• # 3: Kalahari-Salz

    Es ist grob. Es ist körnig. Es sieht aus wie Hagelschlag auf den Rieselfeldern oder gestoßener Kandis. Und ich weiß ehrlich gestanden noch nicht, was ich damit machen soll, es sei denn, ich pökle den Cockerspaniel ein, den mir neulich eine der Schmuddeltanten über die Wiese zum Schlachten geschiMotoradhelme verbotenckt hat, oder knödle Teig und werde zum Laugenbrezelbäcker. Schmecken tut es ... salzig. Und das, obwohl auf dem Mini-Etikett steht, es könne Spuren von Erdnüssen, Sellerie, Senf und Sesam enthalten. Friseurwerbung aus einem RheindorfNicht von Sand? Wüstensand und so? Nein, das Salz kommt aus einem urzeitlichen See, der heute nur noch vom Weltraum aus als sog. Salzpfanne erkennbar ist. Nun, der gestrige Selbstversuch mit der Arrabiata von Tag 1 ergab, dass es schon ganz schön scharf sein kann, insofern muss man vermutlich auch mit kristallinischen Spurenelementen aus der Kalahari eher sparsam salzen. Bei "Kahlahaari" fällt mir noch ein, dass mich ein deutlich schüttererer (als ich) Freund neulich besuchte, und ich dachte, er kann eigentlich mit Stolz verkünden, dass er den Physiognomen die Arbeit erleichtert oder ihrem Anliegen zumindest weit entgegenkommt. Franz Xaver Messerschmidt konnte übrigens auch nicht bloß aus Marmor grimassierende Glatzköpfe formen; die Stadt Saulgau in Württemberg hat ein Denkmal für Maria Theresia an prominenter Stelle platziert, wieso für die und nicht für Friedrich den Bärtigen? Weil hier bis zur Abdankung des Kaisers Franz II. noch ein Außenposten des Habsburgerreiches war. Und dieses Denkmal ist eine Kopie des Messerschmidtschen Originals in Wien.


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