• # 1: Arrabiata

    Tja, auf der Suche nach den originellsten Adventskalendern sind wir diesmal (vorvorletzes Jahr war es einer mit veganer Schokolade, davor ein Seil mit 24 Strümpfen von Tschibo, die ich immer noch trage) auf den Gewürzkalender verfallen, den es kürzlich bei einem dieser Discounter gab, deren Spaßnamen auf -i, -y oder -o enden. #1: ArrabiataHeute ist der 1. Advent, also beginnt der Produkttext erst jetzt. Wenn ich es schaffe, mache ich hier jeden Tag des Advents ein Türchen auf und gebe in der Übe#1: Arrabiatarschrift an, was drin war. Richtig geraten, es handelt sich um ein Glas mit rotem krimseligen Zeug, das verdächtig nach "mit mehr Scharf" aussieht - also genau das hier links abgebildete, wenn auch ohne die Peperoni daneben (ist wohl der Serviervorschlag, Abbildung ähnlich usw.). Vermutlich soll ich nach dem Willen der Adventskalender-Macher meine Nudeln damit würzen. Schlankheitskost? Da wollte ich die dickmachende Schokofülliung vermeiden, und nun birgt schon das erste Türchen des Advents ein Spaghettigericht. Komischerweise ist die Hülle, in welche der Kalender eingepappt war, mit einem dunkel-in-dunkel-Weihnachtsbaum verziert, unter dem die normalen Süßlis und Leckereien hängen, Zuckerstanden und so. Aber dergleichen ist in den "24 Gläschen" wohl nicht zu erwarten, dafür Chilibrösel für Nudeln rabiata. - Außerdem will ich in jedem der Türchen ein Beispiel aus meiner Logo- und Verbotsschildersammlung bringen, am besten irgendwas schräg dieseingtes - heute ist es die bescheuerte Hand-Schrift auf dem Adventskalender, das Wort Adventskalender geht noch so, aber welcher typographsichen Mühle entstammt das darunter stehende wort? Übrigens, da könnte auch Gewurze stehen, so winzig sind die Umlautpünktchen über dem u - wurde wohl in irgendeine Drittweltstaat verfasst. Aber Jesus wurde ja auch in einem ebensolchen geboren, also nicht z. B. in der Schweiz mit der schlichten serifenlosen Helvetica und auch nicht in Deutschland, wo die Engelchen ihre Transparente, mit denen sie vom Himmel den Hirten zuwedeln, das FÜRCHTET EUCH NICHT in gotischer Fraktur pinseln würden. Auch der Deckel des Adventskalender hat seine Schönheiten, da steht "Love & Harmony", als wären in dem Kalender Psylozibin-Pilze (war das nicht das das Zeug, das sich Carlos Cannjajeda nach Anweisung von einem gewissen Casanova auf dem Yaqui-Weg des Wissens in die Birne kloppte? früher gab's das im Botanischen Garten zu sehen, heute nur hinter verriegelter Gewächshaustür) oder sonstige Hippiedrogen versteckt, und das klein- bzw. grau in grau geprägte "Let it snow" läßt auch allerlei Verdächtigungen in dieser Richtung zu. Also, meiner Meinung nach hat dieser Kalender mit dem Warten aufs Christkind so viel zu tun wie Chanukka mit dem Barte des Propheten.


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