• #23 Schweizer Strumpf

    Dieser SOS-Kalender mit reduzierter Gabenfülle, Postkartenformat und Schlichtgraphik hat schon manche deprimierende Eröffnungen gebracht. Ein einzelner Strumpf ist auch nicht so der Glücksbringer für die happy hour. Und wieso hat der #23 Schweizer StrumpfHersteller (vermutlich ein ausgebeuteter sweatshop-franchise-Nehmer in der Dritten Welt) oben das schweizer Hoheitszeichen reingestrickt? Immerzu wird gesagt, die Zahl der Impfgegner sei nur in deutschsprachigen Ländern so hoch, z. B. im deutschsprachigen Ostbelgien oder in der Schweiz, haha, aber die höchsten Inzidenzzahlen weisen Bruxelles und Génève auf, freilich dicht gefolgt von Appenzell. Aber im Kanton Eupen ist sie größer als in St. Vith, die Länder mit der höchsten Inzidenz auf der Landkarte Europens sind Andorra, San Marino und Liechtenstein, und in Belgien immer noch höher als in der Schweiz, und jeweils im Süden höher als im Norden, nur hier in meiner Wohnung ist noch alles auf Null. Meine Lebensabschnitts-Versüßerin meint, der Strumpf rühre vom englischen Brauch her, am Vorabend von Heiligmorgen Strümpfe in den Kamin zu hängen. Und wieviel Süßigkeiten passen in den muffigen, sich helvetisch anbiedernden Brexit-Strumpf? Der zumal nicht hier im Kamin hängt, sondern in einer blaßblau vernebelten Schneelandschaft herumliegt? Nä, nä, da lob ich mir den 6. Dezember, da kommt der Leckerfraßkram wenigstens in einen soliden Stiefel.


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