichen) abgekürzt. Einmal, ich weiß nicht mehr in welchem Roman, geht der Held aufs Klo und das Ausrufezeichengetümmel in der Parenthesengirlande lässt nicht grade auf flutschige Entleerung schließen. Eine ähnliche Überschrift „,;.–:!–:!!“  zierte ja auch die Spiegel-Titelstory von 1959 über den Schriftsteller (deren Druck auch das Ammenmärchen von der Unbekanntheit des Arno in der BRD-Literatur entkräftet) - die Zeile war ein Zitat; an der Stelle, von der es stammt, wurde der fragende Ich-Erzähler auf eine Lokalität hingewiesen, Komma und Semikolon deuten ein Zögern, vielleicht ein "äh" an, der erste Gedankenstrich vielleicht die Aussage oder den ausgestreckten Zeigefinger, dann folgt der Doppelpunkt  als eine Art deiktische Einleitung zu !, der schlechthinnig-emphatischen Exklamation, die man gar nicht mit einem Laut (z.B. "da") substituieren muss, um sie zu verstehen - und, weil die Erklärung noch präzisiert wird, folgt nochmal - Zeigefinger - Deixis - und jetzt zwei Ausrufezeichen, jetzt kapiert? unmissverständlich, da geht's lang, worauf im Text ein Ah, Danke schön... erwidert wird.
    # 2 Präpotentes Geniegehabe: Arno kennt, klar, niemanden, der so oft recht hätte wie Arno, und da das unbezweifelbar feststeht (ganz harter OKW-Stil: Wer etwas anderes behauptet, lügt!), lässt er's auch jeden wissen, der es nicht hören will. Andererseits begab er sich freiwillig selbst auf das schlüpfrige Feld der Freud-(wenn auch nur Text-)Analysen. Die Helden von Schwarze Spiegel, Brand's Haide und Faun wollen sogar retrospektiv alles besser gewusst haben, was Ihnen aber wenig half... Doch lässt sich AS nicht 1:1 kongruent mit den Ich-Erzählern austauschen (es sind eher Wunschprojektionen, die anteilmäßig auch bei Nebendarstellern zu finden sind), man darf ihn schon gar nicht mit dem Kultus ("Muhammad Arno Ali"', wie Andersch dichtete) der Fangemeinde verwechseln. Warum soll man sich provozieren lassen? Nicht er hat recht, ich habe recht, u.a. an Sonn- und Werktagen.

    Joseph M. von Babo: Arno. Ein militärisches Drama in zween Aufzügen (1776), aufgeführt in Mannheim, München und Wien: Als der Vorhang aufgeht, schaut der Held auf sein "Degengehänge"... was hätte die Etymtheorie daraus gemacht? "Babo" ist übrigens Jugendwort des Jahres 2013, heißt soviel wie Chef!
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     # 3 Patriarchalischer Besserwisser: Ich war lange mit mir einig, dass Schmidt, wie ich ihn zu kennen glaubte, eine Art Vaterersatz ist (keiner, nach dem sich Waisenknaben wie ich geradezu sehnen).  Diese seltsam persönliche Verstrickung vieler Schmidt-Fans mit dem Objekt ihrer Bewunderung wäre wiederum eine eigene Psychoanalyse wert. Jedenfalls verkörperte er viele Eigenschaften, die im väterlichen Image der 1950er angelegt waren: Kriegserfahren, physisch stark, praktisch begabt, kennt die Natur wie ein Waldläufer, politisch ein Durchblicker, allerdings keine Ahnung von den "Beatles" oder den Segnungen der sog. Hippie-Gegenkultur, der er (stets einen Lesetipp bei der Hand) Döblin empfahl statt Hesse, intelligent und gebildet, SPD, aber linkslastig, immer auf der Seite der Schwächeren, natürlich gab es weit und breit keinen solchen Vater! Der Hader über die Enttäuschungen, die Schmidt später mit eher rabiat konservativen Thesen bereitete, dazu das immer weniger publikumsfreundliche Spätwerk, war der Rücksturz zur Erde nach dem Höhenflug kultisch übertriebener Selbstadoption. Wie man seinen Vater ödipal abmurkst, polemisierten von da an viele gegen den ollen Haide-Klotzkopf.
    # 4 Fehlurteile: Balzac, Balzac: kein Dichter; kein Verhältnis zur Natur (das wichtigste Kriterium!). Nur alle 20 Seiten einmal etwas wirklich Gutes, eine präzise Formulierung, ein suggestives Bild, eine Initialzündung der Fantasie. Wie lächerlich z. B. seine ewigen, 2 unbeholfene Druckseiten langen, Beschreibungen von den Boudoirs der Haute Volée! : vermag einer die Scherben solch unsinnigen Puzzle-Spiels zusammenzusetzen? Und so oft Gestalten, Motive, Situationen wiederholt, wie nur je ein Vielschreiber. Männer gelingen ihm nie; nur Incroyables, Geizhälse, Journalisten, giftmischende Portiers [...]. Seine Frauen: Kurtisanen oder Mauerblümchen. Psychologie?? : o mei!! : den einzigen 'Anton Reiser' geb ich nicht für Balzac und Zola zusammen! Wohlgemerkt, der so urteilt, heißt Heinrich Düring (der Faun in Aus dem Leben eines Fauns), der ihn so urteilen heißt, heißt Schmidt, allerdings. In einem ständig zwischen Essay, Erzählung und Lyrismen changierenden Werk stehen natürlich auch mal Klöpse dieser Art. Lustigerweise könnte das Fazit auf den Autor zurückweisen: seine Frauen? Kurtisanen oder Mauerblümchen; überzeugend gestaltete er Incroyables & Geizhälse; Psychologie: o mei!

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    # 5 Wiederholungen: Dabei will ich ja gar nicht Balzac verteidigen müssen, wo ich selbst spät erst entdeckte, wie die Scherben solch unsinnigen Puzzle-Spiels, um es zu genießen, zusammengesetzt sein müssen. Sagen wir's ganz platt, Balzac führt aus meinetwegen sonderbaren Einzelschicksalen nach und nach das komplexe Soziotop des Seconde Empire herauf, ein untereinander vielfältig vernetzter Personenreigen. Ein einzelner Roman mag (je nach Übersetzung) nicht reichen, man muss da durch, das Ganze vornehmen, wo der Mikrokosmos jedes AS-Romans den ganzen Schmidt, im Grunde auch den späten Schmidt schon enthält. Es ist mit selbstähnlichem Personal die immergleiche story, die fort und fort gesponnen wird. Ein meinungsstarkes Wunderkind, ständig an der Doofheit der Mitmenschen verzweifelnd, wird erst innerer Widerständler, der doch angepasst-trotzig seinen Job macht, an Feierabenden Wieland liest, Fouqués Biographie oder das Königreich Hannover erforscht; als geschundener Kriegsteilnehmer und Ostflüchtling, der alles verloren hat, in bitterster Armut eine freiberufliche Einöd-Existenz errichtet, die Bretter zu seiner Hütte mit einem proletarischen Freund zersägt, das dumpfe Bauernvolk hasst, ab und zu Besuch bekommt von biederen Ehepaaren mit Teenie-Töchtern (halbwüchsigen Kurtisanen oder Mauerblümchen); und dann wird auf langen Spaziergängen durch die Haide über unbekannte Autoren und die Etyms bei Poe & Co. geredet, geredet, geredet...
    # 6 Etymtheorie: Irgendwann über der Lektüre von Karl May muss Arno die "präembryonale Tantenliebe" (R. Neumann) aufgegangen sein. Und dass seit Freud ("das feste Ja muss als ein dringendes Nein gedeutet werden") von allem das Gegenteil stimmt. Jedes Wort birgt einen Sex-Kalauer (Etym). Nicht, dass sich der Autor je einer Psychoanalyse unterzogen hätte, wie's jeder redliche Seelenklempner tun muss, nein, er dilettierte munter drauflos und entdeckte so in Sitara und der Weg dorthin, was es mit Winnetous "küßlichem Haar" und mit waldigen Doppelhügelkuppen auf sich hat, zwischen denen tief im Tal Wasserlöcher sind. Und: Von Sam Hawkins bis Halef Omar Peniden, alles Peniden! Eine ubw-Methode, die nur Carroll, Joyce - und Arno Schmidt bewußt anwandten.

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    # 7 Sexismus: Na schön, man hätte gern statt einer Zeitmaschine ein Zeit-Megaphon, mit dem der junge Schmidt dem alten Schmidt zurufen könnte, dass es auch noch andere Assoziationen gibt als solche, die mit Arsch, Poe & Titt'n zu tun haben. Aber mal ehrlich, es schärft die Beobachtungsgabe ungemein, obwohl man den Zweck der Übung nicht recht erkennt. Was interessiert es den Leser, ob May schwul und Poe koprophil gewesen sei. Hat nicht Schmidt für sich verlangt, man soll mit dem Werk vorlieb nehmen und den schäbigen Rest des zermürbten Stachanowpoeten gar nicht ignorieren? bzw. in Ruhe lassen? Gut, in den 50er Jahren galt ein strenges Jugendschutzgesetz, heute wird Dirk Kurbjeweits Novelle Zweier ohne als schulische Prüfungslektüre von kleri- bzw. evangelikalen Schwaben bekämpft. Damals war das mit Katz und Maus nicht anders, und es war sicher ein Heidenspaß, wenn Robert Neumann denselben prüden Sittenwächtern, die Seelandschaft mit Pocahontas verbieten wollten, Karl May als jugendgefährdend anzuzeigen versuchte. Dass Schmidt knapp an einer Gotteslästerungs- und Pornographieverurteilung vorbeigeschrammt ist, macht den Tick erklärlich. Ansonsten hat er recht anmutige Geschlechtsverkehre geschildert, wobei Frauen stets auf Augenhöhe beteiligt sind, außer beim schmatzenden Französisch mit einer, äh, Zentaurin in der Gelehrtenrepublik...
    # 8 Atheismus: Das wuchtige Pamphlet Atheist? Allerdings! wurde vor Jahren bei Haffmanns als Flugblatt gedruckt, und zwar weiß auf schwarz in rotem Rand und mit hässlichster Fraktur. Wollte man andeuten, wes Geistes Kind dieser rabiate, sich andauernd erklären müssende Gottesleugner ist? Dem manifest theoretisierenden Atheismus wohnt der Widerspruch inne, dass er mit Schaum vor dem Mund gegen etwas predigt, was ohnehin nicht existiert. Atheisten erlebe ich als fromm und gläubig, während mich Zynismus der Pfaffen aller Religionen mehr ankotzt als 'Gott' & Schöpfung.
    # 9 Politik: Was mich zu dem Schluss bringt, weshalb ich diesen Blogtext angefangen habe. Schmidt als Bildungsstreber, 100-Prozentler, Antimodernist, Gewerkschaftsfeind, Misanthrop, unerträglicher Geili und Wortwitzler, hindert mich all das, seine Bücher gut zu finden? Nein. Man will gar nicht ständig einer Meinung sein, schon gar nicht mit dem, was man liest, das wäre fad!
    # 10 Humorlos: Als Arno Schmidt starb, notierte Elias Canetti: "aus Trotz", und Hans Magnus Enzensberger dichtete den Schüttelreim:
    Der Welt hat er auf Schritt und Tritt geschmollt
    und mürrisch hat sich Arno Schmidt getrollt.
    Es gibt ja sogar ein Suhrkamp-Insel-Buch Arno Schmidt für Boshafte, wie ich kürzlich festgestellt habe, wobei man fragen darf, brauchen wir das und wozu eigentlich die den? Das ist wohl der Grund, weshalb die Arno-Schmidt-Stiftung in den letzten Jahren immer öfter auf den komischen, humorigen, spaßigen Schmidt pocht. Selbst Reemtsma behauptete in einer arte-Sendung, welch ein "sehr freundlicher, zugewandter und höflicher Mensch" Schmidt gewesen sei, wo er selber noch 1986 bekannte, er sei nicht der Typ gewesen, mit man gern in Urlaub führe, und es gebe "einfachere Lebenswege in der Welt als den, die Frau Arno Schmidts zu sein" (Wu Hi? Arno Schmidt in Görlitz Lauban Greiffenberg, S. 237). Danke nein, ich brauch keinen Spaßgenerator im Bücherschrank, ich lache lieber über die Stiftung, denn Reemtsma ist von allen Schmidt-Mäzenen der am ärgsten Gelackmeierte. Das Geld (350.000 DM) gab er als Vorschuss hin für den Roman Lilienthal, von dem Schmidt ihm einredete, der solle sein Hauptwerk werden! (also doller noch als Zettel's Traum), daraus wurde nichts, am Ende blieb nach seinem Tod nur Julia, oder über die Gemälde - nett, aber nur ein Fragment. Auch den zusammengekehrten, jahrzehntealten Lilienthal-Schurrmurr mussten die Stiftungsknechte zu einem Buch zusammenleimen, und wer darin blättert, weiß Bescheid. Schmidt wird sich ins Fäustchen gelacht haben über den money man und hätte ihn früher oder später abserviert wie seine Förderer Michels, Schlotter & Co. Andererseits, wo sollte die Witwe hin mit dem Haus und den Büchern, direkte Erben gab's keine und wer wissen will, wie Arno Schmidts Neffe in USA aussieht und was er so treibt im Leben, hier klicken (Ken heißt er)! Das hat Jan Philipp Reemtsma jetzt davon, ätsch, jetzt ist er Arno Schmidts Frau, es gibt einfachere Lebenswege in der Welt! Seine Stiftung hockt seit Jahren auf all den Rechten, ob man bis 2049, wenn AS gemeinfrei wird, die 350.000 wieder einspielt? Ich fürchte, das war kein lukrativer Deal. Denn der Bildungshintergrund, den man doch mitbringen müsste zur Lektüre, wird immer fadenscheiniger; Suhrkamp ist insolvent, von S. Fischer, der einen interessanteren Klassiker-Kontext hatte, trennte man sich im Streit (in der sog. Suhrkamp-Kultur geht Schmidt neben Hesse, Brecht, Weiss & Co. unter, in Gesellschaft von Freud, Kafka, Döblin, Thomas Mann, selbst Christof Ransmayer und Florian Illies sähe er auf jeden Fall besser aus). Autorenkorrespondenz mit Andersch u.a. liegt längst vor, Familienbriefe, seit Jahren angekündigt, scheinen undruckbar zu sein, vermutlich zu banal; allenfalls von dem Wollschläger-Briefwechsel sind noch neue Aufschlüsse zu erwarten. Wollschläger war auch so ein armes Schwein, nach jahrzehntelanger Verehrung hat er als "Statthalter der deutschen Sprache seit dem Tod Arno Schmidts" (wörtlich so!) kein nennenswertes eigenes Werk hervorgebracht. Die Tagebücher der Witwe sind amüsant, ergeben aber keinen Cosima-Effekt, man liest sie nicht um ihrer selbst willen. Ein Steppenwolf oder ein Siddharta wie bei Hermann Hesse, der sich seit 100 Jahren immer neu als Kultautor vermarkten lässt (ob das je bei AS so wird?), springen aus diesem Nachlass beim besten Willen nicht mehr raus. Und um Gelehrtenrepublik oder Schule der Atheisten als Fantasy verfilmen oder als Comic zeichnen zu lassen, dafür fehlt der Fa. Schmidts Erben der Humor. Dass Schmidt selber das Lachen oft verbeißen musste, ist späten Fotos anmerken, z. B. dem, wo er Belege von Zettel's Traum kriegt und mit seiner Frühstücksmilch winkt (aber das täuscht, nach Erinnerungen der Haushälterin soll er anschließend Gläser randvoll mit Racke Rauchzart rumgereicht haben). Kurz, der war gar nicht so. Er beißt nicht, will nur spielen; glaubt mir, das Grantlertum bei Kraus, Bernhard oder Achternbusch ist auf Dauer viel, viel nervtötender.


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