• # 24: Orangenpfeffer Gewürzzubereitung

    Hat euch das Lied gefallen? Na schön. Ich hab es damals von Blind Lemongrass Jefferson selber gelernt, oder war es von Erskine "Knoblauch-" Butterfield,Weihnachtsmann mit Nikolaussack oder Jo Bohnenkrautsack aus Sylt? Oder nicht doch von Axel "Zimtstange" Zwingenberger, als der noch mit den Red Hot Chili Peppers hottete, kenn' ich, ja, so alt bin ich schon, Kinder! Weihnachtsmann, umgedrehtAlt genug, um von diesem Eisenkraut-Pfefferminztee zu trinken, eine Tasse nach der anderen, ohne "Schuss", wie in Sylt üblich und auch nicht als  "coretto", wie der Italiener sagt, wenn er Mandellikör in den Milchkaffee kippt. Da kommt man leicht durcheinander! Aber wenn ihr wissen wollt, wie ich als alter Bluesmusiker vom Blue Curaçao abgekommen bin: Damals gab es noch diesen wunderschönen, längst plattgemachten und durch ein soziokulturelles Zentrum ersetzten Schuppen namens "Obi-Bau" in Markt (Biberach), da spielte ich, wenn Wilhelmine "Willy" Scott ihre Weihnachts-Gala hatte, die zweite Rhythmusgitarre hinten links. Tja, und eines Tages kam dieser Doktor mit dem Cowboyhut und der Fransenlederjacke rein, der sich Indy nannte, angeblich Archäologie, und wollte so eine olle chinesische Vase gegen Diamanten tauschen. Der Triadenboss Lao-Tse, der seinerseits scharf auf die Diamanten war, die Urne aber nicht herausrücken wollte, gab ihm einen aus, aber der Drink war vergiftet, und im Handgemenge erschoss er den chinesischen Begleiter des Doktors. Das Gegengift bestand u. a. aus einer Mischung von schwarzem und weißem Pfeffer, Zwiebel, Kandis, Orangenschalen und Knoblauch, und Willy, die Sängerin, Monsterschaedel leicht bearbeitetkonnte es dem Triadenboss abluchsen und mit "Indy" in einem Flieger über den Himalaya entkommen,# 24: Orangenpfeffer Gewürzzubereitung aber das ist eine andere Geschichte und wurde dann ja verfilmt. Jedenfalls hatte ich wie so oft auch an diesem Abend dem Dämon Alkohol stark zugesprochen, dass ich bei dem Durcheinander liegenblieb und das Kalenderbild vom Nikolaus umgedreht sah - Potz Baselitz, da fiel mir plötzlich auf: das ist ja gar kein harmlos blödelnder Weihnachts-Opa. Das sieht ja vom Kopf auf die Füße gestellt genau so aus wie einer dieser vermaledeiten aztekischen Kristallsalzschädel, etwas angegilbt vielleicht? Kamen die nicht in "Indys" viertem und bislang letztem Sequel vor? Und wenn ich drüber nachdenke, war mir diese ganze verdammte Weihnachtsgala verdächtig geworden. Die ach so niedlichen Weihnachtsmänner mit ihren Pelzbärten, Zipfelmützen, Säcken, in denen alles Mögliche (Geschenke, Gewürze, Leichen) transportiert werden kann: Blutgierige Zombies sind das, haben ihren Rupprecht oder Zwarten Piet als Schläger im Gefolge. Die Metamorphose des Spaßmachers vom Zirkus zum Horrorclown ist ja längst vollzogen, jetzt kommt der "liebe, gute Weihnachtsmann" dran.

    Adventskalender mit Gewürzen als Tempel dekoriert

    Und was mag diese flackerfeurige schwedische Santa Lucia mit der Kerzentorte auf dem Blondschopf im Schilde führen, wenn sie sich auf ihrer Prozession mit Vorliebe trockenen Tannenzweigen nähert? Oder Sankt Martin, der angesichts lampiontragender Kinder beiderlei Geschlechts rittlings (!) und mit eregiertem Schwert paradiert, und hinterher den Mantel gar nicht mehr zuknöpfen kann? Wer sich unter der Tarnung von Ochs und Esel-Fellen verbirgt, will ich erst gar nicht wissen... und der Kalender, ähnelt er nicht dem der Göttin Kali geweihten Tempel des Todes? Mein guter Vorsatz für nächstes Jahr stand damit fest, und Blue Curaçao hab ich auch nicht mehr angerührt, jedenfalls auf der Bühne, ich schwöre!


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