• Adventsprintjob_2018#01

    Adventsprintjob_2018#1Wie schon vor einiger Zeit angedeutet, wird sich der diesjährige Adventskalender vorwiegend einem guten alten Medium widmen: nicht das Christstollen-, nicht das Zimtstern- und nicht das Glühpunsch-, sondern das PRINTmedium ist gemeint. Zu diesem Zweck bin ich eigens in die gute alte Kaiserthermenstadt gefahren und habe euch von dort was mitgebracht - was im letzten Jahr lauter Gewürze enthielt, enthält heuer nichts als Gewürzkuchen. (Auf der Suche nach einem originellen Kalender habe ich feststellen müssen, die irrsinnigsten gibt es bei DM mit Süßli-, Müsli- und/oder Schokoladekram, aber auch je nach Wahl Teebeutel, Haribo oder - und von denen Dutzende aller einschlägiger Marken zur Auswahl - Tiegel mit Naturkosmetik, Hautcrèmes, Nagellackfläschchen enthaltend...) Aber Aachen ist ja auch die Stadt mit dem Couvenmuseum und dem ist auch ein internationales ZEITUNGSMUSEUM angegliedert, - schließlich gab es auch vor Kriegsende schon, während ringsum noch deutschbrauner Terror tobte, hier zensurfreie PRINTmedien und über viele Jahre hinweg mehrere konkurrierende, Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten.Adventsprintjob_2018#1 Ich bin gewissermaßen wenn auch nicht in Aachen, so doch zwischen den beiden aufgewachsen, denn meine kriegsmüden Eltern gehörten zumindest in den Spätvierzigerjahren je der einen und der anderen Printenpartei an. Zeitungsmuseum, das wäre auch eine schöne Überschrift für die nächsten vier Wochen. Mir gefällt auch die Besucherregel, die den Hund mitzubringen nur Blinden erlaubt! Parallel zu den Erträgen aus der Kalenderbäckerei, bei der mitsamt dem Hexenhausfenster auch die ganze schöne Dom-Aussicht weggeknuspert wird, werde ich im 24-Stunden-Takt, wenn ich Zeit dafür finde, je ein printware-Exponat hier vorstellen. An's Werk! Da das Vergehen der Zeit mit dem Kalender eine Rolle spielt, findet ihr hinter dem ersten Türchen eine güldene Zwiebel, aber eine schon - hm - sehr alte. Das hier vermisste Schätzchen, das angeblich unter Gefahr des Erwischtwerdens geklaut wurde, wird dem unehrlichen Finder wenig Freude machen. Wem mag er es verkauft haben? Gähnende Zahnlöcher, wo Perlen sein sollten, schadhaftes Emaille, abgebrochener Bügel, tickst du noch richtig? Und wie genau der Polizeibericht jedes Altersfehlerchen aufzählt, in der Art eines Antiquariatskatalogs ("Vorsatz fehlt, Rücken berieben"). Hingen, wo sonst Berlocken verlocken, sentimentale Erinnerungen an der Kette? Aber in dem Fall hätte jeder, der nicht ganz vom Geiz zerfressen ist, sinnvollerweise Finderlohn oder ein anständiges Trinkgeld fürs Wiederbringen ausgesetzt, sonst wär jeder Weg zu weit für den Schrott. Oder wetterleuchtet ein besonderes Geheimnis um das Zeiteisen, wie bei Bebels Uhr. die nach altem Brauch jetzt eine ehemalige Germanistikstudentin der Uni Bonn am Revers des Hosenanzugblazers tragen müsste? Ob das Teil je wieder aufgetaucht ist, entzieht sich meiner Kenntnis, die Besitzer wurden längst vom Pünktlichsten aller Rendezvous-Partner abgeholt...


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